Regionalsport Schwarzwald TV Villingen siegt im Schongang

Drittliga-Volleyballerinnen bezwingen Bretzenheim mit 3:0 Sätzen. 650 Zuschauer sorgten für stimmungsvolle Kulisse

Volleyball, Dritte Liga, Damen: TV Villingen – TSG Bretzenheim 3:0 (25:19, 25:18, 25:21). Die Villinger Volleyballerinnen feierten am Samstag ihren sechsten Saisonsieg. Im ersten Satz war zeitweise ein Klassenunterschied zu sehen. Später bauten die Schwarzwälderinnen durch eigene Fehler den Gegner auf, der die Geschenke vor rund 650 Zuschauern auch dankend annahm. Zu einem Satzgewinn reichte es für Bretzenheim allerdings nicht.

"Wir haben ein gutes Spiel mit viel Verteidigungsarbeit gesehen. Wir haben wegen unserer Personalsorgen einiges ausprobiert. Ich bin zufrieden mit dem, was ich von meiner Mannschaft gesehen habe", sagte Villingens Cheftrainer Sven Johansson.

Auch Bretzenheims Spielertrainerin Janka Johannides war wegen der ebenfalls größeren personellen Sorgen trotz der Niederlage nicht unzufrieden. "Wir mussten vor allem im Zuspiel improvisieren. Das hat noch gut geklappt. Am Sieg der Villinger gibt es nichts auszusetzen. Auch wenn wir den 11.11. in Mainz verpasst haben, so war die Stimmung in der Hoptbühl-Halle ein nahezu gleichwertiger Ersatz."

Villingen startete wieder mit Miriam Senk im Zuspiel, Nadine Hones und Martina Bradacova auf den Außenpositionen, Michelle Feuerstein (diagonal), Nina Gass und erstmals in der Saison mit Felicitas Piossek im Mittelblock sowie Libera Sinja Kühne. Schnell setzte sich Villingen dank der druckvollen Angaben von Piossek mit 8:1 ab. Feuerstein ließ ein Ass zum 10:2 folgen und beim 15:5 war der Abstand erstmals zweistellig. Johansson gab nun den Nachwuchsspielerinnen Lisa Spomer und Amelie Nunnenmacher einen Kurzeinsatz, für den sich Spomer mit zwei Punkten bedankte. Beim 23:13 folgte eine kleine unkonzentrierte Villinger Phase, die den Gästen einige Punkte bescherte. Ein Angriff von Feuerstein sorgte schließlich für die 1:0-Satzführung.

Im zweiten Satz geriet Villingen erstmals in Rückstand (5:6), der die Mannschaft aufweckte. Ab dem 8:8 spielte nur noch der Gastgeber und setzte sich (16:9/20:12) ab. Wieder folgten gegen Ende des Satzes einige Fehler in der Annahme und zu weit geschlagene Angaben, doch mehr als drei, vier Punkte machten die Gäste in der Phase nicht. Die erneut starke Bradacova machte mit einem Lupfer den Satz zu.

Was sich in den ersten beiden Sätzen andeutete, verstärkte sich nach dem erneuten Seitenwechsel. Villingen baute mit Fehlern den Gegner auf, der plötzlich mit 5:1 führte. Bei Villingen stimmte der Abstand zum Netz nicht und zu oft gingen zwei Spielerinnen gleichzeitig auf einen Ball. Beim 5:8-Rückstand ging Hones zur Angabe und erst bei der 17:8-Führung von da wieder weg. Zweimal schlug die Angreiferin ein Ass und legte mit zwölf Punkten den Grundstein zum Sieg. Johansson brachte Ramona Wolbert für Senk, um der verletzten Zuspielerin wieder etwas Praxis zu geben. Der klare Vorsprung schmolz (21:19), bevor nach der nächsten Rotation wiederum Hones mit einem Ass den Satz und das Spiel beendete.

Stimmen zum Spiel

Felicitas Piossek: "Wir wachsen immer besser zusammen und sind schon jetzt wieder ein geiles Team. Erst unmittelbar vor dem Spiel hat mir der Trainer gesagt, dass ich in der Anfangsformation stehe. Wir müssen uns in der Liga vor keinem Gegner verstecken. Mit unseren teilweise nicht ganz glücklichen Angaben hätten wir uns fast selbst ins Straucheln gebracht. Ich hatte jedoch nie das Gefühl, dass wir einen Satz abgeben werden."

Martina Bradacova: "Wir haben gesehen, dass wir uns bei jedem Ballwechsel konzentrieren müssen. Mit Fehlern haben wir den Gegner aufgebaut und einige Punkte verschenkt. Ich glaube schon, dass wir in der Tabelle wieder ganz oben unter den besten Teams mitspielen werden. Das ist machbar."

Nadine Hones: "Wir wussten vorher, dass wir uns in der Partie nur selbst schlagen können. Das hat uns der Trainer mit auf den Weg gegeben und genau so habe ich es auch empfunden. Die Anzahl der eigenen Fehler war zu hoch. Wir haben es drauf, in der Liga wieder eine gute Rolle zu spielen. Jetzt freue ich mich auf die starken Gegner. Das motiviert besonders."

Robert Senk (Co-Trainer): "Wir haben verschiedene Optionen ausprobiert. Bei den vielen verletzten Spielerinnen mussten wir die Chance dazu nutzen. Es lief ganz gut, wobei ich froh bin, dass Ramona Wolbert wieder dabei ist. Vor allem im Training ist es schwer, mit wenigen Spielerinnen alle denkbaren Szenarien durchzuspielen."

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