Alle Jahre wieder führt die Kantonspolizei Zürich einen Aktionstag für die freiwillige Abgabe von nicht mehr benötigten Waffen durch. Dabei können Waffenbesitzer nicht mehr erwünschte private Pistolen, Revolver, Gewehre, Munition, Pyrotechnik sowie Laserpointer gegen eine Verzichtserklärung abgeben. Diese werden später unter Kontrolle vernichtet, im Schnitt sind es drei Tonnen an Waffen pro Jahr – heuer waren es bereits 7,5 Tonnen, die somit aus dem Verkehr gezogen wurden.

Spazierstock als Degen getarnt

300 Schusswaffen sowie 300 Hieb- und Stichwaffen haben Bürger am Samstagvormittag im Verkehrsstützpunkt Hinwil abgegeben. Neben den unterschiedlichsten Langwaffen, Revolvern und Pistolen wurden auch pyrotechnische Gegenstände, wie Feuerwerkskörper oder Sprengmittel, vorbeigebracht.

Unter all diesen Waffen und sonstigen Gegenständen befanden sich auch einzelne Kuriositäten, darunter eine rund ein Meter lange Panzergranate sowie eine als Spazierstock getarnte degenartige Stichwaffe. Den Aktionstag führte die Polizei in Zusammenarbeit mit dem Amt für Militär und Zivilschutz und dem Forensischen Institut Zürich durch.

1000 illegale Waffen im Südwesten entsorgt

In Baden-Württemberg hatte das Innenministerium Bürger im Jahr 2018 aufgefordert, Waffen abzugeben. Dabei wurde auch Straffreiheit zugestanden. Diese Amnestie sollte die Zahl illegal zirkulierender Waffen verringern helfen. Damals kamen rund 3000 Schusswaffen zusammen, davon ein Drittel aus illegalem Besitz, sowie 300 Hieb- und Stichwaffen.