Fußball-Kreisliga A-Ost SV Albbruck: Mit Kraftakt zum Sieg

Fußball-Kreisliga A-Ost: Die Rumpfelf von Trainer Rainer Jehle erkämpft 4:3-Erfolg beim FC Hochrhein. Studinger und Steinebrunner treffen von der Bank

Fußball-Kreisliga A-Ost: – Der SV Albbruck feierte den 4:3-Erfolg beim FC Hochrhein wie einen Titelgewinn. Zwei Mal lag die Elf von Trainer Rainer Jehle nach der Pause zurück, zwei Mal glich sie aus und schafften noch den Sieg. Die beiden Joker, Daniel Studinger und Alexander Steinebrunner, entschieden die Partie für den personell zurzeit arg gebeutelten SV Albbruck.

Die Sorgenfalten bei Trainer Rainer Jehle werden bis zum Saisonende nicht mehr kleiner. Mit einer Rumpfelf war er nach Stetten gefahren. Derzeit fehlen acht Stammkräfte. Jehle gehen allmählich die Spieler aus. Die Partie der Reserve beim FC Bergalingen war extra abgesagt worden, damit die "Erste" in Stetten überhaupt spielfähig war. Dann entschieden die beiden Spieler die Begegnung von der Bank. Jehle zückte zwei Mal einen Joker, beide stachen. Dabei war Studinger an beiden entscheidenden Toren beteiligt. Er schoss das 3:3 und bereitete Steinebrunners 4:3 vor.

Die Erfolgsaussichten waren mit dieser Formation vor der Partie nicht unbedingt rosig gewesen. Umso mehr feierten die Albbrucker ihre Helden. Jehle gehen zwar die Spieler, nicht aber die Ideen aus. Seine bunt zusammen gewürfelte Elf kämpfte und rackerte. Sie hatte am Ende noch das nötige Glück. Bei der Entstehung zum 4:3 ging offensichtlich ein Foul voraus. Allerdings protestierten die Albbrucker gleichermaßen beim 3:2 des FC Hochrhein.

Die Albbrucker spürten schon den leichten Atem des Abstiegsgespensts. So sprach Jehle von einem wichtigen Sieg. Und er lobte sein Team: "Ich ziehe vor den Jungs meinen Hut, wenn man bedenkt, mit welchem Kader wir aufgelaufen sind." Sein Respekt galt vor allem den Aushilfskräften aus der Reserve. Jehle: "Ich freu' besonders mich für sie."

Es war tatsächlich ein richtiger Kraftakt des SV Albbruck, der im Verlauf der Partie Rückschläge wegsteckte: Das 1:1 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, den zweimaligen Rückstand nach der Pause nach zwei aus der Sicht des Albbrucker Anhangs zweifelhaften Toren. "Solche Spiele verlieren wir normalerweise. Heute hatten wir in der einen oder anderen Situation etwas Glück", resümierte Jehle. Es scheint fast so, als hecheln die Albbrucker Richtung Ziel. Von Platz zwei ist hier schon lange nicht mehr die Rede.

Die Aussicht auf die Aufstiegsspiele hakte jetzt auch FCH-Trainer Andreas Bauhuber ab: "Dieser Zug ist jetzt endgültig abgefahren." Seine Elf verpasste es in der ersten Hälfte, die Partie in eine andere Richtung zu lenken. Francesco Melina (13./16.) vergab gleich in der Anfangsphase zwei gute Möglichkeiten. Nach der Pause hätte der FC Hochrhein nach dem 3:2 den Sieg eigentlich nach Hause schaukeln müssen. "Wir haben einfach nicht clever gespielt", ärgerte sich Bauhuber, "wir waren zu hundert Prozent selbst schuld." Das von Schiedsrichter Jürgen Vogelbacher (Horheim) beim 3:4 nicht gegebene Foul ließ er nicht als Entschuldigung gelten.

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"Es ist Ehrensache, dass wir aushelfen"

Daniel Studinger (29) ist Stammspieler in der Reserve des SV Albbruck. Der Stürmer half beim Sieg beim FC Hochrhein zum ersten Mal in dieser Runde in der "Ersten" aus, kam in der 74. Minute, schoss das 3:3 und bereitet das 4:3 für sein Team vor.

Daniel, Sie waren zehn Minuten im Spiel, als Sie das 3:3 schossen. Wie fühlt man sich dabei?

Es ist immer schön, wenn man ein Tor schießt, Die Vorarbeit von Moritz Rotzinger war ja auch mustergültig. Ich habe den Ball ans Knie bekommen, ich habe nur noch gesehen, wie der Ball im Netz war. Wie er rein ging, habe ich nicht mitbekommen im Fallen. Aber es ist egal, wie das Tor fällt.

Und Sie haben dann noch das Siegtor vorbereitet.

Ja. Ich habe gesehen, wie Alexander Steinebrunner startet. Ob's vorher ein Foul war, oder keins – keine Ahnung. Alex hat aus spitzen Winkel getroffen – klasse – drei Punkte.

Was sagen Sie zu diesem Kraftakt am Ende mit dieser Rumpfelf?

Wir haben das Beste rausgeholt. Es ist optimal gelaufen. Wir haben ja fast eine komplette Mannschaft mit Verletzungen. Wir haben extra unser Spiel in Bergalingen abgesagt, damit wir helfen können. Das ist natürlich Ehrensache.

War's das jetzt schon mit dem Blick nach hinten?

Nein. Wir müssen uns weiter konzentrieren. Es kann noch viel passieren.

Fragen: Michael Neubert

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