Regionalsport Hochrhein Schluchseelauf: Benedikt Hoffmann schafft das Triple - Mit vielen Bildern und Videos!

34. Schluchseelauf der LG Hohenfels mit 4700 Teilnehmern. In absoluter Top-Form präsentiert sich Stefanie Doll vom SV Kirchzarten. Sie läuft bei den Frauen einen einsamen Start-Ziel-Sieg heraus und verbessert den drei Jahre alten Rekord von Ingalena Heuck (May Running Team) um 1:27 Minuten auf eine neue Bestmarke von 1:07:35 Stunden

Leichtathletik: – Rekord verpasst, aber Triple geschafft – Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn riss schon 50 Meter vor dem Ziel des 34. Schluchseelaufs der LG Hohenfels die Arme in die Höhe. Zum dritten Mal hintereinander absolvierte er die 18,2 Kilometer lange Runde um den See als Schnellster. Während er aber vergangenes Jahr die magische Ein-Stunden-Marke knackte und die neue Bestmarke auf 59:13 Minuten setzte, musste er sich diesmal mit 1:00:24 Stunden „begnügen“.

In absoluter Top-Form präsentierte sich Stefanie Doll vom SV Kirchzarten. Sie lief bei den Frauen einen einsamen Start-Ziel-Sieg heraus und verbesserte den drei Jahre alten Rekord von Ingalena Heuck (May Running Team) um 1:27 Minuten auf eine neue Bestmarke von 1:07:35 Stunden.

Das Siegertrio (von links): Omar Tareq aus Laufenburg (2.), Benedikt Hoffmann (Sieger) und Peter Fane aus Hüfingen als Dritter.
Das Siegertrio (von links): Omar Tareq aus Laufenburg (2.), Benedikt Hoffmann (Sieger) und Peter Fane aus Hüfingen als Dritter. | Bild: Gerd Welte

Hoffmann war trotz des verpassten Rekords zufrieden. Als Mitglied der Berglauf- und Ultralauf-Nationalmannschaft war der Schluchseelauf dieses Mal für ihn eine Zwischenstation. Vor einer Woche war er noch bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft in Düsseldorf unterwegs, und vom Schluchsee geht’s fast schnurstracks zum 100-Kilometer-Lauf in Florenz. Auf der Seerunde im Schwarzwald lief er zunächst in einer Gruppe dem Explosiv-Starter Omar Tareq aus Laufenburg hinterher. Erst nach Rennhälfte schloss Hoffmann auf und nutzte dann einen Anstieg zum entscheidenden Angriff, so dass er Tareq noch um eine Minute distanzierte.

 

Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbonn gewinnt zum dritten Mal hintereinander den Schluchseelauf

 

Omar Tareq kommt als Zweiter des Hauptlaufs ins Ziel.

 

Auf Rang drei lief der Hüfinger Peter Fane. Fünfter wurde der Eichener Simon Dörflinger vom May Running Team (1:02:01) vor Estelberglauf-Sieger Pekka Roppo aus Grießen. Das „finnische Kraftpaket“ war in 1:03:22 Stunden elf Sekunden schneller als 2017, als er auch Sechster wurde. Auf den siebten Rang lief der Murger Lukas Borghardt (1:03:37). Ebenfalls ein Finisher war Charly Doll aus Hinterzarten, der alle 34 Läufe um den See absolvierte und wieder die Nummer 1 trug.

Charly Dolls Sohn Benedikt, der in Kirchzarten zu Hause ist, nutzte den Schluchseelauf wieder zum Training und machte den „Hasen“ für seine Schwester Stefanie. Er ist mit den Skiern üblicherweise schneller unterwegs und hat dies im vergangenen Winter bei den Olympischen Spielen mit zwei Bronzemedaillen im Biathlon eindrucksvoll bewiesen. Außerdem ist er Weltmeister in seiner Haupt-Sportart. „Es ist aber immer wieder schön hier. Jetzt beginnen im Biathlon wieder die nationalen Lehrgänge und da passt dieser Lauf wunderbar rein“, sagte er. Gefordert war er dennoch. „Schneller hätte meine Schwester nicht laufen dürfen“, musste er gestehen. Sie hatte natürlich auch ein Wahnsinns-Tempo eingeschlagen, das sie bei ihrem einsamen Kampf gegen die Uhr bis zum Schluss durchhielt. Mit der Rekordzeit von 1:07:35 Stunden kam sie an, eine Sekunde dahinter wurde ihr Bruder Benedikt 15. der Männern.

Gemeinsam ins Ziel liefen am Schluchsee Frauen-Siegerin Stefanie Doll und ihr Bruder Benedikt.
Glückliche Finisher: Gemeinsam ins Ziel liefen am Schluchsee Frauen-Siegerin Stefanie Doll mit ihrem Bruder und Biathlon-Weltmeister Benedikt. | Bild: Gerd Welte

Stefanie Doll, die für den SV Kirchzarten läuft, gewann damit zum zweiten Mal nach 2012 am Schluchsee. „Der Sieg überrascht mich nach meiner langen Verletzungspause“, so ihr Kommentar. Vielleicht liegt’s auch daran, dass sie gegenüber 2017 etwa zehn Kilogramm weniger auf die Waage bringt. Aber keine Missverständnisse: Vor einem Jahr war sie auch schon schlank.

Vierte im Lauf der Frauen wurde Evi Polito von der LG Hohenfels (1:16:34), Siebte die Horheimerin Jeannine-Michelle Piazzalunga (1:19:56).

<strong>Stolz:</strong> Evi Polito von der LG Hohenfels wurde am Schluchsee Vierte. <em>Bild: Gerd Welte</em>
Stolz: Evi Polito von der LG Hohenfels wurde am Schluchsee Vierte. Bild: Gerd Welte | Bild: Gerd Welte

Den May 10er über 10,4 Kilometer gewann Jonathan Göppert (WSC Breisgau-Staufen) in 40:18 Minuten. Dritter wurde der Rheinfelder Niklas Boehm (42:43). Schnellste Frau war die Freiburgerin Stephanie Morath (45:05). Zweite wie 2017 wurde Ronja Bader von der LG Hohenfels. Mit 46:16 war sie sogar 37 Sekunden schneller als vor einem Jahr. Insgesamt starteten etwa 4600 Athleten – etwas weniger als 2017 (4700).

<strong>Gib alles:</strong> Es geht nichts ohne Fans, wie Mama und Töchterchen aus Görwihl beweisen. <em>Bild: Gerd Welte</em>
Gib alles: Es geht nichts ohne Fans, wie Mama und Töchterchen aus Görwihl beweisen. Bild: Gerd Welte | Bild: Gerd Welte

 

Ergebnisse, 34. Schluchseelauf

18,2 km: Männer: 1. Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn) 1:00:24 Std.; 2. Omar Tareq (TuS Stetten) 1:01:26; 3. Peter Fane (Hüfingen) 1:01:42; 4. Florian Adami (TV Riegel) 1:01:58; 5. Simon Dörflinger (May Running) 1:02:01; 6. Pekka Roppo (FIN) 1:03:22. – Frauen: 1. Stefanie Doll (SV Kirchzarten) 1:07:35; 2. Alicia Moser (USC Freiburg) 1:13:00; 3. Laura Pauli 1:16:10; 4. Evi Polito (Hohenfels) 1:16:34. 10 km: Männer: 1. Jonathan Göppert 40:18; 2. Simeon Göppert (beide WSC Br.-Staufen) 42:00; 3. Niklas Boehm (TuS Stetten) 42:43. – Frauen: 1. Stephanie Morath (FR) 45:05; 2. Ronja Bader (Hohenfels) 46:16.

Alle Ergebnisse unter: www.schluchseelauf.com

 

Warm Up

 

Start zum 34. Schluchseelauf

 

Und plötzlich sieht man nur noch die Hacken...

 

Start zum Juniors-Cup

 

"Mir hat am Ende alles weh getan"

Mit seinem zweiten Platz schaffte Omar Tareq (25) aus Laufenburg sein bisher bestes Ergebnis beim Schluchseelauf. Der Läufer des TuS Lörrach-Stetten war mit seiner Zeit von 1:01:26 Stunden eine gute Minute langsamer im Ziel als Sieger Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn.

Omar Tareq. <em>Bild: Gerd Welte</em>
Omar Tareq. | Bild: Gerd Welte

Omar, zum Start kamen Sie auf die letzte Sekunde. Sie nehmen es immer ganz locker. Sind Sie so ein cooler Typ?

Das war unsicher, ob ich hier starten kann. Ich habe mich kurzfristig dazu entschieden.

Sie humpeln jetzt ziemlich. Waren oder sind Sie verletzt?

Ja, gestern bin ich mit dem Skateboard gestürzt. Und jetzt habe ich mit meiner Hüfte Probleme.

Auch während des Rennens?

Es wurde jedenfalls mit der Zeit immer schlimmer.

Sie haben ein Wahnsinns-Tempo eingeschlagen.

Das stimmt. Ich wusste, dass ich gleich einen Vorsprung herauslaufen muss, wenn ich eine Chance gegen Benedikt Hoffmann haben wollte.

Sie haben ja auch lange geführt.

Bis nach etwa zehn Kilometern war ich vorn. Dann hat er aufgeschlossen und ist am Berg davon gelaufen. Ich mag es eben lieber flach.

Gab es keine Möglichkeit, an ihm dran zu bleiben?

Nein. Ich wurde immer langsamer. Mir hat am Ende alles weh getan.

Fragen: Gerd Welte

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