Radsport Auf Punktejagd beim RSV Rheinfelden

Benjamin Stauder vom RV Stegen wird Zweiter. Autofahrer blockieren die Strecke beim Radkriterium des RSV Rheinfelden. Weniger Teilnehmer als im vergangenen Jahr

Radsport: (sk) Christopher Schmieg vom RSV Steinbach hat das 61. Rheinfelder Radkriterium gewonnen. Aus Zeitdruck war das Rennen verkürzt worden. Bevor die ersten Fahrer auf die Strecke durften, musste Platz gemacht werden. Zahlreiche Autofahrer hatten Halteverbotsschilder an der Rennstrecke ignoriert und diese blockiert. „So schlimm war es noch nie“, sagte Alois Stöcklin, der Vorsitzende des RSV Rheinfelden. Mit geliehenen Rollen einer Abschleppfirma wurden die Fahrzeuge hochgepumpt und auf die Seite befördert. „Das Schlimmste war, dass wir von manchen Autofahrern, als wir sie angesprochen haben, auch noch böse angemacht wurden“, berichtete Stöcklin, der hofft, „dass es ein Nachspiel gibt“. Die Autos seien fotografiert worden, die Nummern weitergegeben. Ein offizielles Mandat hat der RSV in der Sache freilich nicht.

Die zum Teil dürftigen Anmeldezahlen hatten einen anderen Grund. Parallel lief ein Rennen im Rahmen des bei Amateursportlern renommierten LBS-Cups. "Das hat uns viele Fahrer gekostet“, so Stöcklin, wobei dies primär die Frauen- und Junioren-Rennen betraf. Im Vergleich zum vergangenen Jahr erlebte auch das Eliterennen einen zahlenmäßigen Rückgang, doch der Vergleich ist schief: 2016 war Rheinfelden Teil des LBS-Cups. „Unser Hauptrennen war auch in diesem Jahr wieder sehr gut besetzt“, betont Stöcklin.

Am schnellsten im Ziel war Benjamin Stauder vom RV Stegen, der als Mitfavorit galt. Das Problem: „Du kannst theoretisch Letzter werden und gewinnen“, so Stöcklin. Im Ziel hatte Stauder zwei Sekunden Vorsprung, zwischenzeitlich waren es bis zu 14, doch beim Punkterennen entscheiden die publikumsträchtigen Prämiensprints. So lag am Ende Christopher Schmieg (RSV Steinbach/12 Punkte) unter 20 Fahrern vor Stauder (10) und Kevin Vogel (Melsunger TG /8). Stauder hatte sich in der 19. Runde abgesetzt, zuvor hatte Schmieg aber bereits reichlich gepunktet. Das Rennen war aufgrund der Verzögerungen von 70 auf 55 Runden á 1,1 Kilometer reduziert worden. Zwischen 200 und 300 Euro Prämien gehen an den Sieger, was eher höheres Niveau ist. „Dank der Rheinfelder Geschäftswelt ist das möglich“, so Stöcklin.

Beim Eliterennen der Frauen gingen zwölf Punkte an Alina Lange (Köln). Nur drei Fahrerinnen waren am Start. Bei den Männern der C-Klasse ging Platz sieben an Janosch Makiola (VBC Waldshut-Tiengen), Neunter wurde Adrian Fingerlin vom RSV Rheinfelden. Das Hobbyrennen gewann Sebastian Retzlaff aus Grenzach-Wyhlen. Das Rennen wurde von zwei Stürzen überschattet. Immerhin bei einem Fahrer konnte Stöcklin Entwarnung geben. Der Fahrer trug nur Prellungen davon.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Historische Momente
Neu aus diesem Ressort
Ringen
Leichtathletik
Mädchenfußball
Frauenfußball
Tischtennis
Ringen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren