Von der CEO, über die Pflegenden und die Ärzteschaft, bis hin zu den Mitarbeitenden aller Verwaltungs- und Supportbereiche: Seit Angang des Jahres duzen sich die Mitarbeitenden des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) über alle Hierarchiestufen hinweg. Das GZF teilt mit, dass es überzeugt sei, mit der Du-Kultur das bereichs- und funktionsübergreifende Arbeiten weiter zu stärken. Davon würden auch die Patienten profitieren.

Mit dem Start ins neue Jahr führt das GZF eine neue Du-Kultur unter den Mitarbeitenden ein. Die rund 1000 Mitarbeitenden des GZF sowie alle Mitarbeitenden von Drittfirmen, die längerfristig am GZF tätig sind, sprechen sich neu untereinander mit Du an – über alle Hierarchiestufen hinweg.

Das bereichs- und funktionsübergreifende Arbeiten gehört am GZF seit geraumer Zeit zur Tagesordnung. Diese Art der Zusammenarbeit habe sich gerade während der Pandemie sehr bewährt und und die Geschäftsleitung in der Annahme bestärkt, dass die Mitarbeitenden für eine Du-Kultur offen und bereit seien, so das GFZ.

Alle Mitarbeitenden hatten die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Abstimmung für Du oder Sie auszusprechen. Konkret erhielt jeder Mitarbeitende eine rote Kugel, die er während vier Wochen direkt am Arbeitsplatz an den verschiedenen Standorten des GZF in eine Urne einwerfen konnte. „Die Du oder Sie-Abstimmung war mir eine Herzensangelegenheit und ich freue mich sehr, dass der Entscheid fürs Du so eindeutig gefallen ist“, zitiert das GFZ seine CEO Anneliese Seiler.

78 Prozent Wahlbeteiligung

Das Ergebnis der Umfrage ist in der Tat beeindruckend: Von rund 1000 Mitarbeitenden haben 782 an der Du oder Sie-Abstimmung teilgenommen. Dies entspricht einer Beteiligungsquote von stolzen 78 Prozent. Von den 782 abgegebenen Kugeln landeten 616 in einer Du-Säule, während 166 Kugeln in einer Sie-Säule gezählt wurden. Damit entspricht der Du-Anteil an allen abgegebenen Stimmen fast 79 Prozent.

Seiler sieht in der neuen Du-Kultur einen wichtigen Mehrwert: „Das Du vereinfacht die Kommunikation und baut Brücken auch über Teamstrukturen und Fachbereiche hinweg. Die damit verbundene Nähe untereinander hilft der Zusammenarbeit ungemein.“ Eine durchlässige, offene Kommunikation kommt auch den Patienten und Bewohnern des Pflegeheims zu Gute. „Das Miteinander und die Atmosphäre in einer Klinik sind ein relevanter Erfolgsfaktor, wenn es darum geht, auch bei hohem Leistungsdruck eine gute Qualität in der Patientenbehandlung zu erreichen. Das Du hilft uns, Hierarchien zu überwinden, sich nebeneinander zu stellen und sachlich Probleme oder Aufgaben anzugehen“, zitiert das GFZ Urs Genewein, Chefarzt für Traumatologie und Handchirurgie.

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