Leichtathletik Favoritensiege bei Bad Säckinger Altstadtlauf

Laufenburger Omar Tareq vom TuS Lörrach-Stetten gewinnt wie im vergangenen Jahr. Jeannine Kaskel bleibt in ihrer Heimat unbesiegbar. Streckenrekorde beim TV Bad Säckingen bleiben unangetastet

Leichtathletik: – Dieser Junge ist unglaublich. Vier Minuten vor dem Start – seine Konkurrenten stehen schon konzentriert an der Linie – marschiert Omar Tareq in aller Seelenruhe in Richtung Start. Der „Trompeter von Säckingen“ rüstet sich schon fürs Startsignal des Bad Säckinger Altstadtlaufs, da zieht der Laufenburger langsam seinen Trainingsanzug aus. Noch eine Minute – jetzt kann’s losgehen. Wie vom Teufel besessen fegt Tareq beim Startschuss los und nach einer von sechs Runden – also nach einem Kilometer – hat der 25-jährige Läufer des TuS Lörrach-Stetten schon einen Abstand von fast 200 Meter auf seinen Konkurrenten gelegt.

Und dieser ist nicht irgendwer, sondern Pekka Roppo. Der Finne, der in Grießen im Klettgau zu Hause ist, hat beim Stadtlauf in Waldshut und beim Estelberg-Lauf bewiesen, wie schnell und kraftvoll er laufen kann. Wie eine Laufmaschine kam er zu Siegen. Muskulöser ist er, läuft kraftvoller als Tareq. Dieser schwebt dagegen übers Kopfsteinpflaster in der Bad Säckinger City. Zwei unterschiedliche Läufertypen.

 
 

Schnell wurde deutlich, dass in diesem Jahr der Streckenrekord des Bad Säckingers Felix Köhler aus dem Jahr 2013 geknackt werden könnte. Er lief die sechs Runden mit einer Gesamtdistanz von 6190 Metern in 18:39,8 Minuten. Tareq schaffte es nicht ganz. Obwohl er neun Sekunden schneller war als bei seinem Sieg im vergangenen Jahr, fehlten ihm letztlich in 18:57 Minuten noch gut 15 Sekunden zur Bestmarke. Im Ziel nahm er es so locker wie vor dem Start: „Ich wollte erst gar nicht laufen. Heute morgen habe ich mich erst dazu entschlossen. Aus dem Training heraus“, suchte er nach Worten. Trainieren hatte er also wollen und stattdessen nun doch wieder so nebenbei den Bad Säckinger Altstadtlauf gewonnen.

Auf Platz zwei lief am Münsterplatz wie im vergangenen Jahr Pekka Roppo. Seine Zeit betrug 19:43 Minuten. Der Rückstand auf den Sieger belief sich also auf 46 Sekunden. Immerhin war Roppo der schnellste M30-Läufer. Dritter wurde Andreas Probst (Rachener TG/20:13) vor M40-Sieger Matthias Körner (TV Grenzach/20:31) und Nico Geist (LG Hohenfels/20:52). Noch in die Top Ten schafften es die Hohenfelser Julian Büche als Neunter (21:38) und Christopher Tröndle als Zehnter (22:19). Tröndle war damit schnellster M50-Läufer. Lokalmatador Volker Teubler, der ebenfalls für die LG Hohenfels startet, bestritt auch noch den Fitnesslauf. Im Hauptlauf, dem „Volksbank-Grand-Prix“ kam er auf Platz 13. Schnellster der M60 war Hartmut Eckert (LT Albbruck/25:45).

Bei den Frauen führt kein Weg an Jeannine Kaskel vorbei. Die 40-jährige Marathon-Spezialistin aus Bad Säckingen steckt schon in den Vorbereitungen für ihr großes Saisonziel, den Frankfurt-Marathon im Oktober. Für den Lauf in ihrer Heimatstadt hat sie aber gerne nachgemeldet. Ihr Ergebnis: 13. Sieg beim 13. Altstadtlauf. Ihren Rekord aus dem Jahr 2015 hat sie allerdings klar verpasst. Damals lief sie eine Zeit von 21:58,1 Minuten. Vergangenes Jahr verfehlte sie diese Bestmarke um 18 Sekunden, dieses Mal in 23:37 Minuten um 1:39 Minuten. 16 Männer lagen zeitlich vor ihr. Dennoch war sie bei den Frauen ohne Konkurrenz. Der zweitplatzierten Ghislaine Schmidt von der LG Hohenfels, die in 26:46 Minuten das Ziel erreichte, nahm sie immer noch über drei Minuten ab. Dass sie in der letzten von sechs Runden von Männer-Sieger Omar Tareq noch überrundet wurde, störte sie nicht. Da musste sie sogar noch schmunzeln: „Ich fand es echt klasse, dass Omar sich dafür noch bei mir entschuldigt hat.“ Für Jeannine Kaskel war das eine tolle sportliche Geste und „einfach super“.

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