Fußball Maglov wehrt sich gegen Favoritenrolle

Ein HSV spielt an der Spitze mit: Was in der Bundesliga schwer vorstellbar ist, machen die Hattinger in der Bezirksliga wahr

Fußball, Bezirksliga: Wenn bisher über die möglichen Aufsteiger in der Bezirksliga Bodensee spekuliert wurde, ging es meist nur um den Spitzenreiter VfR Stockach und seinen engsten Verfolger, den Hegauer FV. Spätestens seit dem vergangenen Wochenende sollte jedoch auch dem letzten Zweifler klar sein, dass auch der Tabellendritte Hattinger SV ein Wörtchen mitzureden haben könnte. Durch den spektakulären 8:1-Kantersieg gegen den SV Deggenhausertal zog die Elf von Trainer Slobodan Maglov nach Punkten mit den Hegauern gleich.

Zu markigen Kampfansagen an die Kontrahenten will Maglov sich allerdings trotzdem nicht verleiten lassen. „Das war kein Zeichen an die Konkurrenz“, betont er. „Wir wollen uns weiter verbessern, aber ich glaube, dass Stockach und der Hegauer FV die klaren Favoriten sind. Der Aufstieg ist in der Mannschaft kein Thema.“ Auch das Schützenfest gegen die Elf aus dem Deggenhausertal will er nicht zu hoch hängen. „Ich hatte aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse gedacht, dass es ein enges Spiel werden würde, aber der Gegner kam damit überhaupt nicht zurecht“, sagt Maglov. „Wir waren bei diesem Wetter giftiger, hatten mehr Elan und Freude daran – das hat uns schlussendlich in die Karten gespielt.“

Daraus nun Aufstiegsambitionen abzuleiten, hält er für falsch. Er ist sich nicht sicher, ob die Voraussetzungen dafür in Hattingen überhaupt gegeben wären. „Wir stehen gut da, obwohl wir viele Verletzte haben, müssen nun aber zwei starke Spieler aus Bosnien abgeben, weil ihre Visa abgelaufen sind“, berichtet Maglov. „Ich glaube deshalb, dass unser Kader zu klein für den Aufstieg ist. Aber wir müssen zufrieden sein.“ Denn auch der Hattinger Trainer erinnert sich an die vergangene Spielzeit, als die Mannschaft vor seinem Amtsantritt über weite Strecken wie ein Absteiger spielte. „Da waren die Jungs nicht fit und haben ängstlich gespielt“, findet Maglov. „Erst ab Anfang April sind wir super aufgetreten und haben quasi alles gewonnen. Im Sommer haben wir uns gesagt: So sollten wir jetzt einfach weitermachen.“

Doch auch die laufende Spielzeit begann eher schleppend. „Wir hatten zu Beginn teilweise nur acht Spieler im Training“, verrät Maglov. Doch zum Glück für Trainer und Verein folgte schnell Besserung. „Wir trainieren dreimal pro Woche und haben deutlich mehr Spieler im Training“, freut sich Maglov. „Dann kommen auch die Resultate.“

Nun wollen Slobodan Maglov und seine Mannschaft den guten Lauf fortsetzen und mitnehmen, was möglich ist. Nach oben sind dabei erst einmal keine Grenzen gesetzt. Doch Maglov bleibt Realist. „Momentan scheint natürlich vieles möglich, aber wir wollen schlussendlich unter den ersten Fünf bleiben“, stellt der HSV-Trainer klar. „Das ist unser internes Ziel.“

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