Volleyball, Champions League VfB Friedrichshafen zeigt Nervenstärke

Nach dem hart umkämpften 3:2-Sieg bei PAOK Thessaloniki bleibt das Team von Trainer Vital Heynen in der Champions League weiter ungeschlagen.

PAOK Thessaloniki - VfB Friedrichshafen 2:3

Der VfB Friedrichshafen bleibt ungeschlagener Tabellenführer des Pool B in der Volleyball-Champions-League. Die Gäste gewannen ihr Spiel bei PAOK Thessaloniki mit 3:2 (17:25, 28:30, 25:14, 25:17, 15:9) und zeigten bei ihrem Comeback nach 0:2-Rückstand große Nervenstärke. Vor allem Philipp Collin war mit 22 Punkten und vier Blocks überragender Angreifer des Teams vom Bodensee.

Die VfB-Fans mussten sich im ersten Satz verwundert die Augen reiben. Denn Friedrichshafen um Athanasios Protopsaltis, David Sossenheimer, Jakob Günthör, Philipp Collin, Bartlomiej Boladz, Simon Tischer und Markus Steuerwald begann ungewöhnlich nervös. Eine unsichere Annahme machte es Zuspieler Tischer schwer, seine Angreifer einzusetzen und diese machten außer Boladz zu Anfang kaum direkte Punkte. Immer wieder brachte Mittelblocker Panagiotis Pelekoudas VfB-Trainer Vital Heynen zum Kochen. Erst schlug er das Ass (4:7), setzte zum 9:15 und 9:16 noch zwei Servicewinner oben drauf und blockte Boladz zum 10:18. Der erst am Montag verpflichtete Diagonalangreifer Nikolai Uchikov machte die schwierigen Bälle für PAOK. Erst beim 14:24 bekamen die Gäste ihre Chancen, blockten ebenfalls, und Takvam schlug das Ass. Das 17:25 konnte der VfB allerdings nicht verhindern.

Auch im zweiten Durchgang brachte Friedrichshafen die Angriffe nicht ins gegnerische Feld und PAOK hatte die Hände an fast jedem Ball. 10:13 lag der VfB schnell zurück. Friedrichshafen kämpfte sich jedoch heran und Tischer blockte zum Ausgleich (18:18). Das Momentum schien auf Seiten der Deutschen, als Sossenheimer den Ball zum Satzball ins Feld drosch (24:23). Doch PAOK glich aus, erarbeitete sich selbst Satzbälle und Collin stieg beim Stand von 28:29 nach oben. Er schlug den Ball knapp neben das Feld, von einem Griechen berührt. Die anschließende Challenge, die fast vier Minuten dauerte, ging negativ für Friedrichshafen aus. PAOK holte sich Satz zwei mit 30:28.

Der Satz war weg, das Momentum aber noch aufseiten des VfB. Nun war das Team angefressen. Collin schlug das Ass, Günthör blockte Pelekoudas, und plötzlich fand der VfB zu alter Stärke zurück. Nach einem langen Ballwechsel verwandelte Protopsaltis geschickt mit der linken Hand und Collin, Sossenheimer, Kevorken und erneut Collin sattelten ein paar Punkte oben drauf (20:12). 25:14 stand es für die Deutschen am Ende von Satz drei.

Philipp Collin blieb weiter der dominierende Angreifer. Die Häfler hielten die Konzentration oben, ließen PAOK nur bis zum 4:4 mitspielen und zogen dann davon (7:5, 12:8). Als Kevorken dann auch Uchikov im Block zu fassen bekam, war der vierte Durchgang fast schon in trockenen Tüchern. 25:17 stand es am Ende durch einen Schnellangriff Günthörs durch die Mitte.

Im Tiebreak kamen die Fehler bei Friedrichshafen zurück. Bis zum 2:5 liefen die Gäste einem Rückstand hinterher. Immer wieder setzte Tischer Collin ein, der ein weiteres Mal blockte und das 12:9 für Friedrichshafen markierte. So drehte Friedrichshafen nicht nur das Spiel, sondern auch Satz fünf (15:9) und nimmt zwei Punkte aus Griechenland mit an den Bodensee. (gek)

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