Fußball-Verbandsliga: FC 08 Villingen U21 – DJK Donaueschingen (Mittwoch 19 Uhr). Die Rechnung ist relativ simpel. Drei Erfolge noch und die U21 des FC 08 Villingen hätte sich aus eigener Kraft gerettet. Prekärer ist die Lage hingegen bei der DJK Donaueschingen. Da heißt es: siegen oder fliegen. Ausgerechnet zu diesem Showdown treffen die beiden Mannschaften nun im Schwarzwald-Derby aufeinander.

Villingen will das „Endspiel“ am letzten Spieltag beim derzeit punktgleichen FC Radolfzell erreichen. Um dafür aber nicht auf den Konkurrenten schauen zu müssen, sind Siege in dieser englischen Woche erst gegen Donaueschingen und am Sonntag gegen Schlusslicht Endingen Pflicht. „Dies zeigt, dass wir es nach wie vor selbst in der Hand haben“, macht Trainer Daniel Miletic deutlich. Sogar bei einer Niederlage wäre der Klassenerhalt noch möglich, das Heft des Handels dann aber womöglich futsch.

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Aber grau ist alle Theorie. Wie sagte schon einst Otto Rehhagel: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz.“ Und hier stellt sich die große Frage, wer mit dieser Situation besser klarkommt. Die Villinger, bei denen nach einer grandiosen Vorrunde der Motor etwas ins Stottern geraten ist? Oder die Donaueschinger, die sich nach einem völlig verkorksten Start inzwischen gefangen, aber dennoch kaum mehr Chancen auf den Klassenerhalt haben?

„Diejenige Mannschaft, die mehr Herz hat, wird dieses Spiel gewinnen“, ist sich Miletic sicher. Deshalb wird die Auswahl der Akteure, die sich dieser besonderen Herausforderung stellen, für ihn und seinen Trainer-Kollegen Mustafa Gürbüz schon mal ein Schlüssel sein. „Da spielen Namen keine Rolle. Wir hören genau in jeden Einzelnen hinein, denn neben der spielerischen wird auch die mentale Komponente eine wichtige Rolle spielen“, so Miletic.

Der Trainer kann dabei wohl wieder auf seinen Kapitän und Torjäger Fabio Chiurazzi, der am vergangenen Wochenende aus privaten Gründen gefehlt hatte, bauen. Miletic: „Außerdem bin ich überzeugt davon, dass unsere Oberliga-erfahrene Abwehr mit Tim Zölle und Fabio Liserra die gefährlichen Angreifer von Donaueschingen um Stephan Ohnmacht in den Griff bekommt.“

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Für die Donaueschinger ist das Derby das fünfte Spiel in den vergangenen 18 Tagen. Nach dem großen Saisonhöhepunkt mit dem südbadischen Pokalfinale wollen die Allmendshofener trotz des wahrscheinlichen n Abstiegs die Kräfte noch einmal bündeln. „Wir sind uns in der Mannschaft alle einig, dass wir aus den restlichen drei Punktspielen noch so viele Zähler wie nur möglich mitnehmen wollen, auch wenn sich Platz 15 kaum noch verbessern lässt“, betont DJK-Trainer Benjamin Gallmann. Es gelte die Spannung hochzuhalten und die positive Gesamtentwicklung der DJK in der Rückrunde auch beim Nachbarn zu bestätigen.

Neben Alexander Schuler hat sich nun auch Moritz Richter in den Urlaub verabschiedet. Da einige Akteure angeschlagen ausfallen, wird das DJK-Aufgebot überschaubar sein. „Es ist nicht optimal, wenn die Alternativen fehlen. Andererseits haben wir in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen, dass wir auch mit einem kleinen Kader zu überraschenden Ergebnissen fähig sind“, ergänzt Gallmann. Für zusätzliche Motivation sorgt die Tatsache, dass einig DJK-Spieler bereits das FC 08-Trikot getragen haben.

Im bisher letzten Vergleich zwischen beiden Teams gab es am ersten Spieltag eine 2:4-Heimniederlage der Donaueschinger. Dafür will sich die DJK im Friedengrund revanchieren.

Zwei DJK-Neuzugänge

Die DJK Donaueschingen vermeldet die ersten beiden Neuzugänge für die Saison 2022/23. Tim Stolz vom SV Aasen will seinen nächsten sportlichen Schritt machen. Der zweite Neuzugang ist zugleich ein Rückkehrer: Kevin Hoheisel wird nach dem halbjährigen Abstecher zum Landesligisten FC Furtwangen wieder zur DJK wechseln.

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