Nach einer eher schwachen Leistung unterlagen die Schwenninger Wild Wings am gestrigen Abend bei den Straubing Tigers verdient mit 3:4. Den Neckarstädtern standen erneut nur fünf etatmäßige Verteidiger zur Verfügung. Doch Marius Möchel hatte in den letzten beiden Partien bewiesen, dass er diesen Part auch als gelernter Stürmer sehr gut spielen kann. David Cerny nahm erneut den Platz in der vierten Sturmreihe ein.

Straubingen mit Elan in die Partie

Die Gäste begannen deutlich verhalten, die Gastgeber hingegen mit Elan. In den ersten Minuten gab es dennoch nur wenige Torszenen zu verzeichnen. Die ersten Schüsse gingen aber allesamt auf das von Joacim Eriksson gehütete Schwenninger Gehäuse.

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Der schwedische Keeper war wachsam, seine Vorderleute arbeiteten gut in der Defensive und lauerten auf Konter. Straubing drückte zunehmend, ohne allerdings wirklich gefährliche Abschlüsse zu produzieren. Und so brauchte es schon einen dicken Abstimmungsfehler der Wild Wings für das 1:0.

Frühe Führung der Gastgeber

Einen abgefälschten Schuss von Stephan Daschner wehrte Eriksson zur Seite ab, dort stand Mitchell Heard komplett frei und schob zur Führung ein (7. Minute). Eine Führung, die absolut in Ordnung ging.

Die Niederbayern waren agiler, zweikampfstärker und extrem gut im Forechecking. Zudem fanden sie auch in der eigenen Zone immer die richtige Lösung.

Gerechtes Unentschieden zur Pause

Die Schwenninger allerdings stehen in dieser Saison oft genug für eine erstaunliche Effizienz. So auch an diesem Abend. Einen feinen Konter über Colby Robak und Troy Bourke vollendete Andreas Thuresson per Direktabnahme zum 1:1 nach einer Viertelstunde. Es war dies bis dahin erst der fünfte Torschuss.

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Die Schwäne spürten nun ordentlich Aufwind, verzeichneten einige Chancen, unter anderem einen Pfostentreffer von Bourke. So war das Unentschieden zur ersten Pause durchaus gerecht.

Offener Schlagabtausch

Doch der Schwenninger Schwung war recht schnell wieder verflogen. Nur knapp drei Minuten nach Wiederbeginn führten die Hausherren erneut. Tigers-Stürmer Marco Baßler nutzte erneut eine Unaufmerksamkeit der Wild Wings-Verteidigung und staubte zum 2:1 ab.

Die Reaktion ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur drei Zeigerumdrehungen später stellte Christopher Fischer unter gütiger Mithilfe von Straubings Torhüter Matthew Robson das Unentschieden wieder her.

Aufholjagd blieb unbelohnt

Die Partie war immer noch von hohem Tempo geprägt, nun kamen auch noch Strafzeiten hinzu. Die erste Unterzahl traf Schwenningen, Johannes Huß musste draußen Platz nehmen. Allerdings nur für neun Sekunden. Chase Balisy reagierte auf einen von Eriksson hoch in die Luft abgewehrten Schuss am schnellsten und brachte seine Farben zum dritten Mal in Führung (28.).

Dabei blieb es bis zur nächsten Pause, denn weder die Gastgeber noch die Schwaben konnten weitere Powerplays nutzen. Ein ärgerlicher Rückstand für Schwenningen, da Straubing keinesfalls spielerisch besser, aber eben aggressiver und aktiver war.

Das zeigten die Donaustädter auch zu Beginn des Schlussabschnitts. Nick Latta wurde auf die Reise geschickt und verwertete sein Solo gegen einen chancenlosen Eriksson zum 4:2. Den Wild Wings blieben noch 15 Minuten, diesen Rückstand wettzumachen. Mehr als das 4:3 durch Alexander Weiß war aber nicht mehr drin.