Tennis Ein Tennis-Duo mit großen Zielen

Paola Sprovieri trainiert Nummer Eins von Italien. Tiengenerin hält große Stücke auf Federico Vita aus Mailand

Tennis: – Langweilig wird es ihr ganz sicher nicht. Paola Sprovieri, Tennisspielerin und -lehrerin aus Tiengen, sitzt seit ein paar Monaten noch häufiger als früher in ihrem Auto. Ihr Ziel ist Mailand, wo ein großes Tennistalent zu Hause ist, das hierzulande noch nicht jedermann kennt: Federico Vita.

Der zwölfjährige Italiener ist im Tennis die Nummer Eins Italiens und auf dem besten Wege, ein ganz Großer zu werden. Paola Sprovieri ist die Trainerin des Jungen, kümmert sich um dessen Entwicklung. Sie koordiniert das Training mit dem eigens angestellten Fitnesstrainer. Federico hat auch einen Sparringspartner in Mailand, weil die Tiengenerin natürlich nicht jederzeit vor Ort sein kann.

Paola Sprovieri ist in Tenniskreisen am Hochrhein keine Unbekannte. Die 29-Jährige spielt seit ihrer Kindheit für den TC RW Tiengen. Im Oberliga-Team ist sie immer noch im Einsatz. „Ich helfe gerne aus, wenn ich Zeit habe“, sagt sie. Treu geblieben ist sie dem Verein aber immer. Seit vielen Jahren ist sie auch Tennistrainerin. Sie war eine von mehreren Trainern in der Tennisschule von Eric van Harpen. Der Niederländer trainierte bereits Profis wie Conchita Martinez oder Anna Kurnikowa sowie für eine kurze Zeit auch Andrea Petkovic.

Van Harpen war mit seiner Akademie in Tiengen zu Hause. Sprovieri zählte zu dessen Trainer-Team. „Ich kenne Federico aus jener Zeit vor acht Jahren. Da war er vier Jahre alt und kam immer wieder mal zum Training nach Tiengen. Ich war für ihn zuständig. Am Wochenende haben wir uns ab und zu gesehen und trainiert“, sagt Sprovieri.

Van Harpen selbst ist zwar nicht mehr mit seiner Akademie am Hochrhein präsent, doch der Kontakt von Paola Sprovieri zu dem italienischen Jungen und seiner Familie ist nie abgerissen. Im Gegenteil: Aus den sporadischen Trainingseinheiten wurde in diesem Jahr eine feste Zusammenarbeit. „Wir haben eine richtige persönliche Bindung und verstehen uns sehr gut. Federico ist ein ganz besonderer Junge.“

Paola Sprovieri ist also die Hauptperson, wenn es um das Tennistraining des Jungen geht. „Ich habe intensiven Kontakt zu seinem Fitnesstrainer und zu seinem Sparringspartner in Mailand. Wir arbeiten alle gemeinsam an der Entwicklung von Federico“, ist sie stolz darauf, dass die Zusammenarbeit aus der Ferne bisher so gut funktioniert.

Die ersten Früchte dieser Entwicklung ließen nicht lange auf sich warten. Im vergangenen Monat gelang dem Schützling von Paola Sprovieri ein großer Erfolg. Federico Vita gewann die Italienischen Meisterschaften in seinem Jahrgang. Die Nummer Eins seines Landes hatte auch ein intensives Training mit Sprovieris Team hinter sich. „Im August war ich einen ganzen Monat lang in Italien. Wir haben uns in Ancona auf diese Titelkämpfe vorbereitet“, erinnert sie sich an lange Autofahrten in die italienische Sonne. „Ich habe das richtig gern gemacht“, ist sie noch heute stolz.

Paola Sprovieri reist gern zu oder mit dem Jungen. „Meine freie Zeit gehört ihm“, sagt sie. Und diese freie Zeit muss sie sich ab und zu nehmen, weil sie beim TC RW Tiengen noch für das Clubtraining zuständig ist. Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler hat sie dabei in ihrer Obhut.

Außerdem leitet sie noch die Tiengener Tennishalle, deren Inhaber ihr Vater Dino Sprovieri ist. „Wenn ich zu Federico nach Mailand will oder mit ihm unterwegs bin, darf das nicht meine Arbeit in Tiengen beeinträchtigen“, weiß sie. Auch die Tatsache, dass Federico in Mailand eine amerikanische Schule besucht, muss stets berücksichtigt werden. „Das muss alles abgestimmt sein“, weiß Paola Sprovieri.

Die Termine werden für das Tennis-Duo aus Tiengen und Mailand nicht weniger. Im kommenden Jahr wird Federico Vita mehr Turniere in ganz Europa spielen. Da wird er noch mehr auf Reisen sein – wenn es geht, mit seiner Trainerin aus Tiengen. Paola Sprovieri will dafür alles tun. Sie ist fest vom Tennistalent ihres Schülers überzeugt. „Ich glaube fest an ihn“, hofft sie auf weitere sportliche Erfolge des Zwölfjährigen.

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