Handball SV Allensbach rettet einen Punkt gegen den Tabellenletzten

SV Allensbach spielt vor 330 Zuschauern 28:28 gegen die SG O/B/K. Steffi Hotz sichert mit einem direkten Freiwurf nach Ablauf der Zeit das Remis für die Gastgeberinnen.

Frauenhandball, 3. Liga: SV Allensbach – SG O/B/K 28:28 (11:15). – Passend zu Halloween boten die Allensbacher Drittliga-Handballerinnen in der Riesenberghalle gegen den Tabellenletzten SG O/B/K einen Handball-Thriller, der den 330 Zuschauern das Blut in den Adern gefrieren ließ. Erst ganz zum Schluss sorgte Steffi Hotz – wie bereits beim 31:30-Sieg am Sonntag in Möglingen – mit einem direkt verwandelten Freiwurf nach Abpfiff der Partie mit dem Treffer zum 28:28 für das Happy-End aus Allensbacher Sicht.

Dabei sah es kurzzeitig nicht rosig aus für den Verein vom Bodensee, denn das Tabellenschlusslicht wollte einfach nicht als Punktelieferant in Allensbach auftreten. So führten die Gäste in der 10. Minute bereits mit vier Toren Vorsprung (4:8). Zum Gruseln war da die Allensbacher Offensivleistung, denn mehrmals verlor die Truppe des Trainerduos Oliver Lebherz und Sandra Reichmann den Ball, gefolgt von einer zehnminütigen Allensbacher Odyssee. So fiel nach dem Tor zum 8:9 von Hannah Person beinahe zehn Minuten lang kein SVA-Treffer, bis Steffi Hotz in der 26. Minute mit dem Tor zum 9:12 den Bann endlich brach. Die Offensivprobleme waren für Teamchef Lebherz eine Folge des dezimierten Kaders. „Nadja Greinert ist krank und konnte nur sporadisch zum Einsatz kommen, und auch Sarah Rothmund und Julia Willauer waren angeschlagen“, sagte Lebherz.

Dass es seiner Mannschaft jedoch nicht an Motivation mangelte, zeigte sie in der zweiten Halbzeit. Schlug der erste Angriff aufgrund eines Ballverlusts in der 31. Minute noch fehl und führte zum 11:16, trumpften die Allensbacherinnen in der Folge auf. Ein Siebenmetertreffer von Steffi Hotz und jeweils ein Doppelschlag von Nadja Greinert und Julia von Kampen führten zum 16:16-Ausgleich, ein weiterer Treffer von Greinert sogar zur 17:16-Führung. Der Vorsprung konnte jedoch nicht lange gehalten werden, und so entwickelte sich ein Krimi mit wechselnden Führungen und einem Schlagabtausch bis in die letzten Sekunden. Die SG O/B/K führte mit einem Tor Vorsprung, bis dem SV Allensbach ein letzter Freiwurf zugesprochen wurde.

Wie bereits in Möglingen trat Steffi Hotz an – und als alle die Luft anhielten, ließ sie sich ebenfalls wie beim Sieg am Sonntag nach links fallen, und traf zum 28:28-Endstand. Großer Jubel bei den Allensbacher Fans, hängende Köpfe und traurige Gesichter bei den Gästen, die beinahe ihren ersten Saisonsieg eingefahren hätten und sich teuer verkauft haben – allen voran SG-Torhüterin Linda Knarr.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es noch einmal funktioniert“, sagte Hotz ganz cool nach der Partie. „Ich hoffe, wir entscheiden die nächsten Spiele früher. Die knappen Partien tun uns nicht gut, das geht zu sehr an die Nerven“, scherzte Hotz und fügte in Hinblick auf ihren Freiwurf mit einem Lächeln hinzu: „Ich glaube, die Gegnerinnen müssen das im Training bald üben.“ Nicht auszudenken, hätte die Rückraumspielerin, wie im Sommer zunächst geplant, ihre Handballschuhe wirklich an den Nagel gehängt. So entging die Mannschaft vom Riesenberg dem Schrecken einer Niederlage gerade noch einmal und kann so einen Punkt aus einer nervenaufreibenden Partie entnehmen. „Mit dem Punkt können wir leben“, konstatierte ein nicht ganz zufriedener, aber auch nicht unzufriedener Oliver Lebherz nach der Partie. Am Riesenberg herrschte eben süß-sauere Halloween-Stimmung.

SV Allensbach: Wörner, Lukau (Tor); Lizureck (1), Person (2), Rothmund, Willauer (4), Müller, Bickel (2), Greinert (5), Hotz (9/4), Hoeppe, Von Kampen (3), Gaus (1), Hübner (1). – Z: 330.

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