Fußball-Verbandsliga: FC Radolfzell – FC 08 Villingen U21 (Samstag, 15.30 Uhr). Die Vorfreude ist immens. „Wir alle fiebern diesem Spiel entgegen, das ist in jeder Sekunde und in jedem Gespräch zu spüren“, sagt Mustafa Gürbüz vor der Begegnung der Villinger U21 beim FC Radolfzell. Der Trainer weiß auch genau, warum: „Jeder kann und will Teil von etwas ganz Großem werden. Wir hatten das Ziel, bis zum Schluss um den Klassenerhalt mitzuspielen. Was uns kaum einer zugetraut hatte. Doch ist uns dies gelungen und wir haben es nun am letzten Spieltag in der eigenen Hand.“

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Noch vor der Saison hätte jeder gesagt, die Rollen seien klar verteilt. Auf der einen Seite ein selbsternanntes Spitzenteam, das nach eigenem Bekunden um die Meisterschaft mitspielen will. Auf der anderen eine Truppe, in der viele Akteure der Jugend noch nicht entwachsen sind. Jetzt aber steht Radolfzell (Gürbüz: „Der Druck liegt zu 1000 Prozent bei ihnen“) mit dem Rücken zur Wand, ist zum Siegen verdammt. Villingen hingegen hat schon gewonnen, unabhängig vom Ergebnis. „Wir sind unserer Vision treu geblieben. Die Jungs haben unser Vertrauen und sie zahlen es mit Leistung zurück. Auf diese Mannschaft kann man nur unfassbar stolz sein“, betont der Villinger Coach. Wie sich die Spieler fußballerisch, körperlich aber auch menschlich weiterentwickelt haben, sei bemerkenswert. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass einige von ihnen bereits eine Chance in der Oberliga erhalten haben. „Du kannst einem Menschen im Leben alles nehmen. Aber all diese Erfahrungen eben nicht mehr“, so Gürbüz.

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Genau in diesem Bewusstsein wird der FC 08 in die Begegnung auf der Mettnau gehen. Gepaart mit dem Selbstvertrauen, dass er sich in dieser Saison, durch die beiden Siege zuletzt und den Erfolg im Hinspiel gegen Radolfzell geholt hat. Von wegen schlotternde Knie vor einem solchen Endspiel. Viel breiter könnte die Brust bei den Villingern kaum sein. „Klar, gab es auch mal Tiefen. Was bei einer solch jungen Mannschaft aber normal ist. Doch sie hat bis jetzt schon 42 Punkte gesammelt und über die gesamte Runde gesehen einen Super-Job gemacht“, fügt der Trainer an. Jetzt fehlt nur noch das i-Tüpfelchen.

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