Regionalsport Hochrhein RSV Wallbach ist kein „Kanonenfutter“

Radballer für Teilnahme an der Europameisterschaft gut gerüstet. 5:4-Sieg gegen Hoechst/Österreich nach 1:4-Rückstand

Mit den besten Radballern des Kontinents am Ball zu sein, ist die eine Sache. Sich aber im Konzert der ganz Größen als schmückendes Beiwerk präsentieren zu müssen, eine ganz andere.

Wolfgang Bär und Timo Reinartz vom RSV Wallbach sitzen schon lang genug im Radball-Sattel, um zu wissen, dass sie bei den EM-Spielen in der heimischen Flößerhalle am 29. und 30. April nur krasse Außenseiter sein werden. Doch das Duo mit der Wildcard des Ausrichters hat sich fest vorgenommen, nicht als „Kanonenfutter“ das Feld der zehn Europameisterschafts-Teilnehmer zu bestücken.

So kommen dem Duo Bär/Reinartz dieser Tage die Vier-Nationen-Turniere die die Wallbacher Radballer unter der organisatorischen Hand von Abteilungsleiter Paul Frank organisiert haben, ganz recht. Training ist eine Säule der Vorbereitung, Spielpraxis gegen Mannschaften, die zumindest andeutungsweise die Klasse der Konkurrenten vom April haben, die zweite Ebene der Vorbereitung.

Dass das Wallbacher Team ganz gut mithalten kann, stellte es beim jüngsten Turnier unter Beweis. Zwar wurde am Ende nur einmal gewonnen, doch deklassiert – wie vielleicht hier und da befürchtet – wurden Bär und Reinartz beim besten Willen nicht.

Motiviert und engagiert startete das Team ins Turnier, unterlag den Radballern aus Dorlisheim (Frankreich) mit 1:3 und war so gewappnet gegen den späteren Turniersieger aus Möhlin. Die Schweizer, einst auch Teamgefährten von Timo Reinartz, der bei den Eidgenossen einige Einsätze in der Nationalliga A verzeichnete, sollten an diesem Abend vier Siege feiern – mit vier Treffern Differenz mindestens. Doch gegen die Wallbacher fiel ihnen der Sieg keineswegs leicht. Am Ende retteten sie ein knappes 3:2 über die Zeit.

Wie nervenstark, aber auch konditionell gut auf der Höhe sie sind, stellten Bär/Reinartz im dritten Spiel unter Beweis. Die Schwaben aus Denkendorf legten schwungvoll los. „Wir lagen schon bald mit 1:5 hinten“, blickte Wolfgang Bär auf eine starke Aufholjagd zurück. Allerdings reichte es den Wallbachern nur mehr zum Anschluss, so dass die Partie mit 6:7 verloren ging.

Letzter wollten sie allerdings vor heimischem Publikum nicht werden. Also musste ein Sieg gegen die „Dritte“ des Weltmeisters aus Höchst im Vorarlberg her. Der Erfolg schien schon nach zwei Minuten weit in der Ferne. Die Österreicher nutzten die Konzentrationsfehler eiskalt und führten klar mit 4:1.

Angefeuert vom Publikum, wendeten Wolfgang Bär und Timo Reinartz aber in den restlichen zwölf Minuten das Blatt und krönten ihre Leistung mit einem herrlichen Treffer zum 5:4-Sieg. Reinartz flankte vors Tor und Bär „flog“ praktisch in den Ball und versenkte ihn unhaltbar – der Rest war Jubel!

Zum Abschluss setzte es dann doch noch eine deutliche Niederlage, 3:10 gegen das Team aus Reichenbach. Doch nach der starken Leistung gegen Höchst war dann doch die Luft raus.

Endstand: 1. Möhlin/CH 25:12 Tore/12 Punkte; 2. Reichenbach 28:18/9; 3. Dorlisheim/F 19:14/9; 4. Denkendorf 23:27/9; 5. Wallbach 17:27/3; 6. Höchst/A 19:33/3.

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