Fußball Trotz Niederlage bleibt Livgökmen optimistisch

Bahadir Livgökmens Debüt beim SC Markdorf ging zwar verloren. Der neue Trainer glaubt aber an seine Mannschaft

Fußball, Landesliga: Sein Debüt als Landesligatrainer hatte sich Bahadir Livgökmen sicher anders vorgestellt. Kaum war das Spiel seines neuen Teams, des SC Markdorf, bei der SG Dettingen-Dingelsdorf angepfiffen, da lag seine Elf auch schon 0:2 zurück – nach gerade mal sechs Minuten.

„Das ganze Team hat sich das anders vorgestellt. Schlimmer hätte das ja nicht laufen können“, räumt der neue SCM-Coach ein, dass sich da, vielleicht auch durch den Trainerwechsel, eine Nervosität eingeschlichen habe, die erst nach und nach wich. Zwar durfte er dann feststellen, dass der Ball zunehmend besser in den eigenen Reihen lief, doch in der 32. Minute fiel dann schon so etwas wie die Vorentscheidung – das 0:3 aus Markdorfer Sicht.

Eigentlich hätte man erwarten können, dass die Markdorfer, nach neun Niederlagen in Folge, das Spiel unter „schlecht gelaufen“ abhaken würden. Doch sie zeigten Moral, verkürzten noch vor der Pause auf 1:3, und in der 54. Minute gelang sogar der Anschluss zum 2:3 – alles schien wieder offen. „Nach dem 1:3 hatte ich auch den Eindruck, dass da noch was drin ist, aber nach dem 2:3 kamen wir kaum mehr zu Chancen, da hat Dettingen sehr gut verteidigt“, erkannte Livgökmen. Und der schmale Kader sorgte zudem dafür, dass er kaum neue Impulse von der Bank bringen konnte. Ein Dettinger Konter in der Schlussphase sorgte dann für Klarheit, Livgökmens Debüt ging mit 2:4 verloren. Keine Punkte, aber immerhin die Erkenntnis, dass die Moral intakt ist. Und so ist der SCM-Coach überzeugt: „Diese Mannschaft hat da unten nichts verloren.“

Schon am kommenden Wochenende will er die Eindrücke, die er jetzt sammeln durfte, in taktische Maßnahmen einfließen lassen. Und da steht ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm: Markdorf empfängt den Nachbarn FC RW Salem, der in der Tabelle nur einen Punkt hinter dem SCM lauert und mit einem 3:0-Sieg über die DJK Villingen zuletzt Selbstbewusstsein tanken durfte. Allerdings hat dieses Spiel eine ganz besondere Brisanz: Bis Ende Oktober stand Livgökmen bei den Rot-Weißen im Tor, war Leistungsträger und Trainer der C-Jugend. Vor einigen Wochen, als Bernd Filzinger das Ende seines Engagements nach der Saison ankündigte, hatten die SC-Funktionäre bei dem 40-Jährigen angefragt, ob er sich das Traineramt in Markdorf vorstellen könne. Dann ging aber alles ganz schnell: Von Salems Trainer Krause empfing der Torhüter Signale, dass man sich ohnehin nach einem neuen Keeper umschaue, eine Verletzung sorgte dafür, dass er nicht spielen konnte und dann kam noch der kurzfristige Abschied von Filzinger in Markdorf.

Für Missstimmungen im Linzgau sorgte der Ablauf dennoch und auch Bahadir Livgökmen räumt ein: „Das wird für mich ein ganz schweres Spiel. Vor zwei Wochen war ich dort noch Leistungsträger, habe mich im Verein pudelwohl gefühlt und hatte mit den Mitspielern keinerlei Probleme. Jetzt spielen wir gegeneinander.“

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