"Mit dem 0:5 sind wir gut bedient"

Rückblick auf den 23. Spieltag in der Bezirksliga Schwarzwald. 450 Zuschauer in Riedöschingen.

Fußball-Bezirksliga: (daz) Mit 16 von 18 möglichen Punkten hat Spitzenreiter SV Geisingen nach der Winterpause ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Geisingen und Gutmadingen sind aktuell klar auf Kurs Meisterschaft und Landesliga-Aufstiegsrunde.

Kein gutes Gefühl hatte Mario Maus, Trainer des FC Hochemmingen, als er die Aufwärmphase seiner Spieler vor der Partie beim TuS Bonndorf sah. „Da waren einige nicht bei der Sache und ich hatte die Befürchtung, dass wir die Aufgabe zu locker angehen.“ Maus schnappte sich die Akteure und redete ihnen ausführlich ins Gewissen. Die Worte kamen an, denn mit dem 2:1-Erfolg beim zuletzt aufstrebenden TuS Bonndorf bleibt Hochemmingen auf einem guten Kurs. „Ich bin sehr zufrieden. Meine Ansprache hat gefruchtet. Wir haben sehr konzentriert gespielt“, sagt Maus, der sich nun auf die Mittwochpartie gegen Pfaffenweiler freut.

Der FC Dauchingen zeigte zuletzt ansprechende Ansätze, auf den ersten Sieg 2018 musste die Mannschaft von Trainer Uli Bärmann aber lange warten. Am Sonntag endete die Durststrecke mit dem 3:1-Erfolg in Überauchen. „Es war über weite Strecken ein offenes Spiel. Wir haben lange Zeit zu wenig aus unseren Chancen gemacht. Überauchen war besser, als es der letzte Tabellenplatz vermuten lässt. Umso zufriedener bin ich, die drei Punkte zu haben“, fügt Bärmann an. Die nunmehr 27 Zähler sollten jedoch kein Ruhekissen darstellen. „Mit dieser Punktzahl steigst du ab. Wir sollten schon gegen Immendingen nachlegen“, fordert Bärmann.

Für den SV Überauchen wird es nach der erneuten Heimniederlage immer schwerer, die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrechtzuhalten. „Wir hatten uns viel vorgenommen und auch wieder genügend Spieler dabei. Die Enttäuschung ist groß, auch weil wir es den Gegnern zu einfach machen, zu Toren zu kommen“, sagt Trainer Frank Albrecht. Eine gute Chance zum zwischenzeitlich möglichen 2:2-Ausgleich ließ seine Elf aus, was wieder einmal die Abschlussschwäche zeigt. 19 Tore in 21 Spielen erzielten die Brigachtaler. „Wir müssen uns wieder aufrappeln. Vielleicht ist es auch nicht so schlecht, bereits am Mittwoch wieder zu spielen“, ergänzt Albrecht.

Über 45 Minuten hielt der FC Brigachtal gegen den Tabellenzweiten Gutmadingen ausgezeichnet mit, doch dann schlug der Favorit gnadenlos zu und ging mit einem 5:0-Erfolg vom Platz. „Unsere erste Halbzeit war gut. Das schnelle 0:2 hat uns das Genick gebrochen. Letztlich sind wir mit dem 0:5 noch gut bedient“, sagt Trainer Werner Bucher. Er musste fast das letzte Aufgebot auf den Rasen schicken, sodass Jugendspieler und Akteure der zweiten Mannschaft auf der Bank saßen. „Die Ausfälle lassen sich nicht kompensieren. Wir müssen den Blick wieder nach vorne richten. Es werden andere Mannschaften kommen, die eher unseren Möglichkeiten entsprechen“, fügt Bucher an.

Die torlose Punkteteilung in Riedöschingen lockte zwar 450 Zuschauer an, doch ein Zähler hilft beiden Teams im Kampf um den Ligaerhalt nicht entscheidend weiter. Die SG Riedöschingen/Hondingen zeigte zuletzt mit den 0:1-Niederlagen gegen Geisingen und Pfaffenweiler, dass es defensiv stimmt, offensiv aber weiterhin zu wenig geht. Das 0:0 gegen Riedböhringen reiht sich da nahtlos ein. Wir stehen defensiv wirklich gut, aber ohne Tore zu schießen, ist die Liga nicht zu halten. Das ist ein Kopfproblem. Wir trainieren ständig den Torabschluss, aber im Spiel sind es andere Situationen“, sagt Kapitän und Co-Trainer Björn Werhan. Im Nachholspiel am Mittwoch in Immendingen müsse es nun gelingen, Tore zu schießen. Seit 318 Minuten wartet die Elf auf ein derartiges Erfolgserlebnis.

Siegfried Andräß, Trainer der SG Riedböhringen/Fützen, fürchtet, „dass dieses 0:0 den Riedöschingern eher weiterhilft als uns“. Schließlich habe der Gegner einen Punkt mehr auf der Habenseite und ein Spiel weniger ausgetragen. „Wir waren zu Beginn die bessere Mannschaft. Aber auch wir schießen zu wenig Tore. Wir haben wenig zugelassen. Doch die Abschlussschwäche lässt sich nicht kaschieren. Zwei eigene Treffer in den sechs Spielen nach der Winterpause sagen alles aus“, so Andräß. Der Trainer ist sich sicher, dass bei einer 1:0-Führung sein Team die drei Punkte geholt hätte, doch auch Andräß erkennt: „Der Torabschluss wird zur reinen Kopfsache. Da fehlt das Selbstvertrauen. So etwas nagt an mir und an der Mannschaft.“

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