Fußball, Verbandsliga: SC Pfullendorf – SC Lahr (Samstag, 14.30 Uhr, Geberit-Arena) – Das den Ligagipfel repräsentierende Treffen zwischen dem Zweiten und Ersten verspricht höchste Brisanz: Gewinnen die Pfullendorfer ihre Heimpartie, rücken sie dem Spitzenreiter Lahr bis auf einen Punkt auf die Pelle.

Können sich aber die Gäste im Linzgau behaupten, droht den Pfullendorfern im dichten Pulk des Verfolgerfelds ein unweigerliches Abgleiten. „Dann müssten wir wohl kleinere Brötchen backen“, ist sich Hakan Karaosman, Trainer des SC Pfullendorf, der spannenden Ausgangslage bewusst und gibt sich gleichwohl optimistisch: „Gut, dass wir es selber in der Hand haben!“

Lahr in der Offensive gefährlicher

Beide Teams bilden mit jeweils nur 14 kassierten Gegentoren abwehrtechnisch die Ligaspitze mit gebührlichem Abstand. In der Offensive haben die Lahrer mit 39 erzielten Treffern klar die Nase vorn. Konstantin Fries (elf Tore) und Adriano Spätherbst (sieben Tore) sind ihre besten Schützen.

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„Da kommt ein ganz anderes Kaliber auf uns zu. Ihren Angreifern dürfen wir keine Räume lassen“, sagt Karaosman, der den Gegner studiert hat und ihn als die fußballerisch beste Mannschaft der Verbandsliga einschätzt.

Battaglia kämpft mit Handicap

Das Torkonto des SC Pfullendorf mit 28 Treffern zeigt, wo der Hase im Pfeffer liegt. Es fehlt ein echter Knipser. Silvio Battaglia opfert sich zwar für sein Team auf, hat aber mit der ihn zwickenden Zyste im Knie ein dauerhaftes Handicap zu tragen. So ist bislang Mittelfeldmann Heiko Behr (sechs Tore) am erfolgreichsten. Biss und Tordrang hatten trotz aller taktischer Raffinessen auch beim 0:1 in Denzlingen zuletzt gefehlt.

Karaosman setzt im Spitzenspiel auf eine den SCP kräftig unterstützende Heimkulisse, die seine junge Crew beflügeln soll. Zudem sind Luca Gruler, Christian Neumaier und Nicola Guglielmelli wieder einsatzbereit. Yunus Kulu (Fortbildungslehrgang) konnte erst am Freitag wieder ins Training einsteigen. (jüw)

Schweres Gastspiel für FC Singen

SV Linx – FC Singen 04 (Samstag, 14.30 Uhr, Hans-Weber-Stadion). – Der große Wunsch bei den Hohentwielern ist, die negative Serie zu beenden. Dafür wurde unter der Woche akribisch gearbeitet und viel analysiert. Die kommende Aufgabe wird unterdessen wieder sehr knifflig, denn die Reise geht nach Linx.

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In der Heimtabelle sind die Rheinauer spitze, haben sie doch noch kein Spiel im eigenen Stadion verloren. Zudem kommt die Mannschaft von Trainer Leberer immer besser in Fahrt. Die Hegauer hingegen warten seit vier Spieltagen auf ein Erfolgserlebnis. Nachdem die Jeske-Elf zwölf Spieltage am Stück ungeschlagen blieb, ist der Motor zuletzt etwas ins Stocken geraten. Die Abwehr muss wieder die Stabilität zeigen, die die Mannschaft in den ersten Spielen auszeichnete.

Zwar sind die Gastgeber in dieser Begegnung Favorit, denn die Formkurven beider Teams gehen genau in die entgegengesetzte Richtung. Dennoch rechnen sich die Hegauer etwas aus in der Fremde. Mit Kampfgeist, Willen und Einsatzbereitschaft wollen die Nullvierer dem SV Linx nicht nur Paroli bieten, sondern auch wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Mit dem Einsatz soll auch das Spielglück wieder auf Singener Seite sein, das in den vergangenen Spielen etwas abhanden gekommen war. Es gilt noch einmal sämtliche Kräfte zu mobilisieren bis zur wohlverdienten Winterpause. (mab)