Handball HSG Konstanz II muss sich ohne Harz beweisen

Die HSG Konstanz II ist am Samstag bei der SG Kappelwindeck/Steinbach zu Gast, in deren Halle Harzverbot herrscht.

Handball, Südbadenliga: SG Kappelwindeck/Steinbach – HSG Konstanz II (Samstag, 20 Uhr, Stadthalle Steinbach). – Vier Spiele, vier Siege und mit 8:0 Punkten Tabellenführer der Südbadenliga. Die Bilanz der als jüngstes Team der Liga ins Rennen gegangenen HSG Konstanz II liest sich nach dem Oberliga-Abstieg hervorragend. Doch Trainer Matthias Stocker warnt: „Es war kein Kantersieg dabei, deshalb müssen wir in jedem Spiel unser ganzes Leistungsvermögen abrufen.“ Auch die nächste Partie in Steinbach stellt eine ganz besondere Herausforderung dar.

In Steinbach herrscht absolutes Haftmittelverbot. Als Vorbereitung darauf hat Stocker diese Woche harzfrei trainieren lassen. „Damit die Jungs ein Gefühl dafür bekommen“, sagt er und schüttelt den Kopf: „Für mich ist das eine komplett andere Sportart, die man mit normalem Handball mit Harz nicht vergleichen kann.“

Dem Vorteil der Gastgeber, die diese Verhältnisse kennen, setzt er seine gut in Schwung gekommene, hungrige und im Aufwind befindliche Perspektivmannschaft entgegen. Neben einer bestens funktionierenden Abwehr und starken Torhütern kann er sich auch auf sich stetig verbessernde Abläufe im Offensivspiel verlassen – und das hohe Tempo und die hervorragende körperliche Verfassung. „Wir können am Ende immer noch mal zulegen“, sagt Stocker.

Gegner Kappelwindeck/Steinbach konnte nach zwei Auftaktniederlagen zuletzt einen 34:28-Erfolg gegen Waldkirch/Denzlingen verbuchen. Der HSG-Coach richtet aber, wie immer, den Blick auf die eigene Sieben. Auf der Torwartposition hofft er auf eine baldige Rückkehr des verletzten Talents Lukas Herrmann, der in seinen ersten Partien einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Herrmann ist aber nicht der einzige Ausfall, aktuell drückt Stocker der Schuh gleich auf mehreren Positionen. Dank der guten konditionellen Verfassung wurden aber weder der eng getaktete Spielplan noch ein kleiner Kader, der durch parallele Spiele der A-Jugend und ersten Mannschaft weiter schrumpfte, zum Problem.

„Wir haben unsere Aufgaben bislang gut gelöst“, lobt der HSG-Coach. Aber erst in einigen Wochen wissen wir wirklich, wie gut wir sind.“ Intensiv gearbeitet werden müsse jedenfalls in allen Bereichen. „Im Angriff müssen wir uns noch richtig finden, da braucht es Zeit, bis die Abstimmung vollends passt. Aber auch in der Deckung können wir uns noch steigern.“ Ein gelungener Saisonstart sei zwar das Ziel gewesen, mit der makellosen Bilanz nach vier Spielen war unter den Vorzeichen eines völlig neuformierten, im Schnitt 21 Jahre alten Teams aber nicht zu rechnen. Doch die professionelle Trainingsarbeit scheint schneller als gedacht zu fruchten. Bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Konstanzer nun auf Handball ohne Harz einstellen können. (joa)

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