Eishockey: Das war nicht gut genug, aber es war auch etwas Pech dabei: Die Wild Wings kassierten am Dienstagabend eine ebenso ärgerliche, wie verdiente 1:3-Niederlage beim ERC Ingolstadt. Dazu verloren sie auch noch Verteidiger Dylan Yeo.

Bei den Schwenningern fehlte verletzungsbedingt Benedikt Brückner, dessen Verteidigerposition Stürmer Marius Möchel übernahm. Youngster David Cerny besetzte den somit vakanten Platz in der vierten Sturmreihe. Ingolstadt musste auf Offensivkraft Frederik Storm verzichten, dafür war Daniel Pietta nach abgelaufener Sperre erstmals dabei.

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Der gastgebende ERC erinnerte sich wohl noch recht gut an Spiel eins, legte entsprechend mit viel Tempo und ordentlich Druck los. Sie waren quirlig, stocksicher und die Pässe kamen genau. Die Gäste agierten zwangsweise sehr defensiv, phasenweise aber auch etwas passiv. Erst nach zehn Minuten zeigten sich die Wild Wings öfter in der Offensive, doch Alex Weiß und Darin Olver vergaben sehr gute Möglichkeiten. Und so schlug es dann doch auf der anderen Seite ein. Tim Wohlgemuth hatte mutterseelenallein vor Eriksson keine Mühe, das 1:0 herzustellen (17. Minute). Nach dem anschließend die Schwäne ein eigenes Powerplay zwar ebenfalls gut spielten, aber nicht trafen, ging es mit dieser durchaus verdienten Führung in die erste Pause.

Die Schwenninger kamen aktiver aus der Kabine, versuchten mehr nach vorne. Es resultierten ein Pfostentreffer von Travis Turnbull und weitere gute Chancen, aber kein Tor. Und dann schlug das Pech zu. Zunächst verloren die Wild Wings Dylan Yeo, der sich bei einem an sich harmlosen Faustkampf mit Brandon DeFazio übel das Knie verdrehte und nicht weiterspielen konnte. Womit dann nurmehr fünf gelernte Verteidiger auf dem Eis standen. Das Spiel war nun sehr ausgeglichen, die Schwarzwälder wirkten aber dennoch leicht geschockt. Aber sie wurden immer besser, überstanden gar eine Drei-gegen-Fünf-Unterzahl und erarbeiteten sich Chance um Chance. Nachdem Johannes Huss erneut den Pfosten getroffen hatte, kam es noch dicker. Die Ingolstädter fuhren einen Konter, Wayne Simpson passte in die Mitte und fand dort unglücklicherweise den Schläger von SERC-Verteidiger Erik Kristensen, von dessen Kelle der Puck zum 2:0 ins Tor flutschte. Eine ganz eiskalte Dusche für nun eigentlich bessere Wild Wings.

Einen Vorwurf allerdings mussten sich die Gäste machen lassen. Es fehlte insgesamt an Geschwindigkeit und Kreativität. So konnten sie ebenfalls eine doppelte Überzahl nicht nutzen. Dafür legten die Bayern in der 53. Minute im Powerplay das 3:0 durch Morgan Ellis nach. Den Wild Wings gelang zwar gut zwei Minuten später ebenfalls in Überzahl dann doch noch das 3:1 durch Tyson Spink, am Ende stand da aber eine ärgerliche, frustrierende und auch verdiente Niederlage für Schwenningen.