Regionalsport Schwarzwald Fußball-Kreisliga A 1: „Haben die Leidenschaft ausgepackt“

Trainer Franz Ratz lobt seine Spielgmeinschaft

Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Während der FC Fischbach am Samstag nach dem 1:1 bei Verfolger DJK Villingen II die Meisterschaft und den Bezirksliga-Aufstieg feierte, wird der Kampf um Platz zwei, der zu den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga berechtigt, wohl erst am vorletzten Spieltag entschieden. Die DJK Villingen II geht mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf Verfolger FC Weilersbach in die letzten drei Partien. Alles spricht für die Villinger. Da die erste Mannschaft der DJK seit dem vergangenen Wochenende in der Landesliga wieder auf einem Abstiegsplatz steht, ist die Teilnahme der DJK II an den Aufstiegsspielen allerdings keineswegs sicher, denn beide DJK-Mannschaften dürften nicht zusammen in der Bezirksliga spielen. Klarheit herrscht bereits am 2. Juni, wenn die Landesliga die Saison abschließt. Der letzte Spieltag in der Kreisliga wird am Samstag, 9. Juni, ausgetragen.

Beim FC Weilersbach beschäftigt sich aktuell keiner damit, dass die Elf bei einem Abstieg der DJK Villingen I möglicherweise als Tabellendritter noch in die Bezirksliga-Aufstiegsrunde rutscht, was laut Spielordnung möglich wäre. „Wir wollen Platz drei halten und schauen nur auf uns“, sagt Nunzio Pastore, Trainer des FC Weilersbach. Seine Elf musste am Wochenende in der dritten Minute der Nachspielzeit in Tannheim noch den 3:3-Ausgleich hinnehmen. „Darüber bin ich noch heute böse. Dem Tor ging ein klares Foulspiel voraus. Dass Tannheim weitergespielt hat, ist legitim. Aber der Schiedsrichter muss da eingreifen“, ärgert sich Pastore. Für ihn war in der Saison ein Angriff auf die ersten zwei Plätze schier unmöglich. „Wir haben und hatten zu viele verletzte Spieler. Um ganz oben mitzuspielen, musst du fast immer in Bestbesetzung antreten.“

Lange Zeit hatte sich der VfB Villingen noch Hoffnungen auf Platz drei gemacht, doch bei sechs Punkten Rückstand scheint der Zug abgefahren. „Wir spielen zwar noch in Weilersbach, doch es wird kaum reichen“, sagt Trainer Toni Szarmach, der beim jüngsten 1:1 auf dem eigenen Platz gegen den Vorletzten, SG Buchenberg, vom Gegner angetan war. „Buchenberg hat sehr gut und in keiner Phase wie ein möglicher Absteiger gespielt. Da kann ich nicht ganz nachvollziehen, wieso diese Mannschaft so in Schwierigkeiten steckt“, ergänzt Szarmach. Szarmach und die VfB-Anhänger mussten bis zur 90. Minuten warten, bevor den Gastgebern noch der Ausgleich gelang. „Jetzt sollten wir noch fleißig punkten und zumindest Rang vier ins Ziel bringen“, nennt Szarmach die Ziele für die kommenden drei Partien.

Vor der Saison war sich Christoph Raithel, Spielertrainer des FC Tannheim, nahezu sicher, dass 38 Punkte sicher zum Klassenerhalt reichen würden. Nach dem 3:3 gegen Weilersbach hat seine Elf diese 38 Punkte und sind rechnerisch noch nicht durch. „Der Punkt kann noch sehr wertvoll sein. Wir haben auch beim 2:3-Rückstand immer an uns geglaubt und uns mit dem späten Ausgleich belohnt“, resümiert Raithel. Er hofft, dass die Mannschaft schon im nächsten Spiel bei Hajduk auch rechnerisch alles klar macht und die Elf die letzten Spiele gegen Triberg und in Rietheim ohne Druck aufspielen kann. Wie Weilersbachs Trainer Pastore fand auch Raithel am Sonntag einige Entscheidungen des Schiedsrichters schwer nachvollziehbar.

Ein kleiner Befreiungsschlag, aber noch längst nicht die Rettung, gelang der SG Vöhrenbach/Hammereisenbach mit dem 4:0-Erfolg gegen Hajduk. „Wir haben wirklich guten Fußball gespielt. Offenbar haben die Spieler erkannt, was jetzt geordert ist. Wir haben die Leidenschaft ausgepackt und vom Gegner wenig zugelassen. Das war richtig gut. Auch dass wir zu Null gespielt haben, war ausgezeichnet“, freut sich Trainer Franz Ratz. Er glaubt, dass noch ein Sieg aus den letzten drei Partien für ein zweites Jahr in der Liga reichen sollte. Ratz: „Wenn es meine Mannschaft gut mit mir meint, holt sie diese Punkte schnell.“

Nach acht Spielen ohne Sieg ist der FC Kappel in der Tabelle weit abgestürzt. Dass die Elf noch nicht auf einem Abstiegsplatz steht, lässt Trainer Kai Bommer nicht gelten. „Schon am Mittwoch wird beim Nachholspiel Schönwald gegen Neukirch eine Mannschaft an uns vorbeiziehen. Wir sind da, wo wir nicht hin wollten“, zeigt Bommer auf. Für ihn ist es nicht einfach, die Gründe für den Absturz zu finden. „Wir hätten auch gegen Peterzell zur Halbzeit 3:0 führen müssen. Stattdessen gehen wir mit einem 0:2 vom Platz. Wir schaffen es nicht, über 90 Minuten eine konstante Leistung abzurufen. Wir haben jetzt zwei Heimspiele. Da muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Es ist noch nicht zu spät, aber es bleibt auch nicht mehr viel Zeit“, so Bommer.

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