Frauenhandball SV Allensbach mit starker Defensive zum Erfolg

Die Allensbacher Drittliga-Handballerinnen setzen sich in der Riesenberghalle mit 29:20 gegen den TSV Kandel durch

Handball, 3. Liga Frauen

SV Allensbach

TSV Kandel

29:20 (11:7)

Beim Aufwärmen war die Stimmung in Reihen des SV Allensbach noch so trüb wie das Wetter, als ein Regenschauer über die Riesenberghalle zog. Mussten bei den Gastgeberinnen in der Partie gegen den Tabellenführer TSV Kandel doch Zoe Ludwig, Justine Bickel und Leonie Scholl krank oder verletzt pausieren, Kreisläuferin Sarah Rothmund konnte angeschlagen nur in der Abwehr eingesetzt werden. Pünktlich zum Anpfiff kam dann aber kurz die Sonne heraus, doch es dauerte einige Zeit, ehe sich auch die Mienen der Allensbacherinnen aufhellen sollten.

In den ausgeglichenen Anfangsminuten fielen bis zum Stand von 4:5 (12.) ein Drittel der neun Treffer von der Siebenmeterlinie, bei je einem Fehlwurf. Anschließend leisteten sich beide Teams in der Offensive zahlreiche technische Fehler oder Fehlwürfe, was zu einer mageren Trefferquote bis zur Pause führte. Der SVA rieb sich oft an der 6:0-Deckung des TSV auf, fand aber immer wieder mit klugen Anspielen auf die siebenfache Torschützin Svenja Hübner am Kreis eine Lücke.

Auf der anderen Seite stand auch die offensivere Abwehr des SVA um die starke Torhüterin Stephanie Lukau sehr sicher. Die Statistik sprach Bände: In den 18 Minuten nach dem 4:5 ließen die Gastgeberinnen bis zur Pause noch genau zwei Gegentore zu. Hätte Kandel nicht noch in der Schlusssekunde per Gegenstoß getroffen, hätte der SV Allensbach einen größeren Vorsprung als das 11:7 mit in die Pause genommen. „In der ersten Halbzeit haben wir uns ein bisschen schwergetan“, sagte später auch der Allensbacher Teamchef Oliver Lebherz. Im zweiten Abschnitt bekamen die 310 Zuschauer am Riesenberg zunächst auch öfter Fehler als Torerfolge zu sehen – aus Sicht der heimischen Fans aber glücklicherweise die Mehrzahl auf Seiten der Gäste. Hinten war weiter auf die Deckung um Lukau, die 15 Würfe, darunter ein Siebenmeter, parierte, Verlass, vorne schraubten die heimischen Hühner den Vorsprung weiter in die Höhe – 15:8 (40.). Auch als die Fehler weniger wurden und erst Steffi Hotz und dann Julia Willauer kurz gedeckt wurden, diktierte der SVA das Spielgeschehen (23:14/50.). Szenenapplaus gab es noch für Willauer, die den Ball vom eigenen Kreis aus gegen die nach Überzahl zurückkommende Torhüterin quer übers Feld zum 26:16 (53.) in den Winkel hämmerte, und als die eingewechselte Nathalie Wörner einen Siebenmeter und anschließend einen Tempogegenstoß entschärfte.

Allensbach ließ nicht nach, feierte so beim 29:20 seinen dritten Sieg in Serie und entthronte den Spitzenreiter auf eindrucksvolle Weise. „Der Erfolg geht auch in der Höhe in Ordnung“, freute sich Lebherz, „am wichtigsten sind die zwei Punkte.“ (fei)

SV Allensbach: Wörner, Lukau (Tor); Lizureck, Person (3), Rothmund, Willauer (7), Müller, Greinert (5), Hotz (4/4), Hoeppe, von Kampen (3), Gaus, Hübner (7). – Z: 310.

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