Regionalsport Hochrhein Zu magere Ausbeute für den FSV Rheinfelden

Fußball-Landesliga: Nur ein 1:1 gegen den FC Freiburg-St. Georgen. Anton Weis trifft wenigstens noch zum Ausgleich

Fußball-Landesliga: FSV Rheinfelden – FC Freiburg-St. Georgen 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 (16.) N. Greitzke; 1:1 (57.) Weis. – SR: Julian Seifermann (Baden-Baden). – Z.: 70.

Vielleicht hätten es alle Akteure des FSV Rheinfelden bei den Platzbedingungen auf dem Kunstrasen des Warmbacher Europastadions so machen sollen wie Anton Weis. Der Rheinfelder Spielertrainer schnappte sich nach knapp einer Stunde den Ball und zog aus 20 Metern in halbrechter Position einfach mal ab. Wie an der Schnur gezogen wurde der Ball immer schneller. Marco Braun im Tor der Gäste war chancenlos. Anton Weis jubelte mit seinen Mannschaftskollegen über den verdienten Ausgleich.

Mehr war allerdings nicht drin für die Gastgeber. Das ärgerte Weis: „Wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt. Das ist zuletzt oft unser Manko gewesen.“ Gegen den FC Freiburg-St. Georgen, einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, tut diese Abschlussschwäche natürlich besonders weh. Weis: „Unser Ziel vor der Partie waren drei Punkte. Damit hätten wir den FC Freiburg-St. Georgen hinter uns gelassen und wären auf einem Nichtabstiegsplatz.“

Fast in Bestbesetzung hatte der FSV Rheinfelden antreten können. Nur Patrick Baumgartner hatte passen müssen. Er fällt wegen seiner Verletzung an der Ferse wahrscheinlich sogar für mehrere Spiele aus.

Die Gastgeber begannen engagiert und vor allem offensiv. In der ersten Hälfte hielten die Gäste aber dagegen. Nicolas Greitzke scheiterte nach sieben Minuten nur knapp. Fast im Gegenzug konnte Weis allerdings eine schöne Flanke von Besart Cibukciu nicht verwerten. Auch Bilal Yusuf Cam war kurz darauf kein erfolgreicher Abschluss gegönnt. Torwart Marco Braun parierte seinen Schuss.

Besser machten es die Gäste. Nicolas Greitzke nahm einen Steilpass auf und ließ FSV-Keeper Dany Quintero keine Chance (16.). Bis zum Wechsel war die Partie ausgelichen. Kurz vor der Pause entschärfte Quintero noch einen Freistoß von Alexander Greitzke.

In der Kabine hatte FSV-Trainer Marc Jilg seine Männer nochmals eingeschworen. „Wir haben uns vorgenommen, mehr Risiko zu gehen“, so Weis. Die Rheinfelder nahmen die Appelle ihrer beiden Chefs ernst und beherrschten das Geschehen in der zweiten Hälfte. Völlig verdient deshalb der Ausgleich durch Anton Weis höchstpersönlich.

Mehr Tore gelangen den Gastgebern aber nicht mehr. Nach einer Flanke von Cam schrammten alle Rheinfelder am Ball vorbei. Auch ein Schuss von Eren Salli verfehlte nur knapp das Tor. Asip Smailji schließlich brachte den Ball ebenso wenig im Tor unter.

Anton Weis ärgerte sich nach dem Schlusspfiff über das Remis: „Ein Punkt ist deutlich zu wenig. Jetzt müssen wir mindestens eines unserer beiden Spiele bis zur Winterpause noch gewinnen. Wir wollen auf jeden Fall auf den fünftletzten Platz.“ Das wäre der sichere erste Nichtabstiegsrang.

FSV Rheinfelden: Quintero – Marra, Cibukciu, Murawski (84. Schreiner), Eschbach – Weis, Salli, Smailji, Beltrani – Cam (78. Zieonjie), Stangl.

 

Interview von SÜDKURIER-Sportredakteur Gerd Welte mit Fabian Schreiner vom FSV Rheinfelden nach dem 1:1 gegen den FC Freiburg-St. Georgen

"Der letzte Punch fehlt uns einfach"

Mit seinen 28 Jahren zählt Lucas Eschbach zu den erfahrenen Spielern des FSV Rheinfelden. Einst war er mal der "Sechser" im Team, jetzt ist er in der Viererkette des Landesligisten als Defensivmann so gut wie gesetzt. Nach dem 1:1 gegen den FC Freiburg-St. Georgen war er nicht in Feierlaune.

Lucas, das Remis heute hilft im Kampf gegen den Abstieg nicht wirklich weiter.

Stimmt. Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Mit einem Sieg wären wir an unserem oberen Tabellennachbarn vorbei gezogen. Jetzt bleiben wir Viertletzter. Normalerweise müsste das reichen, um nicht abzusteigen. Aber wir wollen auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz in die Winterpause. Dazu müssen wir auf alle Fälle noch einen Rang gut machen.

Woran hat es denn gelegen, dass es nicht für einen Sieg reichte?

Uns fehlt der letzte Biss, um das entscheidende Tor zu machen. Es genügt eben nicht, das Spiel zu bestimmen. Wir treffen vorn nicht. Der letzte Punch fehlt uns da einfach.

Hinten steht der FSV Rheinfelden in der Regel relativ sicher. Oder täuscht der Eindruck?

Wenn wir komplett sind, stimmt das. Die 4:5-Niederlage vor einer Woche beim FC Waldkirch war ein Ausrutscher. Ohne diesen Ausrutscher hätten wir die dritt- oder viertbeste Abwehr der Liga.

Fragen: Gerd Welte

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