Eishockey: Eine sehr kurzfristige Planänderung beschert den Wild Wings für das Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) einen neuen Gegner: Die Augsburger Panther kommen quasi als Ersatz nach Schwenningen in die Helios-Arena.

„In diesen Zeiten muss man einfach flexibel bleiben“, sagte SERC-Trainer Christof Kreutzer mit einem kleinen Seufzer. Wieder einmal war die Corona-Pandemie das beherrschende Thema in der DEL in den letzten Tagen. Der ERC Ingolstadt meldete bereits am Mittwoch die ersten positiven Tests im Team, am Donnerstag dann war klar, dass die Panther geschlossen in Quarantäne müssen. Das für Sonntagnachmittag angesetzte Spiel bei den Wild Wings musste also genauso ausfallen, wie die Partie am gestrigen Abend gegen Mannheim.

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In Schwenningen wurde nach der Absage aus Ingolstadt am Donnerstag zum Telefonhörer gegriffen. Anrufe im Ligabüro und in Augsburg führten dazu, dass man flugs einen neuen Gegner präsentieren konnte. Kurioserweise sollte das Spiel gegen die Panther eigentlich am 30. Dezember ausgetragen werden, wurde aber verschoben auf den 18. Februar. Nun findet es also am Sonntag statt. „Wir wollten spielen, denn wir sind gerade gut im Rhythmus. Wir wollen den Schwung mitnehmen“, berichtete Kreutzer von arbeitsreichen Tagen.

Der Chefcoach der Schwäne wird in diesen Tagen ohne Assistent auskommen müssen, da auch Co-Trainer Steffen Ziesche positiv auf das Coronavirus getestet wurde. „Ich habe natürlich mehr Arbeit, alleine schon durch die kurzfristige Änderung des Gegners. Steffen fehlt sehr“, so Kreutzer, der eventuell auch in den folgenden Spielen gegen Bremerhaven und gegen Bietigheim auf Ziesche verzichten muss. Einen Ersatz für den Co-Trainer wird es nicht geben. Nachwuchschef Wayne Hynes, der in Frage gekommen wäre, ist mit der U20-Mannschaft unterwegs. Eventuell hätte Videocoach und Ex-Profi Kai Herpich aushelfen können. Doch Kreutzer möchte auf die Zusammenschnitte von Herpich für die Analyse in den Drittelpausen nicht verzichten. Dennoch wird der Cheftrainer am Sonntag wohl nicht alleine hinter der Bande stehen. Der verletzte Verteidiger Niclas Burström könnte zumindest teilweise die Aufgaben des erkrankten Assistenzcoaches übernehmen.

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Fünf Siege in Folge hatten die Schwenninger vor der Niederlage in Mannheim vor einer knappen Woche eingefahren. Offenbar haben sie endlich in die Spur gefunden. Da fällt ein solcher Gegnerwechsel eher weniger ins Gewicht. „Es ist einfach ein verrücktes Jahr. Es ist, wie es ist. Wir müssen positiv bleiben. Wir dürfen Eishockey spielen und sollten Spaß daran haben“, meinte Colby Robak, Assistenzkapitän der Wild Wings. Der Verteidiger wird im Übrigen gegen Augsburg erneut einen Stürmer an seiner Seite haben. Maximilian Adam fällt weiter aus, Marius Möchel rückt damit wieder in die Abwehr. Sein Debüt geben wird Neuzugang Jordan George. Der Ex-Freiburger, Anfang Januar an den Neckarursprung gewechselt, brauchte doch noch einige Trainingstage, um nun bereit zu sein. Eine weitere Verstärkung dürfte der ehemalige Topscorer des Breisgauer Kooperationspartners der Schwaben aber durchaus sein. Mit welchen Sturmpartnern der 31-Jährige auflaufen wird, ließ sein Coach offen. Der Einsatz des US-Amerikaners mit deutschem Pass sorgt dafür, dass erneut ein Ü23-Spieler auf die Tribüne muss. Wer dies sein wird, wollte Kreutzer nicht preisgeben. Treffen dürfte es entweder Daniel Pfaffengut oder Maximilian Hadraschek.