Regionalsport SeeOst Strafzeiten rauben Towerstars verdiente Punkte

Nach verschlafenem Start biegen die Towerstars das Spiel gegen Frankfurt um und verlieren dennoch. Der Gegner nutzt die Strafzeiten der Ravensburger im Schlussabschnitt eiskalt aus.

Eishockey, DEL2: Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:3 (2:0, 0:2, 2:1). – Nach dem 5:1 gegen Rosenheim am Freitag hatte Towerstars-Trainer Daniel Naud keinen Anlass, sein Team zu verändern. Er entschied sich jedoch für Christian Rohde als Torhüter, nachdem Kollege Matthias Nemec in den letzten zwei Spielen zwischen den Pfosten stand. Die Towerstars und Rohde hatten allerdings einen unglücklichen Start in die Partie. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, als Löwen-Stürmer Justin Kirsch auf rechter Position einen Schlenzer abgab und der Puck dem Ravensburger Keeper durch die Schoner rutschte. Direkt nach dem Anspielbully hätte auf der Gegenseite Konstantin Schmidt aber den Ausgleich machen müssen. Kollege Brian Roloff hatte den Puck vor dem Tor noch mal quer gelegt, doch Schmidt schob am leeren Tor vorbei.

Diese vergebene Chance war umso ärgerlicher, weil sich die Gastgeber mit ihren Aktionen abgebrühter präsentierten. Brett Breitkreuz schob am linken Pfosten unbedrängt ein. Nach nicht einmal fünf Minuten lagen die Towerstars schon mit 0:2 zurück. Immerhin: Im weiteren Verlauf des Startdrittels gestalteten die Ravensburger das Spiel doch ausgeglichen, weitere Tore blieben auf beiden Seiten aber Fehlanzeige.

Im zweiten Abschnitt sollte das Spiel allerdings schon nach 20 gespielten Sekunden einen prägenden Marker bekommen. Mit dem ersten Angriff nach dem gewonnenen Anspielbully drückte Austin Smith am linken Posten den Puck an den Schonern von Löwen-Torhüter Antti Ore vorbei zum 2:1-Anschlusstreffer über die Linie. Dieser Treffer hatte Signalwirkung für die Towerstars, die fortan zielstrebig und deutlich präziser nach vorne spielten und das Spiel jetzt klar übernommen hatten. Nach knapp neun Minuten wurden die Bemühungen auch prompt belohnt. Frankfurts Mike Card saß eine Strafe wegen übertriebener Härte ab, Fabio Carciola nahm einen Querpass vom linken Bullypunkt aus direkt ab und donnerte die Hartgummischeibe zum 2:2-Ausgleich in die Maschen. Auch danach waren die Towerstars dem nächsten Treffer näher, allerdings sollte sich Frankfurt ab der 33. Minute wieder deutlich fangen, und jetzt musste Christian Rohde im Ravensburger Tor wieder Schwerstarbeit leisten.

Auch im Schlussabschnitt hatten die Towerstars einen Start nach Maß. Der Angriffsdruck wurde immer größer, und in der 47. Minute veredelte Brian Roloff eine blitzsaubere Kombination zur 3:2-Führung für die Towerstars. Die mitgereisten Fans jubelten allerdings nur kurz, denn ganze 51 Sekunden später glich Frankfurt auch schon wieder aus. Stephan Vogt hatte sich eine Strafzeit geleistet, Reimer lupfte den Puck dann freistehend zum 3:3-Ausgleich unter die Latte. Nur fünf Minuten später sorgte eine weitere Strafzeit sogar für die Frankfurter Führung. Breitkreuz hatte den Puck im Gewühl dem Towerstars-Keeper durch die Schoner gestochert. Zwar hatten die Oberschwaben in den letzten zwei Minute nochmals gute Möglichkeiten auf den Ausgleich, aber auch eine doppelte Überzahl bei herausgenommenem Torhüter brachte nichts mehr ein. Eine sicherlich ärgerliche Niederlage, die jetzt in der zweiwöchigen Pause verdaut werden kann.

Tore: 1:0 02:48 Kirsch (Tomassoni), 2:0 04:41 Breitkreuz (Mueller), 2:1 20:20 Smith, 2:2 29:07 Carciola (MacLean, Slavetinsky) (5:4), 2:3 46:43 Roloff (Smith, Schmidt) 3:3 47:34 Reimer (Tomassoni)(5:4), 4:3 53:42 Breitkreuz (Mazzolini)(5:4). – Strafminuten: Frankfurt 6, Towerstars 8. – Zuschauer: 3656.

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