Regionalsport Schwarzwald Wild Wings bangen um Bittner

Schwenningen tritt am Donnerstag bei den Kölner Haien an. Am Sonntag zu Hause gegen den ERC Ingolstadt

Eishockey: Nach dem Kraftakt am Sonntag gegen Krefeld genossen die Schwenninger Eishockey-Profis zwei freie Tage, um ihren Akku wieder aufzulanden. Ob die Energiereserven der Wild Wings wieder bei 100 Prozent sind, wird sich am Donnerstag zeigen. Um 19.30 Uhr treten die Schwenninger bei den Kölner Haien an.

Um sich professionell auf das dritte Saisonduell gegen die Rheinländer vorzubereiten, machte sich der Schwenninger Tross bereits am Mittwoch auf den Weg in die Domstadt. Neben Mirko Sacher, Mirko Höfflin und Marc El-Sayed blieb noch ein Spieler zu Hause: Stefano Giliati. Der Außenstürmer hatte sich am vergangenen Freitag beim 5:4-Sieg in Nürnberg eine Oberschenkelzerrung zugezogen. Möglicherweise wird der Italo-Kanadier aber beim Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt wieder auf dem Eis stehen. „Es besteht noch eine kleine Hoffnung, dass er am Sonntag spielen kann“, sagte Schwenningens Trainer Pat Cortina.

Ein SERC-Profi saß zwar im Bus nach Köln, bangt aber noch um seinen Einsatz. Dominik Bittner bekam in Nürnberg einen Check gegen den Kopf. Ob er auch im Kader steht, entscheidet sich erst am Donnerstagvormittag beim Abschlusstraining. Zwischen den Pfosten steht Dustin Strahlmeier. Beim 1:0-Sieg gegen die Haie vor knapp zwei Wochen hatte noch Marco Wölfl das Schwenninger Tor gehütet und einen umjubelten „Shutout“ gefeiert. Doch das ist Schnee von gestern. Inzwischen hat der Gegner mit Peter Draisaitl einen neuen Trainer und vier Siege in Folge gefeiert. Cortina: „Die Kölner haben ihre Abwehrprobleme verbessert. Es wird enorm schwer für uns.“ Das weiß auch SERC-Stürmer Marcel Kurth – und zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Auch wir haben einen Lauf. Beide Mannschaften werden defensiv gut eingestellt sein.“

Schon seit einiger Zeit ist klar, dass Pat Cortina seinen Vertrag in Schwenningen verlängern wird. Die Frage ist nur: wann? „Hoffentlich noch vor Ende des Jahres“, sagt der 53-Jährige. Dass er seine Familie, die in München lebt, vermisst, daraus macht der Italo-Kanadier keinen Hehl. Dieses „kleine Problem“ (Cortina) ließe sich lösen, wenn seine Frau und die drei Töchter ebenfalls an den Neckarursprung kommen würden. In diesem Fall hätte Cortina gerne Planungssicherheit und einen längerfristigen Vertrag. Diesen Wunsch kleidet der Coach prompt in einen Scherz: „Ich wünsche mir mindestens einen Zehnjahresvertrag. Aber wenn die Gesellschafter auf mein Alter schauen, werde ich den wohl nicht kriegen“, lacht der 53-Jährige.

Sonntags-Gegner Ingolstadt belegt mit 37 Punkten Rang elf und hat sechs Zähler weniger auf dem Konto als der Tabellenfünfte Schwenningen. Mit 67 Toren haben die Panther die schwächste Offensive der Liga. Am 26. November zogen die Wild Wings bei den Schanzern allerdings mit 3:5 den Kürzeren. Cortina: „Damals war bei uns nach einem Drittel die Energie weg. Das sollte uns diesmal nicht passieren, da wir schon am Donnerstag in Köln spielen und einen Tag mehr Ruhepause haben.“

Kölner Haie

Bereits zum dritten Mal treffen die Wild Wings in dieser Saison auf die Domstädter, zum ersten Mal allerdings in der Kölner Lanxess Arena. Das letzte Aufeinandertreffen in Schwenningen, das die Wild Wings 1:0 gewannen, fand kurz nach dem Trainerwechsel bei den Haien von Cory Clouston zu Peter Draisaitl statt. Seither hat sich einiges getan im Rheinland. Rang acht dürfte zwar nach wie vor sehr weit entfernt von den eigenen Ansprüchen entfernt sein, die Tendenz geht aber eindeutig nach oben. Zuletzt gab es vier Siege in Folge. Das mit vielen starken Individualisten gespickte Kölner Team tritt inzwischen wieder als Einheit auf. Spielerisch passt zwar längst noch nicht alles zusammen, dafür zeigen die Haie Kampf und Einsatz. Die von Draisaitl vorgenommene Systemumstellung auf nur noch einen Forechecker zeigt langsam Wirkung. Das Team steht kompakter und die Anfälligkeit für Konter wurde reduziert. Der Rückstand auf die direkten Playoff-Ränge beträgt nur noch einen Punkt, was den Coach aber nicht interessiert. Draisaitl: „Ich schaue mir die Tabelle erst wieder an, wenn sie mir gefällt.“ (tif)

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