Handball Jonathan Stich hadert mit der Einstellung

Der TuS Steißlingen verliert mit 27:40 beim TV Weilstetten, hat aber den Klassenerhalt so gut wie sicher in der Tasche.

Handball, Oberliga

TV Weilstetten

TuS Steißlingen

40:27 (18:10)

Mit einem Steißlinger Fehlstart begann die Partie in Balingen: Bereits nach sechs Spielminuten waren die Gäste mit 0:5 im Hintertreffen. Nach einer Auszeit durch TuS-Trainer Jonathan Stich lief es zwar kurzzeitig besser und die Hegauer kamen auf 5:3 heran, doch das sollte die knappste Führung der Hausherren für den Rest der Partie bleiben. Es folgten aufseiten des TuS verworfene Siebenmeter, zahlreiche frei vergebene Abschlüsse und vor allem eklatante Abspielfehler direkt in die Hände der Weilstetter, welche diese gekonnt in einfach Tore ummünzten.

Bis zum Zwischenstand von 14:4 in der 23. Spielminute wirkten die Männer aus dem Mindlestal deutlich überfordert mit der offensiven und sehr harten Abwehr des TV. Zwar legten die Steißlinger bis zur Halbzeit einen kleinen Zwischensprint ein, wodurch das Ergebnis auf 18:10 gehalten werden konnte, doch eine weiterhin vorn wie hinten überzeugende Leistung der Schwaben ließ den Abstand bis zur 40. Minute wieder auf 25:15 ansteigen. Erst jetzt war kurzzeitig ein Aufbäumen des TuS erkennbar: Mit einer nun sehr offensiven Deckungsvariante, dem Einsatz des siebten Feldspielers im Angriff und angetrieben durch die zahlreich mitgereisten Fans gelangen den Steißlingern fünf Tore in Folge. Doch haarsträubende Ballverluste und das Auslassen bester eigener Chancen ließen die „Lochenfüchse“ uneinholbar auf 33:20 wegziehen.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich TuS-Trainer Stich nach der Partie: „Weilstetten war uns in allen Belangen überlegen. Nur in zwei Phasen von jeweils fünf Minuten haben wir abgerufen, zu was wir imstande sind. Das entspricht nicht unserem Anspruch.“ Selbst der Fakt, dass durch die Ergebnisse der Konkurrenten der direkte Abstieg nicht mehr möglich ist und auch die Teilnahme an der Abstiegsrelegation nur noch theoretisch droht, konnte Stich nicht besänftigen: „Wir sind seit vier Wochen so gut wie durch. Mit 25 Punkten ist noch nie jemand aus der BWOL abgestiegen – das wissen auch meine Spieler. Seither ist der Einsatz im Spiel und im Training nur noch bei wenigen so groß wie zuvor. Viele im Team scheinen geistig bereits in der Sommerpause zu sein!“ Die erste Chance zur Wiedergutmachung hat der TuS beim Heimspiel am Samstag, wenn die formstarke TSG Söflingen zu Gast ist.

TuS Steißlingen: Leon Sieck, Walter (Tor); Biedermann (2), Dreher, Euchner (5/3), F. Maier (1), Rothkirch (4), S. Maier (2), Lennart Sieck (3), Storz, Ströhle (1), Wangler (4), Wildöer (5/1).

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