Regionalsport Hochrhein FV Degerfelden dreht das Ding

Kreisliga A-West: 2:1-Erfolg des FV Degerfelden im Abstiegsduell gegen den SV Schwörstadt. Spielertrainer Patrick Streule erzielt den Siegtreffer kurz vor Ende

Fußball-Kreisliga A-West: – Nachdem Schiedsrichter Zan Gavranovic aus Lörrach dem SV Schwörstadt noch vier Minuten Nachspielzeit gewährt hatte und der Schwörstadter Turgay Demirci mit seinem Kopfball knapp das Tor verfehlt hatte, lagen sich die Spieler des FV Degerfelden nach dem Schlusspfiff in den Armen. Der 2:1-Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg bedeutet für das Team von Spielertrainer Patrick Streule zunächst einmal Entspannung.

Streule selbst hatte zehn Minuten vor dem Ende für den Jubel gesorgt, als er einen Ball kurz nach der Mittellinie angenommen hatte. Allein marschierte er auf Torwart Daniel Brüggemann zu, lupfte den Ball über diesen hinweg und erzielte das entscheidende 2:1.

Dabei hatte die Partie, die auf den Kunstrasenplatz des SV Herten verlegt worden war, alles andere als optimal für die gastgebenden Degerfelder begonnen. Viel zu passiv agierte das Team, überließ den Gästen kampflos das Mittelfeld. Völlig verdient deshalb die Führung nach 17 Minuten, als Marvin Heiler den durchgebrochenen Spielertrainer Urs Keser nur noch mit einem Foul bremsen konnte. Christian Weber verwandelte den Strafstoß zur Führung der Gäste.

Dieser gab den Gästen aber keine Sicherheit. Im Gegenteil: Er war ein Weckruf für den FV Degerfelden. "Plötzlich waren wir in den Zweikämpfen auch präsenter", sagte Patrick Streule. Schon fünf Minuten später die Belohnung: Michele Dormio flankte von links und Foday Sanneh erzielte den Ausgleich.

Danach wurde der SV Schwörstadt immer schwächer. Schon vor der Pause hätte der FV Degerfelden in Führung gehen können, doch traf Simon Baumann den Ball nicht richtig.

In der zweiten Hälfte machten die Degerfelder richtig Dampf und hatten auch die besseren Chancen. Kapitän Yannick Greschek verzog nach einer Ecke knapp (48.). Mit einer Direktabnahme nach einer Ecke scheiterte Streule nur knapp (68.). Markus Sutter setzte einen Kopfball aus kurzer Distanz knapp vorbei (73.), und Nico Mavrins Kopfstoß parierte Brüggemann im letzten Moment. Erst zehn Minuten vor dem Ende belohnten sich die Gastgeber durch den Treffer von Streule.

Gäste-Spielertrainer Urs Keser, der sich selbst in der 73. Minute auswechselte, musste zugeben: "Uns reicht die Kraft derzeit nur für eine Hälfte. Das kommt von unserer katastrophalen Vorbereitung in der Winterpause." Panik wolle Keser aber nicht verbreiten. Auch zu Beginn der Vorrunde habe man seine Mannschaft nach acht Spielen ohne Sieg bereits abgeschrieben. Dann habe sich das Team aber gefangen. "Wir brauchen noch zwei Wochen. Vier Punkte fehlen uns jetzt auf einen Nichtabstiegsplatz. Dennoch bin ich noch optimistisch." Auf der anderen Seite brach der Degerfelder Spielertrainer nicht in Euphorie aus. Der Sieg sei wichtig gewesen, doch dürfe man sich jetzt nicht in Sicherheit wiegen.

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"Wichtiger Sieg in Sechs-Punkte-Spiel"

In der letzten Hinrundenpartie im November 2016 hatte Patrick Streule (26) das Traineramt von Michael Renk interimsmäßig pbernommen. Bis Saisonende ist der Rheinfelder offiziell Spielertrainer beim FV Degerfelden und will den Abstieg verhindern.

Patrick, wie wichtig war dieser Sieg?

Enorm wichtig. Immerhin haben wir gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg gespielt. Das war für uns ein Sieg in einem Sechs-Punkte-Spiel.

Was war in den ersten 20 Minuten los?

Ich weiß es nicht. Wir hatten uns so viel vorgenommen. Dann haben wir den Beginn der Partie völlig verschlafen und den Gegner praktisch zum Toreschießen eingeladen.

Der Rückstand war also eine Strafe zur rechten Zeit?

Ja, das kann man sagen. Es war ein Weckruf für uns.

Sie haben es aber bis kurz vor Schluss spannend gemacht.

Ja, aber ich hätte schon vorher treffen müssen. Zum Glück hat es dann noch geklappt. Den musste ich auch machen.

Ist der Sieg verdient?

Ich denke schon. In der Pause haben wir uns vorgenommen, Gas zu geben. Das haben wir auch gemacht.

Und wie geht es weiter?

Wir kämpfen weiter. In einer Woche beim FC Huttingen wird es sehr schwer.

Fragen: Gerd Welte

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