Fußball SC Markdorf soll Moral zeigen

Der Landesliga-Aufsteiger empfängt den Hegauer FV. SCM-Trainer Bernd Filzinger appelliert an seine Spieler, an die gute zweite Hälfte im Spiel gegen Walbertsweiler-Rengetsweiler anzuknüpfen

Fußball-Landesliga: SC Markdorf – Hegauer FV (Sonntag, 15 Uhr). – Wenn zwei direkte Rivalen aufeinandertreffen, dann spricht man gerne von einem Sechs-Punkte-Spiel. „Es wäre schön, wenn es da sechs Punkte geben würde!“, relativiert der Trainer des SC Markdorf, Bernd Filzinger, die Begegnung des SC mit dem ebenfalls im Abstiegskampf stehenden Hegauer FV.

Aber während bei den Gastgebern in den vergangenen Wochen Licht und Schatten wechselten, Trainer Filzinger daher die mangelnde Konstanz im Spiel seiner Elf diagnostiziert, gibt es in diesem Jahr bei den Gästen fast nur Schatten. Zwar kam die Mannschaft von Trainer Lars Kohler zu einem beachtlichem Remis beim FC 08 Villingen II und auch zu einem Sieg gegen die DJK Donaueschingen, aber mehr als diese vier Punkte gab es im Jahr 2017 bisher noch nicht zu verbuchen, und damit ist der Hegauer FV auf einen Abstiegsrang abgerutscht.

Vier Punkte mehr hat der Aufsteiger SC Markdorf auf dem Konto, doch ein großes Polster ist auch das nicht, sodass Filzinger hofft: „Wir wollen mit einem Heimsieg den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern.“ Doch er ahnt auch, dass dies nicht so leicht wird: „Für mich ist es erstaunlich, dass der Hegauer FV mit seiner Qualität so weit hinten steht.“

Um gegen diesen Gegner bestehen zu können, erwartet Trainer Filzinger, dass seine Schützlinge an die zweite Hälfte des Spieles beim FV Walbertsweiler-Rengetsweiler anknüpfen. „In der ersten Hälfte haben wir da zwar viele Fehler gemacht, aber dann haben wir Moral bewiesen und verdient einen Punkt geholt. Wir müssen auf der Basis dieser zweiten Hälfte weitermachen und – egal gegen welchen Gegner – unbedingt gewinnen wollen“, blickt Bernd Filzinger auch schon auf das nächste Spiel, wenn es zu einem Nachbarschaftsderby beim Tabellennachbarn FC Rot-Weiß Salem kommt.

Die Pokalniederlage in Schonach habe, so Filzinger, zwar keinen Knacks hinterlassen, doch die Zusatzbelastung wirke sich schon auf den Kader aus.

Beim Hegauer FV hingegen stand keine Zusatzbelastung auf dem Programm und zudem war man zuletzt spielfrei, sodass die Gäste sicherlich ausgeruhter ins Spiel gehen können. Auf dem Spielplan stehen auf der Zielgeraden noch sechs Partien – neben dem Heimspiel gegen den Tabellenführer FC 03 Radolfzell geht es für den HFV ausschließlich gegen Konkurrenten im Abstiegskampf. Eine Serie mit Endspielcharakter also, und ein Zittern bis zuletzt wird den Hegauern wohl nicht erspart bleiben.

Die weiteren Spiele in der Landesliga

  • FC Schonach – FC Singen 04 (Samstag, 15 Uhr). – Der FC Singen 04 muss seine Scharte, die Heimniederlage gegen den Vorletzten, die DJK Villingen, ausmerzen, um Spannung in das eine Woche später stattfindende Gipfeltreffen mit dem FC 03 Radolfzell zu bringen. Der Gastgeber hat aber nur eines der letzten sechs Spiele verloren und steht im SBFV-Pokalhalbfinale – daher kein Aufbaugegner.
  • DJK Villingen – FV Walbertsweiler-Rengetsweiler (Samstag, 15.30 Uhr). – Die Ausgangslage ist klar: Die Gastgeber müssen punkten, um noch den Hauch einer Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren, die Gäste könnten mit einem Sieg fast am rettenden Ufer sein. Allerdings: Die DJK Villingen wirkte schon wie ein sicherer Absteiger, hat zuletzt aber vier Siege in Folge verbucht.
  • SC Konstanz-Wollmatingen – FC Löffingen (Samstag, 15.30 Uhr). – Beide Mannschaften befinden sich jenseits von Gut und Böse, daher fast schon ein Vorbereitungsspiel auf die Saison 2017/18.
  • FC 03 Radolfzell – SpVgg F.A.L. (Samstag, 15.30 Uhr). – Die stärkste gegen die schwächste Rückrundenmannschaft: Der Tabellenführer möchte am kommenden Freitag mit einem Polster nach Singen fahren. Dazu braucht es einen Heimsieg gegen den Mitabsteiger, der seit Wochen seine Form sucht.
  • VfR Stockach – FC 08 Villingen II (Samstag, 16 Uhr). – Nur zwei Punkte aus den letzten drei Spielen waren aus Stockacher Sicht zu wenig, um die Abstiegsplätze verlassen zu können. Nun kommen die spielstarken, aber zuletzt eher erfolglosen Villinger. Denn die Nullachter brauchten zuletzt sogar sechs Spiele, um auf zwei Punkte zu kommen.
  • DJK Donaueschingen – SG Dettingen-Dingelsdorf (Sonntag, 15 Uhr). – Herbstmeister Donaueschingen scheint wieder seine Form gefunden haben. Zumindest legen dies vier Siege in den letzten fünf Spielen nahe. Und man hofft noch auf ein Straucheln des FC Singen 04. Eigene Ausrutscher sind da nicht mehr erlaubt. Doch mit der SG Dettingen-Dingelsdorf kommt eine der stärksten Rückrundenmannschaften. Zudem brauchen die Gäste noch Punkte im Abstiegskampf.
  • Ferner spielen: FC Gutmadingen – FC Furtwangen (Samstag, 16 Uhr)

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