Thomas Wehrli

Die Geburtenabteilung des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) verzeichnete 2022 einen historischen Rekord: Im GZF kamen im vergangenen Jahr 487 Kinder zur Welt – so viele wie in keinem Jahr seit dem Bestehen der Klinik. Die Zahl der Geburten lag damit um eine Geburt über dem bisherigen Rekordjahr 2015.

Von der ersten bis zur letzten Geburt in 2022

Das erste Kind 2022 kam am 2. Januar um 14.24 Uhr zur Welt, das letzte am 31. Dezember um 03.48 Uhr. Zwei Mal kamen im vergangenen Jahr Zwillinge zur Welt. Am meisten Geburten verzeichnete das GZF im März; hier kamen 53 Kinder zur Welt.

So entwickelt sich die Geburtsabteilung

Ein Blick auf die Geburtenzahlen seit 2010 zeigt zudem, dass die Geburtszahlen in der Tendenz immer gestiegen sind. „Die Geburtenabteilung entwickelt sich seit Jahren sehr erfreulich“, sagt Miriam Crespo, Mediensprecherin des GZF. „Wir gehen davon aus, dass sich dieser positive Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzt, da die Geburtsabteilung in den vergangenen Jahren personell und strukturell sehr gut aufgestellt wurde.“

Darum kommen werdende Mütter aus Deutschland

Auffallend auch: Immer mehr werdende Mütter aus dem süddeutschen Raum wählen das GZF als Geburtsklinik. „Mittlerweile stammt rund ein Viertel der Frauen, die am GZF gebären, aus Deutschland“, sagt Crespo. Die Tendenz sei steigend. Dies auch deshalb, weil die Kostenübernahme für alle Patienten aus Deutschland problemlos ist, wenn sie Grenzgänger und damit in der Schweiz versichert sind oder aber eine Zusatzversicherung für die Schweiz haben.

Mehrere Faktoren machen den Erfolg aus

Für Crespo macht die Atmosphäre den Erfolg der Geburtenabteilung aus. „Die Geburtsabteilung am GZF zeichnet sich durch eine beinahe Eins-zu-eins-Betreuung der schwangeren und gebärenden Frauen sowie eine familiäre Atmosphäre kombiniert mit der Sicherheit eines Spitals aus.“

So bietet das GZF den Schwangeren unterschiedliche Gebärmöglichkeiten an und sorgt auch vor und nach der Geburt mit Hebammensprechstunden in Rheinfelden, Laufenburg und Frick, Geburtsvorbereitungskursen und dem Stillambulatorium für eine optimale Betreuung.

Steigende Tendenz bei Kaiserschnitten

Immer häufiger wählen Frauen dabei die Möglichkeit einer Kaiserschnittgeburt. „In den vergangenen Jahren wurde mehr als ein Drittel der Kinder in der Frauenklinik Rheinfelden per Kaiserschnitt geboren“, sagt Crespo und schiebt nach: „Wir stellen diesbezüglich generell eine kontinuierlich steigende Tendenz fest.“

So ist die Klinik auf Komplikationen vorbereitet

Gut vorbereitet ist die Frauenklinik auch auf mögliche Komplikationen. Normalerweise kommen Frauen ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche in die Frauenklinik Rheinfelden zum Gebären. „Sollte es zu einer ungeplanten Frühgeburt kommen, so ist die Frauenklinik Rheinfelden von der Infrastruktur her sehr gut aufgestellt und hat rund um die Uhr pädiatrische Konsiliarärztinnen und Konsiliarärzte zur Seite.“

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In der Regel werden Frühgeburten nach der Geburt in ein Zentrumsspital mit Abteilung für Neonatologie verlegt.

Parallel können in der Frauenklinik des GZF bis zu vier Geburten betreut werden. „Über einen Zeitraum von 24 Stunden verteilt haben wir schon Peaks von sechs bis sieben Geburten erlebt“, sagt Crespo.

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Der Autor ist Redakteur der „Aargauer Zeitung“. Dort ist dieser Beitrag auch zuerst erschienen.