Die Wandersaison im Alpstein nimmt einen immer tragischeren Verlauf. Erneut sind Wanderer verunglückt, dieses Mal sind zwei Tote zu beklagen.

Eine vierköpfige Familie aus dem Kanton Thurgau wanderte am Montag, dem Schweizer Nationalfeiertag, vom Gebiet Äscher in Richtung der Alm Altenalp, um so zum Seealpsee zu gelangen. Im Gebiet Weesen vor der Altenalp stürzten die 31-jährige Mutter der Familie und ihre fünfjährige Tochter nach einer Verzweigung einen steilen Abhang hinunter, wie Philipp Lötscher, Pressesprecher der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden dem SÜDKURIER gegenüber bestätigt.

Mutter und Tochter konnten trotz sofort eingeleiteter Suche von den Rettungskräften nur noch tot im steilen Gelände geborgen werden. Woher im Kanton Thurgau die Familie genau stammt und aus welcher Höhe die junge Frau und ihr Kind gestürzt sind, konnte Pressesprecher Lötscher nicht sagen. Warum die beiden verunglückt sind, ist noch unklar. Die Kantonspolizei hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Viertes tödliches Unglück innerhalb kurzer Zeit

Es ist bereits das vierte Unglück dieser Art im Alpstein innerhalb weniger Wochen. Am 18. Juli war zunächst eine 66-jährige deutsche Staatsbürgerin aus der Nähe von Augsburg unweit des Äscher in den Tod gestürzt. Kurz darauf verunglückte an fast genau derselben Stelle ein 58-Jähriger aus dem Kanton Bern ebenfalls tödlich. Am 26. Juni war bereits eine 75-jährige Frau in der Nähe des Äschers gestolpert und rund 80 Meter in die Tiefe gestürzt. Auch sie konnte nur noch tot geborgen werden.

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