Die Polizei hat einen Tatverdächtigen geschnappt, der mehrere Vögel vergiftet haben soll. Über diesen Fahndungerfolg informiert die Kantonspolizei Basel-Stadt und beschreibt die Sachlage in einer Mitteilung genauer.

Was war geschehen?

Seit Sommer 2020 wurden im Kanton Basel-Stadt insgesamt sechs Wanderfalken und zwei Mäusebussarde tot aufgefunden. Die Todesursache: Die Greifvögel wurden alle mit dem verbotenen Gift Carbofuran vergiftet, wie die Experten herausfanden.

Das Vorgehen

Erkenntnisse, wie der mutmaßliche Täter den Tieren das Gift verabreicht haben soll, gibt es bereits: „Bekannt ist die Vergiftungsmethode mittels Ködertauben“, heißt es in einer Polizeimitteilung.

Die Greifvögel wurden alle mit dem verbotenen Gift Carbofuran vergiftet.
Die Greifvögel wurden alle mit dem verbotenen Gift Carbofuran vergiftet. | Bild: Kantonspolizei Basel-Stadt

Denn Wanderfalken schlagen auch Tauben als Nahrung für sich und den Nachwuchs und über die Beutetiere erfolgt die Vergiftung: „Die Ködertauben, sogenannte „Kamikazetauben“, werden mit Nervengift präpariert und den Greifvögeln ausgesetzt.“

Der Ermittlungserfolg

Nun haben Ermittlungen des Ressorts Jagd- und Tierwesen der Kantonspolizei Basel-Stadt zur Anhaltung einer dringend tatverdächtigen Person geführt. Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte nach einer Hausdurchsuchung Mitte Februar einen dringend Tatverdächtigen anhalten.

Der Tatverdächtige wurde durch die Polizei vernommen und wird nun wegen diversen Verstößen, unter anderem gegen das Eidgenössische Tierschutzgesetz, das Jagdgesetz und das Chemikaliengesetz, bei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt angezeigt.

Das könnte Sie auch interessieren