Regionalsport Hochrhein FC 08 Bad Säckingen kämpft sich zum Sieg

Fußball-Kreisliga A-Ost: Veselin Radic sorgt mit seinem Freistoßtreffer für die Punkte gegen den SV Nöggenschwiel. Punktspiel-Debüt für zurückgekehrten Torwart Moritz Pfeifer. Video-Interview mit Dominik Wunderle (FC 08 Bad Säckingen)

Fußball-Kreisliga A-Ost: – Clemens Bauer rannte auf den Kunstrasen im Hochrheinstadion und ballte die Fäuste nach dem 1:0 seines FC Bad Säckingen gegen den SV Nöggenschwiel. Er war diesmal Cheftrainer. Er vertrat den urlaubenden David Schäfer. Natürlich überbrachte er gerne die Botschaft des Sieges, der die Bad Säckinger einen weiteren großen Schritt in Richtung Ligaverbleib brachte.

Einen fußballerischen Leckerbissen sah Bauer von seiner Elf zwar nicht, aber er lobte: "Nach dem 3:6 beim SV Rheintal hat das Team eine super Reaktion gezeigt. Jeder hat gerackert, der Wille war riesig. Das lassen wir mal so stehen." Grinste und verabschiedete sich. Damit brachte er alles auf den Punkt. Torchancen gab es hüben wie drüben kaum. Der erste Aufreger in der 8. Minute: Samuel Kaiser foulte Veselin Radic knapp vor der Strafraumgrenze – Gelb. Eine Verwarnung, die für Kaiser später Folgen hatte. Nach einem weiteren Foul Mitte der zweiten Hälfte musste er mit Gelb-Rot vom Platz. Radics Freistoß brachte nichts ein.

Hoher Einsatz: Felix Forstmeyer (links) kämpft beim 1:0 des FC Bad Säckingen mit dem Nöggenschwieler Matthias Leber an der Außenlinie um den Ball. Bild: Michael Neubert
Hoher Einsatz: Felix Forstmeyer (links) kämpft beim 1:0 des FC Bad Säckingen mit dem Nöggenschwieler Matthias Leber an der Außenlinie um den Ball. Bild: Michael Neubert

Der zweite Höhepunkt kurz vor dem Pausenpfiff: Bad Säckingens Dominik Wunderle, der sich zuvor nach einem kleinen Disput mit Maximilian Lais Gelb eingehandelt hatte, sah nach einem robusten Einsatz als Erster die Ampelkarte. Somit begann der FC Bad Säckingen die zweite Hälfte in Unterzahl, bis Kaiser den numerischen Vorteil der Gäste wieder zu Nichte machte. "Ich hätte mir ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter gewünscht", kommentierte Wunderle seinen Platzverweis im Videointerview und bedankte sich bei seinen Teamkollegen, die seinen Ausfall super kompensierte hätten. Dank einer soliden Abwehrleistung und der Harmlosigkeit der Gästeoffensive blieb der Kasten von Bad Säckingens weitgehend beschäftigungslosen Torhüter Moritz Pfeifer sauber.

Die Bad Säckinger machten nach etwa einer Viertelstunde richtig Druck, ohne das Nöggenschwieler Tor zu gefährden. Die einzige gute Möglichkeit für die Gäste vergab Daniel Bächle nach einem der wenigen gelungenen Nöggenschwieler Konter. Typisch für die Partie, die vom Kampf lebte: Das Siegtor entstand aus einem Freistoß. Veselin Radic (49.) zirkelte die Kugel ins Torwartweck – das war's.

Co-Trainer Clemens Bauer (FC 08 Bad Säckingen): "Nach dem 3:6 beim SV Rheintal hat das Team eine super Reaktion gezeigt. Jeder hat gerackert, der Wille war riesig. Das lassen wir mal so stehen." Bild: Michael Neubert
Co-Trainer Clemens Bauer (FC 08 Bad Säckingen): "Nach dem 3:6 beim SV Rheintal hat das Team eine super Reaktion gezeigt. Jeder hat gerackert, der Wille war riesig. Das lassen wir mal so stehen." Bild: Michael Neubert

Darüber ärgerte sich Gästetrainer Mike Krüger: "Das war eine Einladung. Zwei Mal haben wir nicht anständig geklärt. Dann kommt es zu so einem Freistoß." Und er haderte mit seiner harmlosen Offensive: "Wenn man die Tore dann nicht schießt, verliert man eben. Die Moral stimmt, im Moment fehlt auch etwas das Glück." Viele Möglichkeiten zum Torabschluss hatten die Nöggenschwieler nicht. Doch wenigstens ein Punkt war drin. Co-Trainer Peter Jehle: "Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel."

 

Interview mit Dominik Wunderle vom FC 08 Bad Säckingen
 

 

 

Torwart Moritz Pfeifer (FC Bad Säckingen): "Wenn die Leistung stimmt, kann's einen Konkurrenzkampf geben"

In der Winterpause kam Moritz Pfeifer (19) vom SV 08 Laufenburg II zu seinem Heimatverein FC 08 Bad Säckingen zurück. Als A-Junior war er nach Laufenburg gewechselt.

Torwart Moritz Pfeifer (FC 08 Bad Säckingen): "Wenn meine Leistung stimmt, kann es einen Konkurrenzkampf mit Raphael Scherzinger geben." Bild: Michael Neubert
Torwart Moritz Pfeifer (FC 08 Bad Säckingen): "Wenn meine Leistung stimmt, kann es einen Konkurrenzkampf mit Raphael Scherzinger geben." Bild: Michael Neubert

Moritz, was hat Sie im Winter zur Rückkehr zu Ihrem Heimatverein bewegt?

Ich kannte die Mannschaft gut. Von Anfang an habe ich mich mit dem Trainerteam gut verstanden. Und es hat gleich richtig Spaß gemacht im Training.

Sie vertreten im Moment den Urlauber Raphael Scherzinger im Tor. Wie geht's weiter, wenn er zurückkommt?

Das wird sich zeigen. Wenn meine Leistung stimmt, kann es einen Konkurrenzkampf geben.

Bei der Premiere beim SV Rheintal gab's sechs Gegentore, jetzt keines. Was sagen Sie dazu?

Als Torhüter freue ich mich immer über eine Null. Das Team hat viel besser gespielt, eine gute Abwehrleistung gezeigt. Wir waren aggressiver, besser am Mann und haben wenig zugelassen.

Sie hatten eher einen ruhigen Nachmittag.

Ja. Ich musste nicht groß eingreifen. Einen Freistoß gab's. Der war auch nicht so richtig gefährlich.

Was haben Sie noch vor mit dem Team?

Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen. Auf jeden Fall wollen wir in der Liga bleiben. Wir sind jetzt in einer guten Position. Aber es noch nicht vorbei. Es wäre schön, wenn wir die SG Mettingen noch überholen können und am Ende bester Aufsteiger sind.

Fragen: Michael Neubert

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