Regionalsport Hochrhein Unwetter beendet Derby beim SV BW Murg

Fußball-Kreisliga A-Ost: Schiedsrichter Fehrenbach bricht Partie gegen SV 08 Laufenburg II beim Stand von 0:0 nach 40 Minuten ab

Fußball-Kreisliga A-Ost: – Donner, Blitz, Hagel, Sturmböen und Dauerregen. Land unter in Murg. Nach 40 Minuten beendete Schiedsrichter Rudi Fehrenbach (Höchenschwand) das kleine Derby zwischen dem SV BW Murg und SV 08 Laufenburg II beim Stand von 0:0. Schon nach 33 Minuten hatte der Unparteiische die Akteure in die Kabine gebeten. Nach dem zweiten Versuch, die Partie doch noch zu Ende zu bringen, war endgültig Schluss. Petrus kannte kein Pardon. Es blitzte, donnerte und regnete weiter.

Dabei hatte beim Anpfiff alles noch gut ausgesehen. Es klarte sogar auf, in der Ferne schob die Sonne ein paar Strahlen an den dunklen Wolken vorbei. Der Wind blies dabei unaufhörlich weiter und trieb weitere dicke Wolken heran. Es wurde zunehmend dunkler. Das Flutlicht wurde bereits eingeschaltet. Bis es über dem Kunstrasen los brach. Der Himmel schien seine Schleusen zu öffnen. Im Nu war der Platz mit Pfützen übersäht. Die Bedingungen wurden immer schlechter. Ein vernünftiges Fußballspiel war nicht mehr möglich. "Die Sicherheit der Spieler geht vor. Der Ball ist ja nicht mehr richtig gerollt, das hätte nichts mehr gebracht", begründete Fehrenbach seine Entscheidung", da können die Zuschauer lange schreien, das bisschen mache doch nichts."

Laufenburgs Spielertrainer Thomas Scherzinger monierte erst einmal: "Mittlerweile sind wir alle verweichlicht. Vor 15 Jahren hätte man so ein Spiel nicht abgebrochen." Im zweiten Atemzug gestand er jedoch, dass wahrscheinlich alles nur noch dem Zufall überlassen worden wäre. Er mutmaßte, dass der Spielabbruch wohl dem SV BW Murg zu Gute gekommen sei. Scherzinger: "Wir hätten in der zweiten Hälfte den Wind im Rücken gehabt." Seine Elf hielt das 0:0 bei starkem Gegenwind.

Scherzinger scherzte nach dem Duschen schon wieder: "Zu null – zum zweiten Mal. Ist doch toll." Ärgerlich sei nur, dass seine Elf nach der Absage der Partie in Weizen vergangene Woche nun schon zwei Spiele nachholen muss. Trainer Sven Oertel vom SV BW Murg befand die Entscheidung des Schiedsrichters als absolut richtig: "Es hat derart geschüttet, es hätte keinen Spielfluss mehr gegeben."

Vielleicht war er froh darüber. Denn auch mit Windunterstützung brachte seine Elf in den 40 Minuten bis zum Abbruch nicht viel zustande. Ob's besser geworden wäre, bleibt zu bezweifeln. So fangen beide Teams im Nachholspiel wieder von null an.

 

"Spielabbruch war absolut richtig"

Im zweiten Jahr ist Sven Oertel (36) Trainer beim SV BW Murg. Er kam über Amicitia Riehen/Schweiz und die Spvgg. Brennet zu den Blau-Weißen.

Sven, kam euch der Spielabbruch eher entgegen, so wie es zurzeit läuft?

Der Abbruch war absolut richtig. Wie's sportlich läuft, sieht man ja am Tabellenplatz.

Das Team hatte andere Ansprüche. Was ist los?

Nach zwei Siegen am Anfang hatten wir einen Einbruch. Es sind mehrere Faktoren: Schichtarbeit, Studenten. Wir können nicht regelmäßig so trainieren, wie wir uns das wünschen. Der Konkurrenzkampf fehlt ein bisschen, die zehn Prozent, die wir bräuchten. Natürlich fehlt dann auch das Glück.

Was heißt das für nächsten Spiele?

Punkten. Nächstes Wochenende in Weizen wird es auch nicht eben einfach. In den vergangenen Spielen habe ich einen Aufwärtstrend gesehen. Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Mannschaft Qualität hat. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, alte Tugend zeigen, dann kommen wir da unten raus.

Von einem Spitzenplatz ist sicher keine Rede mehr.

Nein. Wir müssen so schnell wie möglich Punkte sammeln. Dafür müssen wir viel arbeiten. Wir kriegen nichts geschenkt.

Fragen: Michael Neubert

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