„Damit lässt sich gut leben“

Der Schwarzwald-Marathon feierte am Sonntag ein gelungenenes Jubiläum. Im SÜDKURIER-Interview zieht Frank Kliche, Chef des Organisationskomitees, Bilanz

Die Jubiläumsveranstaltung mit dem 50. Lauf ist Geschichte. Was bleibt bei Ihnen persönlich haften?

Viele positive Erinnerungen. Dank der vielen Helfer haben wir eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt, die uns viel Lob eingebracht hat. All das bestärkt uns in unserer Arbeit.

Gibt es auch Rückmeldungen der Läufer?

Auch da überwiegt das Positive. Viele Teilnehmer haben die gute Strecke und auch unsere Arbeit im Start- und Zielbereich sowie an der Strecke gelobt. Ganz nebenbei hat das Wetter wieder mitgespielt. Der Wettergott ist offenbar auch ein Marathonläufer.

Ein Jubiläum ist immer etwas Besonderes. Wie schwer oder leicht ist es jetzt, wieder auf Normaltemperatur herunter zu schalten?

Das wird einige Zeit brauchen. Wir hatten in der Vorbereitung zuletzt alle nochmals einige Gänge höher geschaltet. Nun gilt es wieder aufzuräumen und das nächste Jahr vorzubereiten.

Es gibt immer wieder unterschiedliche Zahlen bei den gestarteten Läufern. Sie sprachen vor dem Nachmeldeschluss am Sonntag von 2800 mit Tendenz Richtung 3000. In den Ergebnislisten tauchen allerdings nur rund 2300 bis 2400 Starter auf. Was stimmt?

Die 2800 rund eineinhalb Stunde vor dem Lauf stimmen. Das waren die Anmeldungen. Offenbar sind einige nicht gekommen. Ausfälle gab es nur drei, wobei hier die Sanitäter zur Stelle waren und es keine schwereren Sachen waren.

Lassen sich die Teilnehmerzahlen halten oder gar steigern?

Wir sind nicht blauäugig. Die Jubiläumsveranstaltung war eine besondere Geschichte. Wahrscheinlich lässt sich die Zahl von 2800 nicht wiederholen. Aber wenn wir 2300 oder 2400 Teilnehmer in Bräunlingen haben, wäre das auch in Ordnung.

Wie hoch ist der Etat für den Lauf?

Zu Zahlen sage ich nichts. Wir sind im sechsstelligen Bereich. Das ist aber kein Gewinn, denn wir haben viele hohe Ausgaben.

Was lässt sich 2018 besser machen?

Wir werden in zwei Wochen in einer Art Manöverkritik den Lauf auswerten und analysieren. Danach lässt sich sagen, was wir übernehmen oder ändern wollen. Wir müssen auf die Kosten achten. Klar ist schon jetzt, dass sich 2018 nichts an den Startgebühren ändern wird.

Ohne die rund 600 Helfer ist die Veranstaltung undenkbar. Wie schwer ist es, diese Helfer zu gewinnen?

Wir sind glücklicherweise in einer Situation, dass wir uns diesbezüglich keine Sorgen machen müssen. Daher gilt mein Dank an jeden einzelnen dieser Helfer.

Bleibt es bei der Philosophie, auf die internationalen Top-Läufer zu verzichten?

Ein eindeutiges Ja. Wir werden keine Gelder zahlen. Wir haben in unserer Region genügend gute Athleten, die wir gerne in Bräunlingen begrüßen.

Denken Sie an Veränderungen an der Strecke?

Wenn, dann nur kleine Veränderungen. Sobald in Bräunlingen die Bauarbeiten abgeschlossen sind, ist auch der Durchlauf durch das Stadt-Tor immer ein Thema.

Sie haben den Lauf zum vierten Mal federführend organisiert. Haben Sie sich ein persönliches Zeit-Limit gesetzt?

Nein, denn es macht mit dem großen Helferteam im Rücken einen großen Spaß. Vielleicht lässt sich noch was draufpacken, vielleicht gibt es auch neue Ideen. Ich glaube, da ist in einigen Bereichen noch Luft nach oben.

Demnach ist Ihr Fazit rundum positiv?

Ja, auch wenn es immer Meckerer gibt. Wenn 2300 Läufer zufrieden und zehn unzufrieden sind, dann lässt sich damit gut leben.

Fragen: Dietmar Zschäbitz

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