Regionalsport See Ost Auch nach 25 Jahren null Langeweile bei Peter Ganzert

Segel-Landestrainer feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Peter Ganzert schaut auf eine erfolgsgekrönte Dienstzeit zurück.

Segeln: Peter Ganzert, leitender Landestrainer und Leiter des Landesleistungszentrums Segeln in Friedrichshafen, hat am 1. Oktober sein 25-jähriges Dienstjubiläum gefeiert.

Langweilig wurde dem 56-Jährigen in diesem Vierteljahrhundert nie und er freut sich auf weitere Jahre in seinem abwechslungsreichen Beruf. „Wenn ich bei schönem Wetter auf dem Wasser bin, werde ich von vielen Leuten beneidet. Aber bei Sturm und Kälte, oder bei tausenden von Kilometern auf der Autobahn will dann doch keiner mit mir tauschen“, erzählt Ganzert und lacht. Bis zu 130 Tage im Jahr ist er mit seinen Schützlingen an der Ostsee, im Mittelmeer oder am Gardasee zu Trainingslagern und Regatten unterwegs. Dabei war es ihm immer wichtig, den ganzen Menschen in seiner Entwicklung und nicht nur dessen sportliche Leistung auf dem Weg „nach oben“ zu sehen. Das schätzen Sportler und Eltern – mit vielen ehemaligen Kaderseglern steht er weiterhin in Kontakt. „Selbst, wenn es beim einen oder anderen nicht zum großen Erfolg gereicht hat, erinnern sie sich, dass sie trotzdem eine tolle Zeit erlebt haben."

Obwohl der leistungsorientierte Trainer sich immer mit seinen Seglern über Erfolge freut, hat er nie eine Strichliste über die erkämpften Medaillen geführt. „Ich habe Medaillen immer als Teamleistung gesehen“, sagt er bescheiden. Dabei kann sich die Ausbeute wirklich sehen lassen: 39 Medaillen, 14 Gold-, 16 Silber- und neun Bronzemedaillen haben er und seine Segler im Finn-Dinghi, Europe und Laser allein in den Einhandklassen auf Deutschen Meisterschaften, Jugend-, Europa- und -Weltmeisterschaften gewonnen. Im Rampenlicht stehen Segeltrainer, anders als in manchen anderen Sportarten, nicht. Anerkennung bekommt er dafür in jedem Fall von seinem Landesverband, der, betont Ganzert, eine hohe Anerkennungskultur im Vorstand pflegt.

Der Diplomsportlehrer und A-Trainer, dem das Segeln bereits in die Wiege gelegt worden war, studierte in Berlin und Leipzig und hat von 1974 bis 1986 im Sportclub Berlin-Grünau täglich und mit den „ganz Guten“, wie zum Beispiel Jochen Schümann, auf Leistungssportebene trainiert. Nach der Wiedervereinigung 1990 arbeitete er zunächst an der Technischen Universität Berlin im Hochschulsport und musste nicht lange überlegen, als er von der Stellenausschreibung für den Posten des Landestrainers am Bodensee erfuhr. Er wollte nach eigenem Bekunden zurück in den Leistungssport und erklärt: „Die Entscheidung, mich hier in Baden-Württemberg zu bewerben, habe ich bis heute nicht bereut."

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