Der VfB Friedrichshafen ist im Finale der Deutschen Meisterschaft. Auf wen die Volleyballer am Sonntag in der ZF-Arena (14.30 Uhr) treffen, entscheiden heute Berlin RV und UV RheinMain. VfB-Cheftrainer Vital Heynen über Gegner und Chancen. Vital Heynen: "Habe keinen Lieblingsgegner"

Der VfB Friedrichshafen ist nach Siegen über Düren im Finale der Deutschen Meisterschaft. Auf wen die Volleyballer am Sonntag in der ZF-Arena (14.30 Uhr) treffen, entscheiden am Donnerstag die Berlin Recycling Volleys und die United Volleys RheinMain. VfB-Cheftrainer Vital Heynen im Interview über die Gegner und die Chancen, nach dem Gewinn des Supercup und des DVV-Pokals auch noch Deutscher Meister werden zu können.

Der VfB Friedrichshafen ist im Finale der Deutschen Meisterschaft. Auf wen die Volleyballer am Sonntag in der ZF-Arena (14.30 Uhr) treffen, entscheiden heute Berlin RV und UV RheinMain. VfB-Cheftrainer Vital Heynen über Gegner und Chancen.

Herr Heynen, Berlin oder Frankfurt – wenn Sie sich einen Gegner wünschen könnten, welcher wäre das?

Ich habe eigentlich gar keinen Lieblingsgegner. Ich hätte aber schon gern ein Spiel zwischen Berlin und den United Volleys über fünf Sätze. Wenn die Begegnung um halb acht beginnt, können die gerne bis elf oder zwölf Uhr spielen, wenn es nach mir geht. Und dann muss am Ende eben jemand gewinnen. Aber Spaß beiseite: Natürlich sagen alle, dass die United Volleys am Ende besser für uns wären. Aber wir haben in dieser Saison zwei Mal gegen sie gespielt und zwei Mal gewonnen. Allerdings haben wir vier Mal gegen Berlin gespielt und vier Mal gewonnen. Wenn man weiter denkt, dann ist Berlin vielleicht besser für uns. Aber auf jeden Fall werden und müssen wir den Vorteil vom Wochenende nutzen, weil wir frischer und ausgeruhter sind. Wobei, um auf die Frage zurückzukommen, welcher Gegner mir lieber wäre: Ganz ehrlich, ich weiß es nicht.

Wenn Sie keinen Lieblingsgegner ausmachen können, ist es denn zumindest ein Vorteil, als Erster der Normalrunde die Finals in der eigenen Halle und vor eigenem Publikum beginnen zu können?

Nicht das erste Spiel zu Hause ist der Vorteil. Es ist der Vorteil, dass wir jetzt schon wissen, dass wir fürs Finale qualifiziert sind. Jetzt am Donnerstag zu spielen, bedeutet eben auch, dass die beiden Mannschaften nicht viel Zeit haben umzudenken und sich auf uns zu konzentrieren. Das geht alles auch physisch, aber vor allem mental sehr an die Kraft einer Mannschaft. Deshalb war ich so froh, dass wir uns gegen Düren in zwei Spielen durchgesetzt haben. Aber klar ist es auch kein Nachteil, vor eigenem Publikum zu spielen.

Welcher Mannschaft trauen Sie denn heute den Sieg in Berlin zu? Welches Team machte auf Sie bislang den stärkeren Eindruck?

Wenn man der Logik vertraut, muss Berlin gewinnen. Hey, die spielen im Final Four der Champions League. Sie gehören zu den besten vier Mannschaften in Europa. Daher ist der Druck auf die Mannschaft aber auch riesig. Du bist eines der besten Teams auf dem Kontinent und musst gleichzeitig in der eigenen Liga kämpfen, um ins Finale einzuziehen. Berlin muss das schaffen können, sie haben viele erfahrene Spieler. Und bislang hat eben nur Friedrichshafen das Kunststück geschafft, in der Max-Schmeling-Halle in dieser Saison zu gewinnen. Viele sagen, dass die deutsche Liga nicht besonders stark ist. Aber jetzt muss ein Final-Four-Teilnehmer kämpfen, um ins Finale zu kommen. Wir haben im Viertelfinale fünf Sätze gegen die Netzhoppers gebraucht. Das ist doch ein gutes Zeichen für die Liga in Deutschland.

Gibt es denn für den United-Trainer Michael Warm einen Tipp, wie man es schafft, in Berlin ein Spiel zu gewinnen? Immerhin gelang Ihnen das in dieser Saison schon. Was war denn genau das Erfolgsrezept?

(lacht) Das wissen wir auch nicht. In diesem Spiel haben wir – wie so oft in dieser Saison – viele schwierige Momente gehabt und sind da aber irgendwie heraus gekommen. Wir waren alle drei Sätzen 22:24 im Hintertreffen und dann verlierst Du das normalerweise 0:3. Aber das haben wir nicht gemacht, wir haben die Sätze gedreht und gewonnen. Ich möchte Michael Warm jetzt natürlich nicht raten, auch immer 22:24 hinten zu liegen, weil Berlin so etwas in der Saison vermutlich nur einmal passiert. Und ich weiß auch nicht, ob wir das Kunststück in Berlin nochmals schaffen. Aber wir warten jetzt auf Sonntag und wenn wir das Spiel gewinnen, sehen wir weiter und konzentrieren uns dann auf die zweite Begegnung.

Fragen: Gesa Katz

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