Regionalsport See Ost Dezimierte Towerstars können sich nicht belohnen

Die Entscheidung beim 2:3 gegen Frankfurt fiel erst in den Schlussminuten der Eishockeypartie. Schwere Aufgaben waren in der DEL 2 gegen in Bietigheim und zu Hause am Samstag gegen Freiburg.

Eishockey-DEL-2: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt 2:3 (1:1, 1:1, 0:1). – Fast 3200 Zuschauer boten am 2. Weihnachtstag eine tolle Kulisse in der Ravensburger Eissporthalle. Was im Startabschnitt gegen die Löwen Frankfurt aber fehlte, war Rhythmus im Spiel. Der konnte bei der Vielzahl von Strafzeiten auf beiden Seiten gar nicht aufkommen. Beide Tore im ersten Spielabschnitt entstanden aus Überzahlspielen. C. J. Stretch brachte Frankfurt (12. Minute) zunächst in Führung, zweieinhalb Minuten später glich Robin Just bereits wieder aus.

Im zweiten Drittel lief das Duell um einiges flüssiger. Zunächst hatten die Gäste gute Chancen auf das 2:1, dann übernahmen die Towerstars das Ruder. Die Spielzüge ernteten immer wieder Szenenapplaus, es fehlte aber die Effizienz im Abschluss. Frankfurt war abgebrühter. 37 Minuten waren gespielt, als die Towerstars nach einem Puckverlust in einen 1:3-Konter gerieten. Den ersten Schuss von Nils Liesegang parierte Jonas Langmann noch stark, beim „Bauerntrick“ von Brett Breitkreuz konnte den linken Pfosten nicht zumachen – 2:1 für Frankfurt. Stark die Reaktion der Towerstars: 52 Sekunden nach dem Anspielbully glich Lukas Slavetinsky mit einem platzierten Schlenzer erneut aus.

Im ausgeglichenen Schlussabschnitt entwickelten sich die Torchancen verstärkt aus gegnerischen Fehlern. Diese unterliefen den Towerstars bei nachlassenden Kräften ausgerechnet in der Schlussphase immer häufiger. Zu diesem Zeitpunkt standen Coach Jiri Ehrenberger nur noch 14 Feldspieler zur Verfügung. Schon im ersten Spielabschnitt waren Adam Lapsansky (Adduktoren) sowie Kilian Keller (Gesichtsverletzung) ausgefallen. In der 57. Spielminute passierte es: Wade McLeod hatte alle Zeit der Welt, sich beim 3:2 die Ecke auszusuchen. Die Towerstars kratzten noch einmal alle Kraft und Moral zusammen, und als die Gäste 52 Sekunden vor dem Ende eine Strafzeit kassierten, spielten sich dramatische Szenen vor dem Frankfurter Tor ab. Der Puck zappelte tatsächlich im Netz der Gäste, nur noch sechs Sekunden standen auf der Uhr. Doch der Treffer fand keine Anerkennung, da David Zucker ihn mit dem Schlittschuh ins Tor gelenkt hatte. „Ich zolle meinem Team trotz der Niederlage großen Respekt“, lobte Trainer Jiri Ehrenberger. „Die Jungs hätten für diesen Kampf einen oder vielleicht auch zwei Punkte verdient gehabt.“

Allzu lange dürfen die Towerstars den verlorenen Punkten und Tabellenplätzen nicht nachtrauern. Bereits heute steht beim Tabellenführer Bietigheim der nächste schwere Brocken an. In der derzeitigen personellen Situation sind die Ravensburger krasser Außenseiter. Allerdings hat am Dienstag Freiburg gleich zwei Punkte aus Bietigheim mitgenommen. Unverwundbar sind die Steelers bei Landesderbys also nicht.

Jiri Ehrenberger hat sich diese Begegnung in der Videoanalyse ganz besonders intensiv angeschaut, denn am Samstag ist Freiburg im letzten Heimspiel des Jahres zu Gast in Ravensburg. „Ich hoffe, dass bis dahin der eine oder andere Verletzte zurückkommt. Mit weiterhin nur 14 oder 15 Feldspielern wäre unsere Lage doch sehr kritisch“, betont der Trainer der Oberschwaben.

Für das Heimspiel gegen Freiburg am Samstag um 20 Uhr empfiehlt es sich übrigens, die Vorverkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Die Wölfe haben sich mit sechs Fanbussen angekündigt, erneut kann also von einer stattlichen Zuschauerkulisse ausgegangen werden. – Tore: 0:1 (11:16) Stretch (Tiffels, Schüle, 5:4), 1:1 (13:50) Just (Slavetinsky, 5:4), 1:2 (37:02) B. Breitkreuz, 2:2 (37:54) Slavetinsky (Kruminsch, Pfaffengut), 2:3 (56.46) MacLeod (Valentin, C. Breitkreuz). – Strafminuten: Towerstars 10, Frankfurt 20. – Zuschauer: 3131.

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