Handball HSG Konstanz setzt auf Vollgas in Günzburg

Für die A-Jugend der HSG Konstanz steht in der Bundesliga am Samstag ein richtungsweisendes Spiel in Bayern auf dem Programm.

Handball, A-Jugend-Bundesliga: VfL Günzburg – HSG Konstanz (Samstag, 15.30 Uhr, Sporthalle Günzburg). – Nach dem 41:29-Sieg gegen Ostfildern dank einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause steht für die A-Jugend der HSG Konstanz in Günzburg erneut eine richtungsweisende Partie auf dem Programm. „Unsere erste Halbzeit gegen Ostfildern haben wir gestrichen“, sagt Trainer Christian Korb und verweist auf das große Potenzial seiner jungen Mannschaft, das vollends abgerufen werden müsse. „In der zweiten Halbzeit haben wir unsere breite Stärke gezeigt. Beide Flügelseiten haben überzeugt“, so der B-Lizenzinhaber versöhnlich. Dass beim VfL Günzburg, einem direkten Konkurrenten um Platz sechs, jedoch Konzentration und Vollgas über 60 Minuten nötig sind, zeigen die guten Ergebnisse der Bayern in einem harten Auftaktprogramm.

Kurios dabei: Die ersten vier Spiele wurden alle daheim ausgetragen, das fünfte war das erste Auswärtsspiel – und ausgerechnet hier platzte am vergangenen Wochenende nach vier Heimneiderlagen der Knoten. Dabei war der 29:26-Sieg beim stark eingeschätzten SV Zweibrückern nicht nur ein Ausrufezeichen, sondern nach heiß umkämpften Duellen mit den Topteams Göppingen, Balingen, Bittenfeld und Echaz-Erms Warnung genug für die Konstanzer.

„Günzburg ist Handball“, spricht der HSG-Coach die große Unterstützung für die A-Jugendhandballer an, die nach dem Aus des Herren-Bundesligahandballs vor Jahren die Attraktion in einer nach Spitzenhandball lechzenden Region sind. Unterstützt von stets großen Kulissen „bringen sie enorme Leidenschaft mit“, berichtet Korb und erklärt: „Immer auf dem Standpunkt: Wir haben viel, wir geben viel und alles wird versucht und gemacht.“ In einer ausgeglichenen Mannschaft zählt das laufstarke Team, das auf einige großgewachsene aber auch „einige extrem clevere, vielseitige, kleine Spieler“, so Korb, bauen kann.

Nachdem es beim zuletzt achtfachen Torschützen Henrik Dahm „klick gemacht hat“ wie der Konstanzer Übungsleiter sagt und seinen Rückraumspieler für dessen geradlinige, selbstbewusste Spielweise hervorhebt, rechnet man im Konstanzer Lager mit einem offenen Spiel zweier Mannschaften, die mit einem Sieg im Rücken nachlegen wollen. Zuversichtlich macht auch die Entwicklung von Jonas Hadlich, „einem unserer Druckvollsten im Team“, lobt Korb. „Jonas konnte gegen Ostfildern die höheren Erwartungen durch gezielte Korrekturen an ihm ebenfalls umsetzen.“

Vorteile sind, die bisherige Ausbeute der erzielten und kassierten Treffer zugrunde gelegt, im Angriff auf Konstanzer, in der Defensive auf Günzburger Seite zu erwarten, wobei auch unterschiedliche Philosophien und Systeme praktiziert werden. Schwer zu prognostizieren sei deshalb, was im direkten Aufeinandertreffen passiere. „Da brauchen wir allen Fokus, Geradlinigkeit und auch mehr Gegenwehr im Abwehrverhalten als bisher“, fordert Christian Korb. Denn mit Blick auf die letzten Partien macht er deutlich: „Wir machen es unseren Gegnern hier viel zu einfach.“ Gegen Ostfildern konnte Torwart Sven Koester mit starken 20 Paraden und knapp 50 Prozent gehaltenen Bällen – eine sensationelle Quote – überzeugen. „Und dennoch bekommen wir 29 Treffer“, schüttelt Korb den Kopf. Vor der schweren Aufgabe zählt für ihn deshalb nur Vollgas.

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