Das Kernkraftwerk Beznau (KKB) in der Schweiz hat die Revision von Block 2 beendet. Dies teilt das Betreiberunternehmen Axpo mit. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) hat darauf die Freigabe für die Wiederaufnahme des Betriebs erteilt. Das Kernkraftwerk Beznau 2 startet damit in einen neuen Betriebszyklus. Die Anlage werde weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Schweiz leisten, heißt es in der Mitteilung.

Das Kernkraftwerk Beznau besteht aus zwei baugleichen sogenannten Leichtwasserreaktoren (Block 1 und 2) mit einer elektrischen Nennleistung von je 365 Megawatt. Diese erzeugen laut Axpo zusammen rund 6000 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht rund dem doppelten Stromverbrauch der Stadt Zürich. Zudem liefert das Kernkraftwerk Beznau heißes Wasser ans Netz der Regionalen Fernwärme Unteres Aaretal.

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Die Schwerpunkte der jüngsten Revision umfassten laut Betreiber Instandhaltungsarbeiten, wiederkehrende Prüfungen und Inspektionen. Von den insgesamt 121 Brennelementen wurden 20 ersetzt. Während der Revisionsarbeiten wurden die Mitarbeiter des Atomkraftwerks von mehreren hundert externen Fachkräften aus der Region sowie dem In- und Ausland unterstützt.

Nach der Freigabe des Ensi hatte das Kernkraftwerk Beznau 2 den Leistungsbetrieb vorerst mit der ersten Turbinengruppe wieder aufgenommen. Die zweite Turbinengruppe folgte wenige Tage später. Als Grund nennt Axpo eine Verzögerung bei der Lieferung von Ersatzteilen. Während des Wiederanfahrens sei über dem nichtnuklearen Teil der Anlage (Maschinenhaus) zeitweise Wasserdampf sichtbar gewesen. Es habe keine Gefährdung von Mensch und Umwelt bestanden, betont das Unternehmen.

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Die beiden Kraftwerksblöcke in Beznau werden jeweils im Frühling und Sommer für einen Brennelementwechsel oder eine Revision vom Netz genommen. Neben den beiden Anlagen in Beznau sind aktuell in der Schweiz mit Leibstadt und Gösgen zwei weitere Atomkraftwerke in Betrieb.