Eishockey Towerstars unterliegen Frankfürter Löwen in hitzigem Duell

Die Ravensburg Towerstars konnten sich in einem hitzigen Duell gegen den Tabellenzweiten Frankfurt am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht mit Punkten belohnen. Das personell dezimierte Team von Trainer Jiri Ehrenberger unterlag vor fast 3200 Zuschauern in der Ravensburger Eissporthalle knapp mit 2:3. (1:1,1:1,0:1).

Dass sich beide Mannschaften trotz Weihnachtsfest in dieser Begegnung ganz und gar nichts schenken wollten, zeigte sich nach einer abwechslungsreichen Startphase ab der 9. Spielminute. Quasi im Minutentakt zückten die Arme der Hauptschiedsrichter wegen Strafzeiten nach oben und dass die ersten Treffer dieser Begegnung im Powerplay erzielt wurden, überraschte freilich nicht. C.J. Stretch legte in der 12. Minute zunächst für Frankfurt vor, zweieinhalb Minuten später gleichen die gastgebenden Towerstars postwendend wieder aus.  Nach dem Ausgleich hatten die Towerstars in der jetzt hitzigen Partie zwar mehr vom Spiel, es blieb aber beim Unentschieden bis zur ersten Pausensirene.

Im zweiten Spielabschnitt hatten sich beide Teams offensichtlich besser auf die strenge Leitungsweise der Hauptschiedsrichter Christian Oswald und Ulpi Sicorschi eingestellt, endlich konnte die Partie in jeweils vollzähliger Spieleranzahl Fahrt aufnehmen. Die ersten drei Minuten gerieten zwar die Towerstars in der eigenen Zone arg in Bedrängnis, doch mehr und mehr übernahmen diese das Spiel und hatten dann auch deutlich mehr Chancen. In der 26. Minute kombinierten Daniel Pfaffengut und Arturs Kruminsch stark, doch Löwen-Torhüter Hannibal Weitzmann parierte glänzend. Aber der zweiten Hälfte des zweiten Spieldrittels wirkten die Towerstars allerdings nervöser und leisteten sich teils schon in der eigenen Zone Fehlpässe. Vermeidbar war sicherlich auch der erneute Frankfurter Führungstreffer nach 37 Minuten. Hier waren die Towerstars in einen 1-3 Konter geraten, dieser schient eigentlich geklärt, als Brett Breitkreuz das Ravensburger Tor umkurvte und den Puck am linken Pfosten über die Linie drückte. Doch wieder hatte die Gäste-Führung nicht allzu lange Bestand. Ganze 52 Sekunden später glich Lukas Slavetinsky mit einem Schlenzer aus der zweiten Reihe auf 2:2 aus.

Im Schlussabschnitt war die Partie geprägt vom Kampf um jeden Zentimeter Eis, beide Teams hatten ihre Stärke- und Schwächephasen, bei den Towerstars machte sich aber die Physis bemerkbar. Bereits im ersten Drittel waren Adam Lapsansky und Kilian Keller verletzt in der Kabine geblieben, beim übrigen Team schwanden in der Schlussphase zusehends die Kräfte. Dreieinhalb Minuten vor Ende brachten die Towerstars den Puck nicht aus der der eigenen Zone, Wade McLeod kurvte selbstbewusst vor das Tor und traf unhaltbar zum 2:3. Die Towerstars steckten allerdings nicht auf, machten noch einmal mächtig Druck und als aufgrund einer Frankfurter Strafzeit sowie dem herausgenommenen Torhüter eine doppelte Überzahl winkte, spielten sich vor dem Frankfurter Tor die dramatischsten Szenen ab. Acht Sekunden vor der Schlusssirene zappelte der Puck auch tatsächlich im Netz der Gäste, doch Hauptschiedsrichter Christian Oswald signalisierte schon frühzeitig, was der nervenaufreibende Videobeweis dann letztlich bestätigte. David Zucker hatte den Puck mit einer aktiven Bewegung des Schlittschuhs ins Tor befördert, der Treffer zählte nicht und es blieb beim 2:3 für Frankfurt.

„Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat trotz der personellen Situation einen aufopferungsvollen Kampf geboten und wir hätten auch aufgrund der großen Chancen im zweiten Drittel einen, vielleicht sogar zwei Punkte verdient gehabt“, resümierte Towerstars Trainer Jiri Ehrenberger nach dem Spiel.

Bereits am Donnerstag treten die Towerstars beim Tabellenführer Bietigheim an, am Samstag geht es zum letzten Heimspiel des Jahres dann nach Freiburg in die Eissporthalle.

0:1 11:16 Stretch (Tiffels , Schüle, 5:4), 1:1 13:50 Just (Slavetinsky, 5:4) , 1:2 37:02 B. Breitkreuz, 2:2 37:54 Slavetinsky (Kruminsch, Pfaffengut )2:3 56.46 MacLeod (Valentin, C. Breitkreuz). Strafminuten: Towerstars 10, Frankfurt 20. Zuschauer: 3.131.

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