Sie drücken weiter aufs Gas: Die harten Strafen in der Schweiz scheinen einige Autofahrer nicht davon abzuhalten, mit weit mehr als 120 Sachen auf der Autobahn zu rasen. Wenige Wochen nach dem Fall am Zürichsee mit 249 km/h meldet die Kantonspolizei Zürich wieder ein Raserdelikt. Laut Mitteilung hat eine Autobahnstreife am Sonntagabend einen Fahrer gestoppt, der mit seinem Wagen auf der A15 bei Uster am Greifensee mit bis zu 208 km/h unterwegs war.

Autobahnstreife führt eine Nachfahrmessung durch

Bei einer Patrouillenfahrt ist den Verkehrspolizisten laut Angaben kurz vor 21.30 Uhr auf der A15 bei Uster ein Fahrzeug aufgefallen, dass mit stark überhöhter Geschwindigkeit Richtung Brüttisellen fuhr. Sie fuhren dem Raser hinterher. Das Messgerät im Polizeiwagen stellte fest: Der Autofahrer war mit bis zu 208 km/h unterwegs. Erlaubt sind auf Schweizer Autobahnen bekanntlich 120 km/h.

Qualifizierte grobe Verkehrsverletzung

Die Polizisten nahmen den 43-jährigen Fahrer fest. Er sei nach einer Befragung wieder entlassen worden. Er muss sich laut Mitteilung der Polizei aber wegen „qualifizierter grober Verkehrsregelverletzung“ vor der zuständigen Staatsanwaltschaft verantworten. Der Führerausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen, sein Fahrzeug sichergestellt und der Staatsanwaltschaft übergeben.

Mehr als 80 km/h zu viel gilt in der Schweiz als Raserei

Als Raser gilt in der Schweiz, wer mit 70 km/h durch eine 30er-Zone fährt, im Ortsgebiet um 50 km/h und außerhalb oder auf der Autobahn mindestens um 80 km/h zu schnell unterwegs ist. Sofern ein Raser erwischt wird, drohen ihm eine Freiheitsstrafe von mindestens einem bis zu vier Jahren. Die Schweizer Regierung plant jedoch, das Verkehrsgesetz zu mildern.

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