Die Nullgradgrenze in der Schweiz ist in der Nacht zum Montag so hoch gestiegen wie nie zuvor. Die Messung brach einen 27 Jahre alten Rekord, schrieb MeteoSchweiz, das Schweizer Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter.

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Die Nullgradgrenze wird mit Wetterballons gemessen

Wetterballons stiegen laut Meteoschweiz auf 5184 Meter, bis sie den Gefrierpunkt feststellten. Das ist höher als der höchste Punkt des Landes, die Dufourspitze (4636 Meter) im Monte-Rosa-Massiv. Der bisherige Rekord war am 20. Juli 1995 auf 5117 Höhenmetern gemessen worden.

Der Zustand der Gletscher ist als beunruhigend einzustufen

Auch die Schweiz erlebt in diesem Sommer außergewöhnlich hohe Temperaturen. Der führende Schweizer Gletscherforscher Matthias Huss warnte vor kurzem, dass die Süßwassergletscher in dieser Wärme schneller schmelzen würden als je zuvor.

Keine Besserung in Sicht

„Die Gletscher in den Alpen sind so völlig anders, als wir es bisher gesehen haben. Ich bin wirklich beunruhigt über die Situation“, schrieb er am 17. Juli auf Twitter. „Die heute am Griesgletscher vorgenommenen Messungen zeigen, dass wir sogar im Vergleich zum bisherigen Rekord von 2003 mit der Schmelze einen Monat voraus sind. Und keine Besserung in Sicht.“
(dpa)