„Fast nicht mehr konkurrenzfähig“

FC Bad Dürrheim steckt weiterhin im Tabellenkeller fest. Personalsorgen werden immer größer

Fußball-Verbandsliga: (daz) Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen kassierte der FC Bad Dürrheim am Sonntag wieder eine Niederlage. Es war die zehnte im bisherigen Saisonverlauf und sie fiel mit 0:3 beim FV Lörrach-Brombach zudem auch deutlich aus. „Durch die zahlreichen Spielerausfälle waren wir chancenlos. Bei Lörrach sitzen acht Spieler auf der Bank. Da kommt durchaus etwas Neid gegenüber meinen Trainerkollegen auf“, sagt Bad Dürrheims Trainer Reiner Scheu.

Für die Kurstädter bleibt der Kampf um den Klassenerhalt wohl bis zum letzten Spieltag ein Tanz auf der Rasierklinge. Noch neun Spiele stehen aus und das Personal wird immer weniger. Viele Akteure müssen komplett durchspielen, was den Leistungen nicht zuträglich ist. „Bei einigen wird der Atem immer kürzer. Ich würde manch einem gerne eine Pause geben, aber es geht einfach nicht. Wir sind mit unserer aktuellen Personalsituation fast nicht mehr konkurrenzfähig“, betont Scheu.

Platz zwölf und 20 Punkte der Bad Dürrheimer sehen optisch weiterhin gut aus, doch bei bis zu fünf Absteigern ist nach dem 25. Saisonspiel gerade noch ein Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz übrig geblieben. Schon das nächste Heimspiel gegen den Tabellensechsten Radolfzell wird zur Herkulesaufgabe. Ganz zu schweigen von der anschließenden Reise zu Spitzenreiter SV Linx.

Gefragt sind bei Bad Dürrheim jetzt Typen, die voran gehen und die den unbedingten Siegeswillen in die Mannschaft tragen. Nico Tadic wäre so ein Spieler, doch er ist verletzt und absolvierte am vergangenen Freitag nur ein kurzes Training. Ein Kandidat für diese Rolle wäre auch Jonas Schwer, der jedoch nach seiner langen Verletzungspause möglicherweise etwas zu früh wieder eingestiegen ist und am Sonntag nach 45 Minuten erneut verletzt passen musste. Auch Patrick Detta taugt für die Rolle des Antreibers, wäre da auch bei ihm nicht das Verletzungspech. Aktuell ist Detta auf einem guten Weg, erstmals eine Halbserie verletzungsfrei zu absolvieren.

Eine mögliche Rückkehr zeichnet sich aktuell wohl nur bei Joshua Woelke ab. Sie wäre ebenso wie ein Comeback von Sime Fantov gerade für den Offensivbereich enorm wichtig. So aber kann Scheu nur von Woche zu Woche planen. Immerhin gibt es in der Liga einige Teams, die ähnliche Sorgen haben und nicht aus dem Tabellenkeller kommen. Acht Mannschaften kommen für die fünf Abstiegsplätze in Frage. Ob die Kurstädter weiterhin in der Verbandsliga bleiben, wird wohl erst am 3. Juni feststehen, wenn der letzte Spieltag absolviert ist.

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