Regionalsport Schwarzwald Aufsteiger hofft auf nächsten Coup

TV St. Georgen erwartet starken TuS Schutterwald. Voller Selbstvertrauen gegen Ex-Bundesligisten

Handball, Südbadenliga: TV St. Georgen – TuS Schutterwald (Samstag, 19.30 Uhr). (sle) Nach dem Auswärtscoup in Elgersweier möchte der TV St. Georgen gegen den Tabellenzweiten aus Schutterwald den ersten Heimsieg feiern.

Die Gäste verpassten in der vergangenen Saison als Vizemeister in der Relegation den Aufstieg in die Oberliga nur knapp. Im Sommer mussten die Schutterwälder mit Florian und Michael Herzog auch Sven Gieringer an Ligakonkurrent HGW Hofweier abgeben. Die drei schossen in der vergangenen Saison über 40 Prozent der Schutterwälder Tore. Kompensieren möchten die Ortenauer um ihr neues Trainergespann Karlheinz Wolpert und Nico Baumann dies vor allem mit den erfahrenen Neuzugängen Christoph Baumann und Sascha Ehrler. Hinzu kommen mit Felix und Tim Heuberger, den Söhnen des ehemaligen Bundestrainers Martin Heuberger, zwei weitere erfahrene Stützen. Das Gesicht des TuS Schutterwald in dieser Saison ist geprägt von einer gesunden Mischung aus höherklassig-erfahrenen Spielern und erfolgshungrigen Talenten. Die Mannschaft funktioniert sehr gut, das belegen die drei Siege in drei Spielen.

Auch Liga-Neuling St. Georgen muss sich keinesfalls verstecken. Immerhin bezwangen die Bergstädter vergangenen Samstag mit dem HC Hedos Elgersweier ein Team, das ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis zählt. „Ein frühes Erfolgserlebnis war extrem wichtig. Wir agieren noch zu oft zu zögerlich. Mit wachsendem Selbstvertrauen rücken wir näher an unser eigentliches Leistungsvermögen, das uns für jede Mannschaft gefährlich macht“, sagt Trainer Jürgen Herr.

Verzichten müssen die „Jungs vom Roßberg“ in diesem Spiel auf die Dienste von Jannik Waller, der sich auf Geschäftsreise befindet. Mit Mario Müller und Niclas Grieshaber stehen Herr aber zwei weitere Alternativen wieder zur Verfügung. In der Partie gegen Elgersweier war eine deutliche Steigerung in der Defensive zu sehen. Diesen Trend wollen die Bergstädter im zweiten Heimspiel der Saison fortsetzen.

Ein wesentlicher Faktor könnte die St. Georgener Roßberghalle werden. „Vergangenes Wochenende nahmen rund 50 Fans die einstündige Fahrt nach Elgersweier auf sich und schafften schon fast eine Heimspielatmosphäre. Eine lautstarke Halle, gepaart mit einem erneut kämpferischen Auftritt unserer Mannschaft könnte die Roßbergsporthalle wiederholt in einen echten Hexenkessel verwandeln“, zeigt sich Abteilungsleiter Matthias Flaig glücklich über die Zuschauerresonanz. Die Fans jedenfalls dürfen gespannt sein, wie sich die St. Georgener gegen den ehemaligen Bundesligisten schlagen.

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