Fußball Das große Zittern beim SC Freiburg: So stehen die Chancen auf den Klassenerhalt der Breisgauer

Der Sportclub Freiburg steckt mittendrin im Abstiegskampf. An diesem Montag steigt das richtungsweisende Spiel in Mainz. Wie die Ausgangslage ist und wie die Chancen für die Breisgauer im Abstiegskampf stehen, analyisert unser Sportchef Ralf Mittmann.

Es wird ein richtungsweisendes Spiel: Der SC Freiburg tritt an diesem Montag (20.30 Uhr/Eurosport) zu einem Duell im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga an. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg, darunter vier Niederlagen, ist der Vorsprung auf den Relegationsrang auf drei Punkte geschmolzen.

Die Freiburger sollten dieses Spiel auf keinen Fall verlieren. Im Video erklärt Sportchef Ralf Mittmann, warum dieses Spiel so wichtig ist, wie sich die Ausgangslage darstellt und wo der SC Freiburg im Fall eines Sieges oder einer Niederlage steht.

 

 

Und wie sind die Chancen des SC Freiburg generell im Kampf um den Klassenerhalt? Es gibt Tendenzen und Fakten, die sich gar nicht gut anhören.

  • Das Verletzungspech: Florian Niederlechner spielte zehn Partien, brach sich dann im Training die Kniescheibe und fehlt seither. Neuzugang Yoric Ravet, von Achillessehnenbeschwerden geplagt, kam gerade mal auf drei Spiele über die volle Zeit und sieben Teil-einsätze. Mittelfeld-Leistungsträger Mike Frantz zog sich am 11. Spieltag im Heimspiel gegen Schalke einen Innenbandriss im Knie zu und fehlt bis heute. Der Mittelfeldrackerer Amir Abrashi, der nach Problemen in der Vorrunde sich mit Beginn der zweiten Halbserie wieder einen Stammplatz erobert hatte, verletzte sich am 26. Spieltag in Berlin schwer und fällt für den Rest der Saison aus. Spielgestalter Nicolas Höfler verpasste in der Rückrunde sechs Begegnungen mit Rückenschmerzen. Die Folge: Vorne fehlt Niederlechners Stärke in Eins-gegen-Eins-Duellen und im Mittelfeld gab es nie Kontinuität.
  • Die Offensivprobleme: Es fehlen Ideen und oft auch Tempo. Im Spiel nach vorne funktioniert es oft bis weit in des Gegners Hälfte hinein, doch dann versanden die meisten Angriffsversuche. „Wir kommen nicht mehr richtig ins letzte Drittel“, sagt Verteidiger Christian Günter. Zudem knabbert Janik Haberer an seiner neuen Rolle als Leistungsträger. Und so ist die Mannschaft extrem abhängig von ihrem Torjäger Nils Petersen, der mit 13 Toren exakt die Hälfte aller Freiburger Saisontreffer erzielt hat.
  • Die Standards: Der SC Freiburg hat überproportional viele Tore nach ruhenden Bällen (Freistößen, Eckbällen, Elfmeter) erzielt. Allerdings klappte zuletzt nichts mehr. „Wir haben es geübt, aber wir haben die Bälle nicht dorthin gekriegt, wo sie hätten hin sollen“, sagte Trainer Streich nach neun wirkungslos verpufften Eckstößen gegen Wolfsburg.
  • Der Kräfteverschleiß: Der SC Freiburg ist die Mannschaft mit den meisten Laufkilometern in der Bundesliga. Pressing gegen den Ball, Räume schließen für den Gegner, das sind Aufgaben, die enorm an die Substanz gehen. Die Kraftreserven scheinen bei einigen Spielern nahezu aufgebraucht.
  • Der Trend: Richtig gut in die Rückrunde hineingekommen, wartet der SCF nun schon seit fast zwei Monaten auf einen Sieg (am 17. Februar 1:0 gegen Bremen). In den letzten sechs Spielen gab es zwei Unentschieden und vier Niederlagen – das macht mit nur zwei Punkten Rang 18 in der Formkurve. Zwar haben auch die direkten Konkurrenten keine Bäume ausgerissen, sie sind aber näher an die Freiburger herangekommen.

Was nun also? Christian Streich gibt sich keinen Illusionen hin. Der Trainer nimmt Druck von seinen Akteuren, es sei, sagt er, „doch von Anfang an klar gewesen, dass es Abstiegskampf sein wird in dieser Saison“. 

Noch haben es die Freiburger selbst in der Hand. Sie wissen, dass in den beiden Auswärtsspielen in Mainz und am Samstag, 21. April (15.30 Uhr), beim Hamburger SV wieder Laufen, so weit die Füße tragen, angesagt ist. Zweimal ohne Niederlage davonzukommen, ist das Nahziel.

Das Auswärtsspiel in Mönchengladbach (Samstag, 5. Mai, 15.30 Uhr) steht auch noch an, aber der Plan sieht vor, dass in den Partien im Schwarzwaldstadion gegen den 1. FC Köln (Samstag, 28. April, 15.30 Uhr) und am letzten Spieltag gegen den FC Augsburg (Samstag, 12. Mai, 15.30 Uhr) das Happy End geschrieben wird.

 

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