Handball HSG Konstanz II geht mit großem Respekt ins Spiel gegen den Tabellenvorletzten

Die HSG Konstanz II trifft am Sonntag auf den Ex-Oberligisten TV Oberkirch, dem vor der Saison viel zugetraut wurde.

Handball, Südbadenliga: HSG Konstanz II – TV Oberkirch (Sonntag, 17 Uhr, Schänzlehalle). – Mit einem guten Gefühl, nach einem dramatischen 32:31-Auswärtssieg in Teningen, konnte die HSG Konstanz II sich zuletzt zwei Wochen lang ohne Spiel auf die letzte Aufgabe im Jahr 2017 vorbereiten. Doch das vorletzte Hinrunden-Match in der Handball-Südbadenliga, das letzte wird erst Anfang Januar ausgetragen, hat es in sich. Mit Ex-Oberligist TV Oberkirch kommt ein Gegner am Sonntag, der HSG-Trainer Matthias Stocker allergrößten Respekt abnötigt.

Dies mag auf den ersten Blick verwunderlich sein, da Oberkirch mit nur vier Punkten auf dem vorletzten Platz rangiert. Dies allerdings völlig überraschend, denn vor der Saison trauten den Renchtälern nach dem sechsten Platz aus dem Vorjahr sämtliche Experten eine gute Rolle im Kampf um die Spitzenplätze zu. Zwar ist die unbefriedigende Tabellenposition auch dem Umstand geschuldet, dass die Ortenauer mit zwei Partien in Rückstand sind, doch nach der unglücklichen 25:26-Heimniederlage gegen Kenzingen zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Spielertrainer Stephane Robin wurde als erster Südbadenliga-Coach in dieser Saison beurlaubt, dafür übernahm nach fünf Niederlagen in Folge Co-Trainer Thomas Armbruster.

Ganz anders war die Gefühlslage beim Konstanzer Zweitliga-Nachwuchs, der in Teningen mit einem Geistesblitz von Joschua Braun und Philipp Kunde in letzter Sekunde einen überaus emotionalen Befreiungsschlag feiern konnte. Dabei waren sowohl das gefürchtete Tempospiel als auch eine verbesserte Abwehr- und vor allem eine sehr gute Torwartleistung von Neuzugang Lukas Herrmann zu registrieren.

Nun erwartet Stocker auch von Oberkirch nach der Trainerentlassung eine Reaktion und eine besonders gute Vorstellung. „Das wird für uns alles andere als einfach“, mahnt der B-Lizenzinhaber höchste Konzentration an. „Sie stehen sicher nicht dort, wo man sie erwartet hat und was sie sich selbst vorgenommen haben – trotzdem, oder gerade deshalb wartet ein ganz schwerer Brocken auf uns.“ Doch der Sieg in Teningen, er hat seiner Mannschaft auch viel Auftrieb gegeben, verrät der 29-Jährige und sagt: „Wir müssen uns darauf konzentrieren, unsere gute Leistung wieder abzurufen.“ Steigerungsbedarf sieht er gegen den enorm gefährlichen Rückraumshooter Timo Roll – zuletzt zehnmal erfolgreich und schon in der Oberliga einer der besten Schützen in dieser Klasse – vor allem im Abwehrbereich. „Da treten wir noch nicht so auf, wie wir können“, meint der HSG-Coach.

Groß ist indes die Freude bei der HSG, dass Rechtsaußen Jerome Portmann nach langer und schwerer Verletzung vor seinem ersten Saisonspiel steht, während der zweite Linkshänder Alexander Lauber ebenso wie Samuel Wendel noch einige Zeit ausfallen wird.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Außergewöhnliche Geschenkideen für Ihre Liebsten
Neu aus diesem Ressort
Regionalsport
Regionalsport
Crosslauf
Handball
Handball
Fußball
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren