Regionalsport Schwarzwald Mario Bibic: "Wir hatten einen klaren Fahrplan"

Rückblick auf den 14. Landesliga-Spieltag. FC Furtwangen ist die Mannschaft der Stunde

Fußball-Landesliga: Nur sechs von acht Landesliga-Spielen wurden am Wochenende aufgrund des Unwetters ausgetragen. So fiel auch das Schwarzwälder Derby zwischen dem FC Schonach und dem FC 08 Villingen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Diese Partie soll am Mittwoch, 22. November nachgeholt werden. Von den ersten fünf Teams der Tabelle war nur der siegreiche FV Walbertsweiler im Einsatz. Im Tabellenkeller sorgte der SV Obereschach mit dem Sieg in Überlingen für eine Überraschung.

Die Mannschaft der Stunde ist weiterhin der FC Furtwangen. Mit dem 3:0-Erfolg in Löffingen gelang den Bregtälern bereits der sechste Sieg in Folge. „Es ist schön zu sehen, wie bei uns die Rädchen ineinandergreifen. Wir haben jetzt ein eingespieltes Team, was wir in den ersten Partien nicht hatten. Jeder Einzelne bringt sich für den Erfolg der Mannschaft ein“, würdigt Spielertrainer Markus Knackmuß den Lauf seiner Elf. Schon jetzt ist die Vorfreude auf das kommende Wochenende groß, wenn die Furtwanger Spitzenreiter Walbertsweiler empfangen. In Löffingen sah Knackmuß von seiner Mannschaft einen sehr selbstbewussten Auftritt. Außerdem waren es drei verschiedene Spieler, die die Tore erzielt haben. „Wir sind nicht mehr so leicht ausrechenbar und haben gerade beim Torabschluss in der Breite zugelegt.“ Zudem zeichnet Furtwangen ein gutes Scouting aus. Torschützen wie Jens Fichter oder die Holzapfel-Brüder aus der Kreisliga zum Landesligisten.

Der FC Löffingen hingegen tritt etwas auf der Stelle. „Furtwangen trat viel stabiler auf als wir. Uns fehlt aktuell das Selbstvertrauen. Hinzu kommt, dass einige Spieler von ihrer Normalform entfernt sind“, analysierte Trainer Tim Heine. Der Coach hat zudem auch eine Verunsicherung ausgemacht, die vor allem beim dritten Gegentreffer ganz deutlich wurde. Da spielte ein Löffinger seinem Gegenspieler den Ball genau auf den Fuß. Heine will nun schnell herausfinden, warum seine Elf den Ansprüchen hinterherläuft. „Wir haben definitiv die Qualität für mehr. Ich werde jetzt aufbauend wirken und habe den Jungs schon unmittelbar nach Spielschluss gesagt, dass wir diese Verunsicherung abstellen müssen.“ Deutlich wird zudem, dass die Löffinger aktuell ein Torabschlussproblem haben. In den vergangenen fünf Spielen gelangen nur drei Treffer. Dabei beneiden eigentlich viele Konkurrenten die Baaremer um ihr Offensivpotenzial.

Bereits am Freitagabend feierte die DJK Donaueschingen mit dem 9:0 gegen Hilzingen den höchsten Erfolg in der Landesliga-Historie. „Zu 70 Prozent haben wir den Gegner auf dem falschen Fuß erwischt. Die restlichen 30 Prozent waren einfach eine klasse Leistung“, sagt Trainer Christian Leda. Er wusste schon vorher, dass er eine bärenstarke Mannschaft zur Verfügung hat. Raphael Künstler sagte kurzfristig noch ab, was dem Coach die Qual der Wahl bei der Aufstellung etwas erleichterte. Leda ist allerdings froh, jetzt dieses Luxusproblem zu haben, denn im ersten Saisondrittel stellte sich die DJK-Elf oftmals nahezu von allein auf. Und es wird noch besser. Künstler ist am nächsten Spieltag wieder dabei. Auch Max Schneider drängt zurück in die Anfangself. Zudem hat Torhüter Steffen Vesenmayer das Training wieder aufgenommen. Leda hat erstklassige Perspektiven.

Mit dem 3:2-Erfolg in Überlingen feierte der SV Obereschach den dritten Saisonsieg und ist dank der anderen Ergebnisse der große Gewinner im Tabellenkeller. „Wir hatten einen klaren Fahrplan, an den wir uns weitgehend gehalten haben. Auch der Rückstand hat uns nicht umgeworfen. Wir haben die Räume gesucht und gefunden. Überlingen hatte zwar mehr Ballkontrolle, aber wir haben das Spiel kontrolliert“, blickt Trainer Mario Bibic zufrieden zurück. Bibic sah eine geschlossene Mannschaftsleistung. Lediglich nach dem 2:3-Anschlusstreffer und einem Platzverweis musste Obereschach kurzfristig um die drei Punkte zittern. Jetzt soll es endlich auch mit Heimpunkten klappen. Es bieten sich gleich zwei Chancen in Folge. Allerdings heißen die Gegner Donaueschingen und F.AL.. Bibic hat auch dafür schon wieder seinen Fahrplan erstellt.

Nach dem 0:3 in Salem kommt die DJK Villingen weiterhin nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Bislang steht nur ein Saisonsieg auf der Habenseite. „Erschreckend war für mich, dass wir über 90 Minuten keine echte Torchance herausgespielt haben. So haben wir nie einen Zugriff auf das Spiel bekommen. Der Sieg von Salem geht absolut in Ordnung“, musste Trainer Ralf Hellmer eingestehen. Für ihn war das Spiel die logische Folge der Trainingsarbeit, bei der oft Spieler fehlen, wobei Hellmer die schulischen oder beruflichen Gründe akzeptiert. Hellmer appellierte noch in Salem an seine Spieler und versuchte sie aufzubauen. Hellmer: „Wir müssen für die restlichen drei Partien bis zur Winterpause alle Kräfte und Körner bündeln. Die Jungs müssen nochmals alles geben.“ Die DJK hat bislang magere 13 Treffer erzielt und damit in diesem Bereich die mit Abstand schwächste Ausbeute. Eine Maßnahme wird sein, Patrick Haas wieder einzubauen, um mehr Durchschlagskraft zu erzielen.

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