"Hoffentlich nur ein einmaliger Ausrutscher"

Rückblick auf 19. Spieltag in der Bezirksliga. Trainer kommentieren Leistungen ihrer Teams

Fußball, Bezirksliga: Der Tabellenzweite FC Königsfeld musste zum Jahresauftakt in der Bezirksliga einen Rückschlag hinnehmen. Zuhause gegen die SG Riedböhringen/Fützen setzte es eine 1:4-Niederlage. Entsprechend unzufrieden äußerte sich der Königsfelder Trainer Jörg Holik: „Wir hatten uns definitiv mehr ausgerechnet und wollten etwas Zählbares aus der Partie mitnehmen. Allerdings hat meine Mannschaft nie ins Spiel gefunden. Die SG wollte den Sieg mehr als wir. Ich hoffe, dass dieses 1:4 ein einmaliger Ausrutscher war.“ Um schnellstmöglich in die Erfolgsspur zurückzufinden, gelte es laut Holik, sich auf alte Stärken zu berufen. „Wir müssen an den Dingen arbeiten, die uns in der Hinrunde ausgezeichnet haben. Das spielerische Niveau muss wieder verbessert werden“, so der Königsfelder Coach. Der Schlüssel zum Erfolg sei, dass „wir mit Ruhe und Geduld weiterarbeiten“.

Trainerkollege Frank Berrer von der SG Riedböhringen/Fützen sieht das Ganze natürlich anders. Er war nach dem Auswärtserfolg in Königsfeld mehr als zufrieden. „Unsere Hartplatz-Taktik ist voll aufgegangen. Hier kam uns ein spielerisch starkes Team aus Königsfeld entgegen. Wir haben das Spiel mehr angenommen als der Gegner“, sagte der Übungsleiter der Spielgemeinschaft. Vor allem nach der dürftigen Vorbereitung im Winter komme der Erfolg in Königsfeld laut Berrer überraschend. „Die Winterpause lief bei uns nicht optimal. Die Mannschaft war auch wegen zweier Verletzungen alles andere als eingespielt“, blickt er zurück. Bei der neulich stattgefundenen Vereinssitzung machte Berrer deutlich, dass er in der Tabelle vor allem nach hinten schaue. „Die hintere Region ist gefährlich nah. Zunächst gilt es Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. In den kommenden Wochen werden wir uns deshalb nach unten orientieren.“ Wegen Rückenproblemen länger ausfallen wird weiterhin Jörg Fetz. Auch Dominik Kienzler muss aufgrund einer muskulären Verletzung zwei bis drei Wochen pausieren.

Nach dem 2:2 vor einer Woche im Kellerduell gegen den FC Schönwald wartete mit dem SV Hinterzarten der nächste Gegner aus der unteren Zone auf den SV Grafenhausen. Mit einem 4:0-Heimsieg setzte die Mannschaft von Trainer Roberto Wenzler ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf. „Endlich haben wir hinten mal kein Tor gefangen, nachdem es in der Hinrunde zu viele Gegentore hagelte. Der Gegner kam trotzdem zu guten Torszenen, doch unser Torhüter zeigte zweimal eine gute Reaktion. In der Offensive waren wir schon immer für einen Treffer gut“, blickt der Coach des Schlusslichts zurück. In der Begegnung gegen den Drittletzten aus Hinterzarten war der Schlüssel zum Erfolg auf jeden Fall die gute Defensivleistung. „Wir wissen dieses Spiel gut einzuordnen. Es war nur ein kleiner Schritt, weitere müssen folgen. Es muss jetzt vernünftig weitergearbeitet werden“, mahnt Wenzler zur Vorsicht. Florian Haselbacher wurde gegen Hinterzarten in der zweiten Halbzeit vorzeitig ausgewechselt. Nach Aussage von Wenzler sei dies aber nur eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. „Er war angeschlagen, doch eine schlimmere Verletzung ist eher unwahrscheinlich“, so der Grafenhausener Trainer.

Die Punkteteilung beim 1:1 gegen den FC Hochemmingen verleiht dem FC Schönwald Auftrieb. „Den Zähler nehmen wir mit. Unsere Vorgabe, kompakt zu stehen und gegen ein spielstarkes Team aus Hochemmingen wenig zuzulassen, ging auf“, freut sich Trainer Alexander Schätzle. Die Einstellung innerhalb der Mannschaft stimme dem Übungsleiter zufolge ohnehin. „Wir denken von Spiel zu Spiel. Dieses Erfolgserlebnis gibt den Jungs sicher Schwung für die Zukunft.“ Seine Mannschaft ging nach 18 Minuten sogar in Führung. Schätzle: „In den zweiten 45 Minuten machte der FC Hochemmingen enormen Druck. Wir konnten kaum für Entlastung sorgen. Die Schlussphase, in der der Gegner zum Ausgleich kam, wurde hitziger.“ Lobenswert fand der Schönwälder Trainer die Schiedsrichterleistung. „Der Unparteiische hatte das Spiel gut im Griff und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.“

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