Regionalsport Schwarzwald Panthers mit zwei Gesichtern

Schwenninger Basketballer zeigen Schwächen. Verletzter Behrens auf dem Weg der Besserung

Basketball, Regionalliga: Erneut fuhren die Basketballer der Wiha.Panthers einen haushohen Auswärtssieg ein, doch auch beim 82:49 bei den Crailsheim Merlins II zeigten die Doppelstädter zwei Gesichter.

Schwankungen: In den letzten Wochen schlich sich beim Tabellenführer eine Eigenart ein, die dem Trainer überhaupt nicht gefällt. Die Raubkatzen können oder wollen derzeit nicht über 40 Minuten in die Nähe ihrer Leistungsgrenze kommen. Entweder muss ihnen Panthers-Coach Alen Velcic nach schwacher Anfangsphase Feuer unter dem Hintern machen (wie in Tübingen oder Crailsheim) oder die Spieler schalten angesichts eines klaren Vorsprungs (wie im Heimspiel gegen Karlsruhe) mehrere Gänge zurück. Dennoch reichte es in den vergangenen drei Spielen zu Kantersiegen. Dies reicht dem Trainer, der sich selbst als Perfektionist bezeichnet, jedoch nicht. „Ich muss einen Weg finden, wie wir 40 Minuten lang konzentriert spielen. In der zweiten Hälfte gegen Crailsheim haben wir unsere Klasse gezeigt“, betont Velcic. In den ersten 20 Minuten zeigten die Panthers jedoch ihr anderes Gesicht – zu viele Ballverluste, schwache Arbeit unter den Brettern und schlechte Wurfquoten. Am kommenden Samstag hat die Mannschaft wieder die Chance, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Diese wird beim schweren Gastspiel beim MTV Stuttgart wohl auch zum Vorschein kommen müssen.

Herber Verlust: Zwar trugen die Panthers sowohl am Samstag als auch im Hinspiel jeweils klare Siege gegen die Merlins davon. Beim ersten Kräftemessen Ende Oktober mussten die Aufstiegsaspiranten jedoch auch einen schweren Verlust einstecken. Der US-Amerikaner Christian Behrens, der erst zwei Monate zuvor von Newcastle (England) in die Doppelstadt wechselte, zog sich bei einem Korblegerversuch schwere Verletzungen im rechten Knie zu. Diagnose: Kreuzband- und Außenbandriss sowie Innenbandteilriss und Meniskusschaden. Am siebten Spieltag war die Saison für den Big Man, der mit großen Erwartungen verpflichtet wurde, bereits beendet. Bis zur Verpflichtung des Kroaten Petar Madunic im Januar hinterließ die Behrens-Verletzung eine Lücke unter den Körben. „Die Verletzung von Christian war sehr schwerwiegend, weil er zu diesem Zeitpunkt immer besser in Form kam und einen guten Eindruck hinterließ“, sagt Velcic. Seit der Operation am beschädigten Knie absolviert Behrens die Reha-Maßnahmen in Schwenningen, die bisher gut verlaufen. Seit einigen Wochen kann der 26-Jährige schmerzfrei und ohne Krücken gehen. Eine Rückkehr auf das Spielfeld ist in dieser Saison allerdings wohl ausgeschlossen.

Foul-Bredouille: Rein sportlich wird Behrens nun nicht mehr vermisst. Die Verpflichtung des Centers Madunic erwies sich als Glücksgriff. Am Samstag gegen Crailsheim kam der Kroate jedoch nur zu knapp sechs Einsatzminuten. Der Neuzugang handelte sich im ersten Viertel schnell zwei Fouls ein und musste wieder auf die Bank. Im dritten Viertel kam noch ein technisches Foul hinzu, sodass Madunic nur auf sechs Minuten Spielzeit kam. Da auch Center-Kollege Davor Barovic keinen Sahnetag erwischte, griff Velcic über weite Strecken der zweiten Hälfte auf eine kleine Aufstellung, die den Merlins nach einer offenen ersten Hälfte den Zahn zog.

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